Der Reis der anderen

von Achim

Heute morgen haben wir zum ersten mal Mt. Rinjani fast ganz ohne Wolken gesehen. Da sind wir, noch vor dem Frühstück, schnell zum Panorama-Restaurant marschiert und haben ein Foto gemacht:

Unser Fahrer war überpünktlich an der Unterkunft und so konnten wir rechtzeitig losfahren. Wir konnten unterwegs ein paar Fotostopps machen. Hier gab es ein schönes Bergpanorama (5.000 IDR pro Person):

Auf der Höhe ist es kühl genug für Erdbeeren (auf den Folien, die man im Bild sieht).

Noch weiter oben hatten wir einen schönen Blick in’s Tal:

Leider war der Himmel dort schon wieder ziemlich wolkenverhangen.

Nach drei Stunden Fahrt für ca. 80km, sind wir in Tetebatu angekommen. Nach einer Stärkung sind wir losgezogen um die Gegend zu erkunden. Ursels Tatendrang war ungebremst und so haben wir uns über steile und rutschige Abhänge durch die Reisfelder zu einem schönen Wasserfall vorgearbeitet:

Es gab dann noch einen zweiten Wasserfall den wir besichtigen wollten. Als wir dann da waren ist uns aufgefallen dass wir den vermutlich morgen bei unserer Tour anschauen werden. Also haben wir ihn einfach übersprungen.

Nun galt es wieder nach Hause zu kommen. Die Geographie von Tetebatu ist etwas speziell sodass wir einen großen Umweg machen mussten, weil wir durch eine Schlucht von unserer Zielstraße getrennt waren.

Erst sind wir aber noch ziemlich planlos durch die Reisfelder anderer Leute geirrt:

Als wir dann endlich den Abstecher Richtung Straße gefunden hatten musste nur noch die Höhendifferenz überwunden werden:

Auch die letzte Hürde, aus den Feldern wieder herauszukommen ohne irgendjemandem durch den Garten zu laufen, haben wir geschafft. Wir waren sehr froh als wir endlich wieder auf der Straße waren.

Von hier aus waren es noch ca. 4km bis zu unserer Unterkunft, also nicht mehr so weit. Leider sah die Brücke, über die wir eigentlich die Schlucht überqueren wollten, so aus:

Tja, da war nicht mehr viel davon übrig. Wir haben es dann einfach wie die Einheimischen gemacht und die Schlucht über die Reisfelder durchquert. Ja, Reis haben wir heute reichlich gesehen.

Das geht:

  • Das wundersame Dienstleistungsnetzwerk hier: unser Fahrer war nicht der gleiche der gestern gesagt hat dass er uns fahren würden - stattdessen kam halt irgendein Freund oder Cousin oder sowas - hat aber alles gut geklappt
  • Wir haben schon ganz viele Freunde hier gemacht - die Kinder winken einem freundlich zu und die Erwachsenen wollen einem was verkaufen (die wirtschaftliche Lage hier ist gerade wohl leider nicht sonderlich gut, haben wir jetzt schon von mehreren Leuten gehört)
  • Irgendwie kommt man immer an

Das geht nicht:

  • Quasi durch die Hintertür zum Wasserfall gelangen und dann beim “Ausgang” zur Kasse gebeten werden
  • Wenn man durch die Reisfelder irrt und dann über einen umgestürtzten Baum laufen muss, über den eine Straße von aggressiven roten Ameisen geht - das fanden die nicht gut und sie haben es uns spüren lassen
  • Tag der kaputten Brücken - erst bei unserer Fahrt von Senaru nach Tetebatu und dann bei unserem kleinen wirren Ausflug
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