Vientiane

von Achim

Gestern Abend sind wir mit dem Special Express No. 25 losgefahren. Er fährt von Bangkok bis nach Nong Khai, direkt an der Grenze zu Laos. Im Gegensatz zum Nachtzug der von Bangkok nach Vientiane durchfährt, kann man hier Schlafkabinen der ersten Klasse buchen. Wären wir früher dran gewesen hätten wir eine abschließbare private Zweierkabine buchen können. So waren aber nur noch genau zwei Plätze, leider in unterschiedlichen Kabinen, frei. Und so sehen die Schlafwägen aus:

Sehr schöne Sache. Der Zug ist um 20:25 in Bangkok losgefahren und gegen 6:15 waren wir in Nong Khai, an der Grenze. Vom Bahnhof läuft man ca. 15min zum Grenzübergang:

Nachdem wir aus Thailand ausgereist waren, mussten wir einen Shuttle-Bus (35 Baht p.P.) über die Friendship-Bridge nehmen, die die beiden Länder über den Mekong verbindet. In Laos zahlt man dann für ein Visa-on-Arrival 40 USD p.P. - nur einwandfreie, komplett knitterfreie Scheine werden akzeptiert!

Weiter ging’s mit dem Bus #14 direkt von der Grenze in die Innenstadt von Vientiane (30 Baht p.P.). In Laos wird der Kommunismus noch zelebriert und man sieht überall in Vientiane dessen Fahnen:

Im Hotel hat man uns erstmal ein kostenloses Frühstück serviert, obwohl wir mehrere Stunden zu früh da waren:

Sehr nett.

Dann sind wir in die Stadt losgezogen. Vientiane, die Hauptstadt von Laos, ist mit ca. 350.000 Einwohnern relativ klein und nicht zu vergleichen mit Bangkok oder Kuala Lumpur.

Was sie aber mit Bangkok gemeinsam hat sind die Tempel:

Allerdings ist der Stil hier schon ziemlich anders:

Wir haben sogar einen Pagoden-Tempel gesehen:

Beim dem ganzen Tempel-Hopping muss man aber schauen wo man hintritt. Im Gehweg sind manchmal ziemliche Löcher:

Eine weitere Sehenswürdigkeit von Vientiane ist der Triumphbogen:

Wir haben ihn bestiegen, um den Ausblick auf die Stadt zu genießen (30.000 Kip p.P., ca. 1,20 EUR).

Ganz in der Nähe befindet sich der “World Peace Gong”, den Laos von Indonesien bekommen hat:

Leider ohne Schlägel.

Ganz schön langer Tag heute. Schlafen bitte.

Das geht:

  • Der thailändische Nachtzug - Top Sache!
  • Nach einer langen Reise vom Hotel ein Frühstück geschenkt bekommen
  • Wenn Geld abheben einfach funktionert

Das geht nicht:

  • Schön dass man die Visa-Gebühren bei der Einreise nach Laos auch in Thai-Baht zahlen kann, aber ein Aufschlag von über 35% kommt mir schon leicht übertrieben vor
  • Für manche Gerichte sind wir nicht bereit: gegrilltes Kuheuter, gegrillte Rindersehnen, gegrilltes Schweinegedärm, Haifischflossensuppe oder auch der detulich harmloser klingende Papayasalat - so scharf dass Ursel Tränen in den Augen hatte (sie hatte die “not spicy”-Variante bestellt)
  • Sehen wie hier geputzt wird - Ursel hat das heute (leider?) beobachtet: der Bodenwischmop wurde auch zum Kloschüssel putzen verwendet…
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Stadt der Tempel

von Achim

Heute haben wir einen Nachtzug von Bangkok nach Nong Khai gebucht. Wir werden Schlafwagen erste Klasse fahren. Wir sind gespannt…

Da der Zug erst gegen 20:30 fährt, hatten wir nochmal Zeit ein wenig durch die Stadt zu streunern. Wir haben uns dazu entschlossen mit der Fähre zum Blumenmarkt zu fahren. Auf der Strecke kommt man mit dem Schiff auch am Wat Arun vorbei, einem weiteren, sehr beeindruckenden Tempel:

Der Blumenmarkt selbst wird stark dominiert von Ritualbedarf. Der Großteil der Blumen sind diese Gelbblütler, die man überall als Opfergaben in den Tempeln sieht:

Also quasi nicht so die Vielfalt, sondern ganz viel vom gleichen (also ein bisschen wie Edeka vs. Walmart).

Auf dem Weg Richtung Unterkunft sind wir dann zufällig am Wat Ratchabophit Sathit-Mahasimaram Ratcha Wora Maha Viharn vorbeigekommen:

Sieht ja echt krass aus! Auch der Tempeleingang wieder mit einer unglaublichen Detailverliebheit und ordentlich Bombast:

Die Tempeltüren sind mit feinen Perlmuttgravuren verziert:

Drinnen durfte man Photos machen. Der Innenraum war deutlich kleiner wie im Smaragd-Buddha Tempel, aber trotzdem sehr beeindruckend:

An den Wänden hingen Mosaike mit Szenen, die vermutlich aus der Zeit der Erbauung des Tempels (gegen 1870) stammen:

Und so könnte man den ganzen Tag weiter machen in Bangkok. Also wer auf Buddha-Tempel steht, ist hier definitiv an der richtigen Adresse!

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Bangkok

von Achim

Gestern sind wir mit dem Minibus in Bangkok angekommen. Eigentlich wollten wir mit dem Zug fahren, aber der war schon ausverkauft (übrigens: die einzige offizielle Seite für die Bahntickets in Thailand ist https://dticket.railway.co.th).

Heute sind wir dann losgezogen und beim Wat Phra Kaeo (auch bekannt als “Tempel des Smaragd-Buddha”) und dem großen Königspalast gelandet. Dieser Komplex aus Tempel(n) und Palast ist eine absolute Sehenswürdigkeit in Bangkok. Nachdem wir 500 Baht (ca. 14 EUR) Eintritt p.P. gezahlt haben, konnten wir durch das Tor mit den Kämpferstatuen (“Yaksha”) gehen:

Die Tempelanlage ist von einer Mauer umgeben, die aufwändig mit einer Geschichte bemalt ist:

Die gekonnte Verwendung von Goldfarbe verleiht den Gemälden einen richtig edlen “Anstrich”.

Der Haupttempel, in dem sich der Smaragd-Buddha befindet, sieht sehr beeindruckend aus:

Drinnen ist fotografieren verboten, aber wir können euch sagen es ist auch drinnen alles vom feinsten.

Über das Gelände verstreut befinden sich verschiedenste Statuen:

Auch die kleineren Tempel auf dem Areal sind sehr imposant:

Hin und wieder gibt es auch nette Details, wie diese Seerosen:

Der Königspalast selbst steht auf dem Gelände nebenan. Seine Architektur ist eine interessante Mischung aus “unten Europa, oben Tempel”:

Der Detailreichtum der Elemente an den Gebäuden, sowie die Materialvielfalt sind wirklich beeindruckend. Wenn man wollte könnte man sich vermutlich stundenlang die Tempel anschauen um jedes Detail zu erkunden. Aber uns hat es dann irgendwann gereicht und wir haben es einfach unter “Wow!” abgespeichert.

Das geht:

  • Die ganzen krassen Tempel, die hier gefühlt an jeder Ecke stehen
  • Deutlich weniger Smog in Bangkok als erwartet
  • Touri-Betrugsmaschen erfolgreich abwehren - sie haben sich sichtbar geärgert dass es nicht geklappt hat

Das geht nicht:

  • Betrugsmaschen, bei denen man mit gespielter Freundlichkeit geködert wird (und die dann das Misstrauen gegen alle erhöhen)
  • Kurz vor Ausreise nur noch ganz wenig Bargeld übrig haben (Geld abheben kostet hier ca. sieben EUR)
  • Dass man in der U-Bahn, und an vielen anderen Stellen, leider (noch?) nicht mit Kreditkarte zahlen kann
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Strand und Tempel

von Ursel

Da Achim immer noch mit seiner Erkältung zu tun hat bin ich heute nochmal alleine losgezogen. Das Ziel war der Ao Manao Strand. Der Strand liegt in einem Militärgelände, was das Hinkommen etwas eigentümlich macht. Von uns aus fährt man mit dem Fahrrad immer gerade aus, bis die Straße endet und dann rechts. Das habe ich mir so auf der Karte angeschaut, sollte also recht einfach sein. Allerdings, bevor die Straße endet kommt ein kleiner Checkpoint vom Militär. Man muss nichts tun, nur langsam durchfahren. Da stehen Uniformierte und bestätigen einem freundlich dass dies der Weg zum Strand ist. Etwas weiter kommt dann noch mal so eine Stelle, diesmal weil man über das Rollfeld des Armeeflughafens (?) radelt. Naja, es scheint nicht wirklich viel Flugverkehr zu geben. Ich jedenfalls habe keinen gesehen, daher läuft das ganz geschmeidig. Beim Strand angekommen wird man dann von diesem Anblick begrüßt:

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Ein kleines Stückchen weiter wurde es dann auch genau so. Zum Glück! Ich hatte dann mein eigenes einsames Stückchen Strand. Das war nach den ganzen Tourihochburgen eine willkommene Abwechslung.

Nach einem angenehmen Strandaufenthalt bin ich wieder zurück nach Prachuap Khiri Khan. Dort ist mir schon auf dem Hinweg das Wat Koh Lak aufgefallen.

Nach einem gemeinsamen späten Mittagessen bin ich dann noch zum Wat Khao Chong Krachok gegangen. Das ist ganz bei uns in der Nähe. Man muss dafür nur 396 Stufen hinaufsteigen. Auf dem Weg waren extrem viele Affen anzutreffen. Damit sie einem fern bleiben kann man einen Bambusstab aus einer Tonne ausleihen und damit auf den Boden klopfen, wenn sie einem zu Nahe kommen. Das Angebot habe ich gerne angenommen.

Interesant bei diesen Affen finde ich, dass sie Steine über den Boden schleifen und dann das Steinmehl essen. Ich frage mich warum sie das tun.

Ganz oben angekommen hat man dann einen herrlichen Ausblick. Das gelbe ganz rechts im Bild ist der Treppenaufgang.

In die andere Richtung sieht man in Richtung der Bucht in der das Fischerdorf von gestern liegt.

Das Wat selber war auch schön, mit seiner für hier typischen Bauweise.

Ein sehr schöner Ausflug, wenn auch leider immer noch ohne Achim. Zum Abschluss sind wir dann wieder auf den Nachtmarkt zum schlemmen gegangen.

Das geht:

  • Wunderschöne Aussichten
  • Die Vielfalt beim Essen, ich weiß ganz oft nicht was ich gerade esse, das finde ich super, zumindest wenn es schmeckt und das tut es zum Glück meistens
  • Die Straßen und der Verkehr in Thailand

Das geht nicht:

  • Hunde, die einem bellend und schnappend entgegen rennen
  • Mützen, die beim trocknen im Busch verschwinden
  • Wasser im Supermarkt in eine Flasche abfüllen, das eigentlich nur zum sofort trinken gedacht ist. Peinlich.
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