Four islands

von Achim

Da wir in Trang nicht nur schlafen und ungewöhnliches Essen bestaunen wollten haben wir noch eine Schnorcheltour gebucht. Die sollte uns zu vier Inseln in der Adaman-See bringen. Irgendwie hatten wir wohl das Premium-Paket gebucht, denn Frühstück und Mittagessen war auch mit drin.

Nachdem wir also schön gefrühstückt hatten ging es auf unser rosa-neongrünes Schiff, welches in sehr gemütlichem Tempo Kurs auf Koh Mook genommen hat. Die Stunde Weg wurde vom einzigen englisch-sprachigen Crewmitglied William in humorvoller Weise genutzt um uns zu erklären wie wir die Schwimmwesten anlegen sollen (“For men, if you put those straps between your legs be careful about your dingy, for women: nevermind”) und wie die Bolognese zur Emerald-Cave funktioniert: Wir bilden eine Schlange und jeder hält sich mit beiden Händen an der Schwimmweste seiner Vorderperson fest während man mit den Füßen tritt als würde man Fahrrad fahren. Als wir dann am geheimen Höhleneingang bei Koh Mook ankamen stellte sich heraus dass das mit der Bolognese total ernst gemeint war. Hier war der Höhleneingang:

Die Touri-Bolognese wurde dann von einem Crewmitglied die 80m durch die dunkle Höhle gezogen. Der hatte zwar Schwimmflossen an, aber es ging trotzdem unglaublich langsam vorwärts. Auf der anderen Seite der Höhle war dann die tolle Lagune, die wohl früher als Piratenversteck genutzt wurde:

Es war als hätte man ein Kreisrundes Loch aus den Felsen geschnitten. Bei Flut muss man wohl durch die Höhle tauchen um in das “Piratenversteck” zu kommen. Ein sehr schöner Ort bei dem man sich richtig gut vorstellen kann wie die Piraten hier ihr Diebesgut versteckt und sich dann eine Verschnaufpause vor den Verfolgern gegönnt haben.

Der nächste Halt war Koh Kradan, mit dem angeblich schönesten Strand (William: “I don’t know why”):

Aber nicht nur war der Strand sehr schön. Man konnte auch direkt vom Strand aus losschnorcheln da es gleich mit Korallen, und damit auch vielen bunten Fischen, losging. Ursel hat sogar diese Muräne entdeckt:

Bei Koh Waen, ein “offizieller” Schnorchelhalt, gab es tolle Korallen:

Letzter Stopp auf der Tour war Koh Chuek (bei Google Maps unter “Ko Chueak” geführt):

Hier ging’s nochmal in’s Wasser und neben einer unglaublichen Masse an Fischen gab es hier auch wieder richtig schöne und vielfältige Korallen, wie z.B. diese kleinen “Vulkane”:

Ein gelungener Ausflug!

Das geht:

  • Der Humor der Thais - immer zu einem Spass aufgelegt
  • Der Nervenkitzel ob man am vereinbarten Tag der Tour wirklich abgeholt wird (hat bisher immer geklappt)
  • Erfreulich wenig Touri-Rummel in Trang und bei unserer Tour - beim Schnorcheln war es immer nur unser Schiff

Das geht nicht:

  • Krank werden - muss denn das jetzt wirklich sein?
  • Das Hotel-Zimmer erst nochmal selbst durchputzen müssen weil es die Reinigungskraft scheinbar vergessen hat
  • Warum müssen es eigentlich immer drei Punkte sein?
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Trang

von Achim

Da wir bisher nur in sehr touristischen Gegenden in Thailand unterwegs waren, wollten wir mal ein bisschen was anderes sehen. Also sind wir nach Trang gefahren, einer kleinen Stadt die touristisch wenig interessant ist. Also bestens geeignet um ein bisschen was vom “echten” Thailand zu sehen.

Nicht weit von unserem Hotel war dieses schicke Restaurant:

In Trang sollte man wohl unbedingt Schweinefleisch essen, da das hier eine Spezialität ist. Aber der Kuchen sah auch richtig gut aus:

Ein bedeutender Teil der Einwohner Trangs hat wohl chinesischen Hintergrund. Das hat man an der ein oder anderen Stelle in der Architektur gesehen:

Auf dem Markt gibt es alle möglichen Leckereien. Da wird ja die Made in der Pfanne verrückt:

Auch bot sich die Möglichkeit endlich mal Schweinefüße zu probieren:

Wir haben sie verstreichen lassen und dafür diese kuriose Wurst gegessen:

Da stecken irgendwie noch Nudeln drin und das Ganze wird, wie könnte es denn anders sein, noch ordentlich frittiert.

Man konnte sich die ganzen Häppchen kaufen und dann an den schönen Sitzgelegenheiten verspeisen:

Ein kulinarisches Erlebnis.

Das geht:

  • Wir haben zum ersten Mal den Appell mitbekommen. Den gibt es wohl morgens und Abends im Land (aber anscheinend nicht in den Touri-Gegenden). Da erheben sich alle, stehen still und es ertönt die Nationalhymne. Wenn die vorbei ist geht’s weiter.
  • Mal einen Tag Pause einlegen
  • Wegkommen von den Touri-Massen

Das geht nicht:

  • Wenn man was mit Schweinefleisch bestellt und dann ist das nicht ganz durchgekocht - keine Ahnung ob das aber vielleicht auch so gehört…
  • Sich auf eine Sahnecreme-Torte freuen und dann ist es Buttercreme
  • Entweder es ist zu heiss (ohne Klimaanlage) oder zu kalt (mit Klimaanlage)
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Railay Beach

von Achim

Nur ein paar Buchten von Aonang entfernt liegt Railay Beach. Für 200 Baht (ca. 5 EUR) pro Person kommt man mit einem Longtail-Boot hin und zurück:

Wir sind erstmal zu einer anderen Bucht mit weniger Bootsverkehr gelaufen. Sehr angenehm war dass man einen Großteil des Weges im Schatten von beeindruckenden Überhängen gehen konnte:

An einer Stelle haben wir ein paar Affen gesehen:

Diese waren deutlich friedlicher als die Krawall-Brüder am Monkey-Trail in Aonang.

Am Strand angekommen konnten wir schwimmen gehen, einfach nur liegen, oder auch ein bisschen die Höhlen erkunden:

Hier ist Klettergebiet. Manche Leute klettern direkt an den Felsen über dem Wasser. Ist natürlich ideal vom Fallschutz her. Aber auch am Strand konnte man klettern gehen:

Generell war hier das Vertikale Thema. Neben dem Klettern und den schönen steilen Felsen gab es auch Penisschreine:

Ein Schild hat die Sache flüchtig erklärt:

Klar, warum nicht?

Am Nachmittag haben wir uns noch ein Kayak gemietet und haben vom Wasser aus die Küstenlinie und die Höhlen erkundet. Leider konnte man, weil Ebbe war, nicht überall hinfahren.

Auf dem Heimweg haben wir beim Bootsanleger Railay-East gesehen wie sie, wegen Ebbe, Passagiere und Gepäck per Traktor zu den Booten bringen:

Ich wusste gar nicht dass man so tief mit einem Traktor ins Wasser, geschweige denn Salzwasser, fahren kann. Wie lange das Traktor und Anhänger wohl mitmachen?

Das geht:

  • Die Küstenlinie per Kayak erkunden
  • Die tollen Höhlen direkt am Wasser
  • Unser Gasthaus in Aonang mit seinem tollen Gastgeber

Das geht nicht:

  • Von Affen angefallen werden (gestern hat’s Ursel beim Monkey-Trail in Aonang erwischt - aber zum Glück nur Kontakt, kein Kratzer oder Biss)
  • Eine Stunde auf sein Essen warten müssen - vor allem wenn man sowieso schon richtig hungrig ist
  • Rucksack in’s Kayak mitnehmen - war leider völlig nass hinterher
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Thai-Essen

von Achim

Fast alle, denen ich erzählt hatte dass wir auch nach Thailand gehen, haben gleich vom Essen dort geschwärmt. Bisher sind wir aber nur in sehr touristischen Gegenden von Thailand gewesen. Da wird das Essen oft auf den Geschmack der Gäste zugeschnitten. Sogar die ganzen Ami-Ketten wie McDonald’s, Burger King und KFC finden erstaunlicherweise Kunden.

Unser Gastgeber in Aonang hat eine Liste mit authentischen Thai-Restaurants erstellt. Da wir hier kein Frühstück mit drin haben, wollten wir mal ein richtiges Thai-Frühstück ausprobieren.

Also ging’s zu einer kleinen Straßenküche um die Ecke. Ursel hatte ein “Nasi Meyak” und einen Kaffee:

Reis mit Hühnchen, Gurken und rohen Bohnen. Dazu noch eine kleine Suppe.

Ich hatte “Nasi Lemak” und einen Thai-Tee:

Reis mit Hühnchen, Gurke, Ei, Erdnüssen, einer roten Soße und kleinen getrockneten Fischen. Und auch bei mir eine kleine Suppe.

Das witzige ist dass diese Gerichte glaub' eher aus Malaysia sind. Also vielleicht nicht ganz 100% Thai, aber wie überall mischt sich das hier ja auch alles fröhlich. Und dass es ein authentisches Lokal war haben wir an der Klientel (hauptsächl. Thais) und dem Preis (zwei Gerichte + Getränke weniger als sonst ein einziges Gericht) gesehen.

Das Essen in Thailand ist generell echt lecker. Meine bisherigen Lieblingsessen sind Panang Curry, Massaman Curry und das rote und grüne Curry. Alle super lecker aber teilweise auch tierisch scharf! Fast alle davon bekommt man auch in exzellenter Qualität in Berlin bei uns um die Ecke. Dem, wohl bei Touris sehr beliebten, Pad-Thai kann ich nur wenig abgewinnen.

Hier am Meer gibt es natürlich viel Fisch. Auf Koh Phi Phi hatten wir einen leckeren in der kleinen Markthalle:

Ähnlich wie in Malaysia gibt es hier aber auch den ein oder anderen kulinarischen Import aus Europa, wie z.B. Tiramisu:

Und, wie die Malaien, können das die Thais auch echt sehr gut! Lecker Nutella-Crêpe:

Wir wissen nicht ob man diese ganzen Euro-Sachen hier nur wegen der Touris bekommt aber das werden wir bei unseren nächsten Stationen vermutlich herausfinden.

Wo wir schon bei Desserts sind: sehr beliebt ist hier der Mango-Sticky-Rice (zumindest bei Touris wie uns):

Man kippt die weisse Soße über den Klebereis und verspeist das dann genüsslich mit der Mango. Ein Gaumenschmaus!

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