Kuta und Apnoetauchen

von Achim

Da es mich schon seit langem interessiert hat und sich hier die Möglichkeit ergeben hat, habe ich in Kuta einen dreitägigen Anfänger-Kurs im Apnoetauchen gebucht. Hauptfokus war das Erlernen der Grundlagen in Theorie und Praxis. Wir haben heute bereits Praxisübungen in “Free Immersion” im Meer gemacht. Dabei taucht man an einer Leine bis zu einem bestimmten Punkt nach unten und anschließend wieder hoch:

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Sicherheit, Entspannung und Druckausgleich. Ich war etwas besorgt dass es vielleicht ein bisschen langweilig wird an einer Leine runter und wieder hoch zu tauchen. Völlig zu unrecht: es hat sehr viel Spass gemacht langsam immer weiter runter zu kommen und dabei seine Technik zu verbessern. Abschließend haben wir noch Übungen im Schwimmbecken gemacht. Leider war das Meerwasser heute sehr trübe. Vielleicht wird’s ja morgen besser.

Während ich unter Wasser war hat Ursel Kuta von oben erkundet. Der Stand ist hier nicht weit und da dürfen natürlich auch die Boote nicht fehlen:

Sie ist am Strand Richtung Osten gelaufen:

Im Osten angekommen ist sie auf einen Hügel mit schöner Aussicht hochgeklettert:

So wie’s aussieht hat sie wunderschöne Buchten gesehen:

Und geheime Strände hat sich auch noch entdeckt:

Na da hatten wir beide doch wirklich einen tollen Tag den wir mit einer gemeinsamen Pizza haben ausklingen lassen.

Das geht:

  • Ich war sehr überrascht dass ich es bereits am ersten Tag auf eine Tiefe von 11,5m geschafft habe - Verrückt!
  • Im Schwimmbecken ist es mir gelungen 2:08min lang die Luft unter Wasser anzuhalten, nachdem ich heute morgen keine ganze Minute geschafft hatte - sehr cool, da klopfe ich mir doch mal selbst auf die Schulter
  • Nette und interessante Leute beim Apnoetauchen kennen lernen

Das geht nicht:

  • Wenn man gesagt bekommt dass man für einen Teller Reis mit Gemüse 270k IDR zahlen soll (normal wären eher so 20-40k IDR) - es war allerdings ein Missverständnis und ich habe am Ende nur 27k IDR bezahlt
  • Im Restaurant draussen sitzen wenn ein heftiger Platzregen hereinbricht - wir saßen aber zum Glück drinnen, haha
  • Der Müll der hier überall herumliegt - echt schade dass die Leute nicht besser auf ihr Land aufpassen (anscheinend gibt es aber auch keine Müllabfuhr wie bei uns)
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Tetebatu Village Tour

von Achim

Heute stand eine Dorftour mit Johann, dem Angestellten unserer Unterkunft, auf dem Program. Johann ist ein sympatischer junger Kerl mit guter Laune, viel Offenheit und erstaunlichem Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt Tetebatus. Unsere erste Station war der Affenwald, scheinbar eine ehemalige Mahagoniplantage:

Als erstes haben wir gleich mal eine Kröte im Gras entdeckt:

Johann hat uns zielsicher zu einer großen Gruppe schwarzer Haubenlanguren geführt:

Das waren die gleiche Art von Affen die wir auch schon in Senaru beim Wasserfall gesehen haben.

Als nächstes standen die Wasserfälle auf dem Programm. Unterwegs sind wir jedoch noch an einer Gruppe Leute vorbeigekommen die Reis gedroschen haben. Wir durften auch ein bisschen “mithelfen”. Man nimmt sich ein Bündel Reis und haut es mit voller Kraft auf den Dreschstand sodass die Reiskörner herausfallen:

Die werden dann auf den Folien getrocknet und anschließend eingelagert.

An den Wasserfällen war jede Menge los. Da Sonntag ist haben die Leute frei. Die Kinder hatten ihren Spass an den Felsen hochzuklettern und von oben in’s Wasser zu springen:

Der zweite Wasserfall war in einer Art Erdspalte. Um dorthin zu kommen mussten wir über abenteuerliche Stege laufen, die jedoch erstaunlich gut gehalten haben. Dann ging’s noch ein Stück durch den Fluss und schon waren wir beim Wasserfall:

Unser Führer Johann hat das kalte Wasser, und seine Raucherpausen, auch sehr genossen:

Der letzte Halt der Dorftour war eine Bambuswerkstatt bei der uns die Leute gezeigt haben wie sie ihr Handwerk ausführen:

Sehr faszinierend! Und natürlich durfte man sich dann hinterher noch in ihrem Laden umschauen.

Anschließend ging es nach Kuta (für die 40km haben wir über 2h gebraucht) wo wir sehr müde in’s Bett gesunken sind.

Das geht:

  • Der herrliche Geruch im Gewürzladen - als wäre man in eine Tasse Yogi-Tee gefallen

Das geht nicht:

  • Eine Hochzeit vor sich auf der Straße haben - war zwar interessant, bremst den Verkehr aber ungemein aus (die Indonesier nehmen das aber sehr gelassen)
  • Lombok wird auch “Insel der 1000 Moscheen” genannt - die Hälfte davon scheint in Tetebatu zu stehen, was richtig viel Spass macht wenn die alle gleichzeitig um 4:30 morgens loslegen
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Der Reis der anderen

von Achim

Heute morgen haben wir zum ersten mal Mt. Rinjani fast ganz ohne Wolken gesehen. Da sind wir, noch vor dem Frühstück, schnell zum Panorama-Restaurant marschiert und haben ein Foto gemacht:

Unser Fahrer war überpünktlich an der Unterkunft und so konnten wir rechtzeitig losfahren. Wir konnten unterwegs ein paar Fotostopps machen. Hier gab es ein schönes Bergpanorama (5.000 IDR pro Person):

Auf der Höhe ist es kühl genug für Erdbeeren (auf den Folien, die man im Bild sieht).

Noch weiter oben hatten wir einen schönen Blick in’s Tal:

Leider war der Himmel dort schon wieder ziemlich wolkenverhangen.

Nach drei Stunden Fahrt für ca. 80km, sind wir in Tetebatu angekommen. Nach einer Stärkung sind wir losgezogen um die Gegend zu erkunden. Ursels Tatendrang war ungebremst und so haben wir uns über steile und rutschige Abhänge durch die Reisfelder zu einem schönen Wasserfall vorgearbeitet:

Es gab dann noch einen zweiten Wasserfall den wir besichtigen wollten. Als wir dann da waren ist uns aufgefallen dass wir den vermutlich morgen bei unserer Tour anschauen werden. Also haben wir ihn einfach übersprungen.

Nun galt es wieder nach Hause zu kommen. Die Geographie von Tetebatu ist etwas speziell sodass wir einen großen Umweg machen mussten, weil wir durch eine Schlucht von unserer Zielstraße getrennt waren.

Erst sind wir aber noch ziemlich planlos durch die Reisfelder anderer Leute geirrt:

Als wir dann endlich den Abstecher Richtung Straße gefunden hatten musste nur noch die Höhendifferenz überwunden werden:

Auch die letzte Hürde, aus den Feldern wieder herauszukommen ohne irgendjemandem durch den Garten zu laufen, haben wir geschafft. Wir waren sehr froh als wir endlich wieder auf der Straße waren.

Von hier aus waren es noch ca. 4km bis zu unserer Unterkunft, also nicht mehr so weit. Leider sah die Brücke, über die wir eigentlich die Schlucht überqueren wollten, so aus:

Tja, da war nicht mehr viel davon übrig. Wir haben es dann einfach wie die Einheimischen gemacht und die Schlucht über die Reisfelder durchquert. Ja, Reis haben wir heute reichlich gesehen.

Das geht:

  • Das wundersame Dienstleistungsnetzwerk hier: unser Fahrer war nicht der gleiche der gestern gesagt hat dass er uns fahren würden - stattdessen kam halt irgendein Freund oder Cousin oder sowas - hat aber alles gut geklappt
  • Wir haben schon ganz viele Freunde hier gemacht - die Kinder winken einem freundlich zu und die Erwachsenen wollen einem was verkaufen (die wirtschaftliche Lage hier ist gerade wohl leider nicht sonderlich gut, haben wir jetzt schon von mehreren Leuten gehört)
  • Irgendwie kommt man immer an

Das geht nicht:

  • Quasi durch die Hintertür zum Wasserfall gelangen und dann beim “Ausgang” zur Kasse gebeten werden
  • Wenn man durch die Reisfelder irrt und dann über einen umgestürtzten Baum laufen muss, über den eine Straße von aggressiven roten Ameisen geht - das fanden die nicht gut und sie haben es uns spüren lassen
  • Tag der kaputten Brücken - erst bei unserer Fahrt von Senaru nach Tetebatu und dann bei unserem kleinen wirren Ausflug
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Senaru Wasserfälle

von Achim

Neben dem Vulkan Rinjani sind auch die Wasserfälle in Senaru ein Besuchermagnet. Gegen einen kleinen Obulus von 20.000 IDR p.P. (1 EUR) kann man zu den Fällen wandern. Über ein paar Stufen sind wir zu Sendang Gila, dem ersten Wasserfall, gekommen:

Am Fuß des Wasserfalls waren ein paar Händler und wir wurden durch die sanfte Gischt schön erfrischt.

Der Weg zum zweiten Wasserfall, Tiu Kelep, hat uns an dessen Flusslauf entlanggeführt:

Es ging durch wunderschönen Regenwald und nach nicht allzu langer Zeit waren wir dann beim zweiten, und deutlich größeren, Tiu Kelep angelangt:

Direkt am Fuß des Wasserfalls hat ein anderer Wind geweht und man musste sich fast schon dagegen stemmen um überhaupt in’s Wasserbecken zu kommen. Das Wasser war überraschend kalt. Wenn man darüber nachdenkt ist das aber eigentlich auch nicht verwunderlich, da es ja vermutlich aus über 3000m Höhe kommt. Die Abkühlung hat auf jeden Fall sehr gut getan.

Auf dem Rückweg haben wir uns dann mehr Zeit gelassen den Wald und seine Bewohner zu genießen. Es waren wieder viele Makaken, die Chaos-Armee des Waldes, unterwegs:

Wir haben aber noch zwei andere Affenarten gesehen. Eine sehr kleine und dann noch diese schwarzen (vermutl. schwarze Haubenlanguren):

Ich muss sagen dass die schwarzen deutlich angenehmer waren als die Makaken, die doch recht leicht aufdringlich, bis hin zu aggressiv, werden können.

Zurück beim ersten Wasserfall haben wir uns noch gegrillte Maiskolben gegönnt:

Am Ausgang des Wasserfalls hat sich dann noch ein Einheimischer als Fahrer für morgen angeboten. Wir haben das Angebot angenommen und sind gespannt ob er morgen früh dann wirklich zur vereinbarten Zeit bei unserer Unterkunft auftaucht.

Das geht:

  • Schlafen ohne Klimaanlage - sehr angenehm dass es hier ein bisschen kühler ist
  • Die kühle und nasse Frische bei den Wasserfällen
  • Gegrillte Maiskolben - das hatte ich schon lange nicht mehr

Das geht nicht:

  • Da freut man sich auf seine Maiskolben und dann sind die total verbrannt - ein bisschen mehr Grillzeit und dafür weniger Karzinogene wäre geil gewesen
  • Ameisenstraßen im Zimmer - es ist hier tatsächlich eine bunte Mischung von ganz klein, über normalgroß, bis hin zu “könnte fast schon ein Snack sein”
  • Ursel hat leider immer noch juckende Stellen vom Schnorcheln - anscheined können Larven von Nesseltieren solche Reaktionen hervorrufen, die Symptome sollten aber nach ein paar Tagen wieder abklingen
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