Inselparadies oder Tourihölle?

von Achim

Wir versuchen ja nichts anbrennen zu lassen. So haben wir gestern gleich für heute eine Schnorcheltour gebucht (zumindest war sie als solche ausgeschrieben). Also früh raus:

Erster Stopp war die Maya Bucht der benachbarten Insel Koh Phi Phi Leh. Schon bei der Anfahrt sieht sie wirklich grandios aus:

Wir hatten extra eine frühe Tour gebucht, da die Maya-Bucht wohl sehr überlaufen ist. Obwohl wir bereits um 8:00 am Anleger waren (da öffnet der Nationalpark), war schon reger Betrieb:

Das Boot legt hier nicht an und wartet bis man wieder zurück kommt, sondern es legt nur kurz zum Aus- und Einsteigen an. Sonst wäre hier gar nicht genug Platz für die vielen Boote.

In der Maya Bucht selbst, zu der man über einen kurzen Fußweg kommt, waren schon erstaunlich viele Leute:

Man darf hier nicht weit in’s Wasser, sonst wird man gleich von einem Park-Ranger mit Megaphon zurückgepfiffen (“Hey white shirt, get out of the water!"). Da muss die Insta-Gemeinde sich damit begnügen sich lediglich die Zehen nass zu machen.

Weiter ging’s dann zur Phi Leh Lagoon, deren Eingang vom Meer her schon total abgefahren aussieht:

Hier gab’s einen kurzen Schwimm-Stopp in dem tollen türkisen Wasser:

Bei Shark Point durften wir nochmal schnorcheln, haben aber leider keine Haie gesehen. Und der letzte Stopp, die Affeninsel, war ein bisschen eine traurige Angelegenheit. Ausser jede Menge Müll und ein paar Affen gab es hier nicht viel zu sehen.

Nach der Bootstour sind wir dann noch zu einem abgelegenen Strand auf Koh Phi Phi gewandert - wie gesagt: nichts anbrennen lassen. Auf dem Rückweg sind wir dann an dieser schönen Statue vorbeigekommen:

Am Ende sind wir dann doch noch ganz schön viel gelaufen heute.

Also: Inselparadies oder Tourihölle? Hm, irgendwie beides.

Das geht:

  • Die tollen Felsen und traumhaften Buchten
  • Schnorcheli, Schnorchela
  • Mango Sticky Rice

Das geht nicht:

  • Die Massen an Leuten, die hier abgefertigt werden - ein echt krasser Durchsatz…
  • Leute die auf Korallen rumtrampeln und es dann noch nichtmal einsehen das bleiben zu lassen, wenn sie darauf hingewiesen werden - geht’s noch?!
  • Wir wollen uns wirklich nicht beschweren hier zu sein, aber es ist schon ein bisschen schade es zu verpassen dass in Deutschland endlich mal wieder richtig Winter ist (wir haben gehört man kann sogar auf der zugefrorenen Spree herumlaufen!)
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Koh Phi Phi

von Achim

Gestern ging’s von Koh Lipe nach Koh Phi Phi. Schon bei der Anfahrt waren wir völlig entzückt von den grünen Steilklippen im Wasser:

Wir kamen relativ spät an, wollten uns dann aber noch kurz das Städtchen anschauen. Im Hafen stehen die Schiffe dicht an dicht. Hier wurde gerade etwas verladen (auf den hinteren Booten mit den Lastenkränen):

Die kleinen Straßen sind sehr belebt, hier ist einiges los:

Teilweise gab es interessante Dekorationen, wie hier diese “Lichter-Quallen”:

Es gibt aber auch nicht so schöne Anblicke, wie diese Singvögel, die in kleinen Käfigen zum Verkauf gehalten werden:

Wenn man die Promenade entlang läuft bekommt man immer wieder tolle Panorama-Aussichten auf die Ton Sai Bucht:

Wirklich atemberaubend!

Das geht:

  • Was für eine grandiose Landschaft!
  • So ‘ne leckere Reisschüssel (“Bowl”)
  • Wie gelassen die Leute hier mit einem Stromausfall umgehen (klar, ist hier halt auch nicht so kalt wie gerade in Berlin)

Das geht nicht:

  • Wieviel schwarzen Ruß hier manche Boote ausstoßen (hust, hust)
  • Leute die es wirklich gut meinen, dabei aber nicht merken dass sie gerade nicht wirklich hilfreich sind sondern eher alles verkomplizieren
  • Entwicklung einer latenten Geldautomatenphobie (“und was, wenn wieder nichts rauskommt?")
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Unterwasserparadies Koh Lipe

von Achim

Gestern mussten wir uns schon von Malaysia verabschieden. Von Langkawi ging es mit der Fähre nach Koh Lipe in Thailand. Hier sieht’s aus wie im Werbeprospekt:

Da wir nur zwei Nächte hier sind, hatten wir uns für heute gleich eine Schnorcheltour gebucht. Das Gebiet um die Insel ist ein Nationalpark. Erste Station war die “Seven Color Coral”:

Das Schnorchelerlebnis war etwas gewöhnungsbedürftig, da die Strömung bei der Koralle so stark war, dass sie Seile im Wasser aufgespannt hatten, an denen man sich entlanghangeln musste um nicht abzutreiben. Aber die Koralle war wirklich sehr schön!

Beim nächsten Stopp konnten wir einfach raus aus dem Boot und ganz normal schnorcheln. Die Sicht war gut und es gab viele Fische in knallbunten Farben:

Aber nicht nur Fische:

Dieser 80er Diskofisch war besonders an Ursel interessiert und ist ganz nah an sie heran geschwommen:

Der letzte Schnorchelhalt war nochmal in einer anderen Bucht und hier haben wir u.a. die winzigen Clownfische entdeckt:

Findet ihr Nemo auch?

Pünktlich zum Sonnenuntergang ging’s dann wieder zurück nach Koh Lipe:

Wirklich toll, die Unterwasserwelt hier.

Das geht:

  • Die Unterwasserwelt hier - hoffentlich bleibt sie noch lange gesund und gut erhalten!
  • Müsli mit Joghurt und Früchten zum Frühstück
  • Dass die Leute vom Schnorcheltrip-Stand uns mit unserem Bargeldproblem ausgeholfen haben

Das geht nicht:

  • Schon wieder: Geldautomat spuckt kein Geld aus, zieht den Betrag aber von der Kreditkarte ab
  • Während dem Laufen auf’s Telefon schauen und dabei wegen einer Unebenheit umknicken - zum Glück nicht ganz so schlimm und Laufen geht noch
  • Erstmal ohne Bargeld dasitzen
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Wandern auf Langkawi

von Achim

Eine Attraktion auf Langkawi ist die Seilbahn, mit der man den Berg Machincang hochfahren kann. Man hat dabei wohl tolle Aussichten auf die Insel und das Meer. Nachdem wir die letzten Tage aber so viel in Fahrzeugen und Hotelzimmern rumgehangen sind, wollten wir uns heute wieder etwas mehr bewegen und haben beschlossen auf den Gipfel zu Fuss zu laufen.

Per Grab (das asiatische Uber) ging es zuerst zum Fuß der Seilbahn. Von dort geht der Wanderweg los. Erster Zwischenstopp dieser schöne Wasserfall:

Der Weg geht dann weiter Richtung Seven Wells und Blaue Lagune, die wir uns aber für nach dem Aufstieg aufgehoben haben. Dann kommt die Abzweigung für den Peak 701 (vermutlich ist der Gipfel 701m hoch) und da beginnt der Spass so richtig. Der Weg ist recht steil und hat schon bald immer mehr kleine Kletterpartien:

Technisch ist das alles gut machbar, auch wegen des Seils, das einem den ganzen Weg begleitet. Allerdings überwindet man fast 700 Höhenmeter auf knapp 4km Strecke. Es ist also nicht weit aber ordentlich steil. Und das bei tropischem Wetter - heftig. Gegen Ende wird man allerdings auch mit fürstlichen Aussichten belohnt:

Bereits hier ist man höher als die Bergstation der Seilbahn, die man ganz in der Ferne Richtung Meer sieht.

Vom Gipfel des Gunung Machinchang bietet sich dann folgendes Panorama:

Allerdings brennt die Sonne da auch ziemlich runter. Wir waren vom Aufstieg so überhitzt dass wir es leider nur sehr kurz auf dem Gipfel ausgehalten haben.

Nach dem Abstieg sind wir dann zur blauen Lagune abgezweigt und haben uns erstmal eine wohlverdiente Abkühlung in dem kühlen Wasser gegönnt:

Auch bei den Seven Wells sind wir nochmal reingegangen und haben die natürlichen Steinrutschen ausprobiert. Mittlerweile waren auch ein paar Affen dort unterwegs:

Diese Art haben wir bisher noch nicht gesehen.

Nach dieser Aktion werden wir heute Nacht sicher gut schlafen.

Das geht:

  • Schöner Wanderweg
  • Joghurt mit Obst - ist hier nicht üblich, kann man sich aber selbst zusammenstellen
  • Auf der Insel gibt es einen Duty Free Laden (Perniagaan Haji Ismail), in dem man deutsche Schokolade günstiger als bei uns einkaufen kann

Das geht nicht:

  • Stundenlang rumsitzen und auf die Fähre warten (ja, ok, wir waren halt auch 3h zu früh da…)
  • Nach Ankunft am Fähranleger fast eine Stunde auf die vereinbarte Abholung vom Hotel warten
  • Aus Verzweiflung und mangels Alternativen auf Notfallessen zurückgreifen müssen (vor der Abfahrt Mac & Cheese aus der Mikrowelle, bei Ankunft KFC)
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