Istanbul zu Fuß

von Achim

Uns war nicht klar wie groß Istanbul eigentlich ist bis wir es, bei der Recherche zu unserem Jakarta-Artikel, in einer Liste der größten Städte der Welt gefunden haben. Mit fast 16 Millionen Einwohnern ist die Stadt echt riesig und beheimatet damit fast 18% der Gesamtbevölkerung der Türkei (zum Vergleich: bei Berlin sind es gute 4% der Deutschen)! Wenn man die Stadt zu Fuß erkunden will kann man sich also darauf einstellen einiges an Strecke zurückzulegen. Genau das haben wir heute gemacht.

Zuerst kamen wir an der Bayezid II Moschee und der Istanbuler Uni vorbei:

Nicht weit davon entfernt steht die Süleymaniye-Moschee:

Von ihrem Hof aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt mit goldenem Horn und Bosporus.

Am Minarett sind Papageien ein- und ausgeflogen:

Ein paar Leute hatten im Garten der Moschee eine Schildkröte gefunden, die sich offenbar verirrt hatte:

Bis zum Stadtteil Fener war es noch ein ganzes Stück, aber es hat sich gelohnt:

Die bunten Häuser sehen einfach toll aus.

Ein beliebtes Fotomotiv ganz in der Nähe ist eine bunte Treppe, wo wir den Simit-Mann getroffen haben:

Sehr beeindruckend wie er die beliebten Sesamkringel auf dem Kopf balanciert!

Der Stadtteil Fener hat gemütliche Gassen und Restaurants:

Nicht weit davon entfernt steht die Georgskathedrale des “Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel”. Dass es sowas gibt war mir völlig unbekannt. Es handelt sich wohl um eine christlich-orthodoxe Kirche. Der Innenraum der Kathedrale ist leider ziemlich dunkel, sieht aber sehr beeindruckend aus:

Schöne Sache. Nachdem wir die ganze Strecke wieder zurückgelaufen sind waren wir am Ende ziemlich fertig. Gute Nacht!

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Istanbul: Fast wieder Zuhause

von Achim

Heute Morgen sind wir, nach fast 12h Flug, kurz vor 5:00 in Istanbul gelandet. Praktischerweise gab’s vom Flughafen einen Direktbus nach Sultanahmed, wo sich unsere Unterkunft befindet. Der Stadtteil ist sehr hübsch und wir haben uns schon gleich fast wie Zuhause gefühlt:

Nachdem wir unser Gepäck in der Unterkunft gelassen haben, sind wir erstmal was frühstücken gegangen:

Ach wie schön - wie bei uns in Neukölln.

Und ich konnte sogar Salep probieren:

Sehr lecker!

Anschließend sind wir in die Stadt gegangen. Wir wohnen nicht weit von der blauen Moschee entfernt:

Ein beeindruckendes Gebäude mit toller Architektur!

Wir durften auch reingehen und uns die Moschee von innen anschauen:

Drinnen gibt es Leute die einem den Islam erklären und man kann kostenloses Infomaterial mitnehmen. Auch liegen verschiedene Koran-Übersetzungen aus, die man kostenlos mitnehmen darf. Sehr praktisch.

Gleich nebenan steht die Hagia Sophia, welche manche vielleicht aus dem Computerspiel “Civilization” kennen:

Wie man sieht war sie leider verschleiert.

In Istanbul ist es nirgends weit zum Wasser. In der Nähe der Hagia Sophia fließen das Goldene Horn und der Bosporus zusammen in’s Marmarameer. Plötzlich haben wir im Wasser Delfine entdeckt:

Es waren mehrere Gruppen - sehr aktiv und über eine große Fläche verteilt. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet!

Das geht:

  • Wieder in Europa sein
  • Wir konnten schon direkt bei Ankunft in unser Zimmer obwohl der Checkin erst drei Stunden später war - eine Dusche nach einem so langen Flug tut einfach sehr gut!
  • Schön wieder Brot, Käse und Oliven essen zu können

Das geht nicht:

  • Salep ist ein leckeres Getränk, allerdings bedroht dessen Herstellung gewisse Orchideenarten, weshalb es in Deutschland scheinbar verboten ist - man sollte es daher, wenn überhaupt, sehr sparsam und mit Bedacht genießen (oder auf unproblematische Ersatzprodukte umsteigen)
  • Die Müdigkeit durch Schlafmangel und Jetlag
  • Hui, ganz schön kalt hier!
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Erholung in Labuan Bajo

von Achim

Nach unserer tollen Überfahrt von Lombok nach Flores müssen wir uns jetzt erstmal ein bisschen ausruhen. Deshalb haben wir heute einfach mal nichts gemacht (also fast, haha).

Unsere Unterkunft ist ziemlich weit ausserhalb von Labuan Bajo. Man hat hier echt seine Ruhe (auch vor den Muezzins). Allerdings gibt es auch so gut wie keine Essensmöglichkeiten. Einzige Ausnahme: die New Eden Moringa Gallery. Das ist ein ziemlich cooles Bambushaus von einer Firma die mit Moringa-Produkten ihr Geld verdient und das Haus als Ausstellungsraum, mit angeschlossenem Café, nutzt:

Beim Bau wurde wohl darauf geachtet dass nur Bambus verwendet wird und es so wenige rechte Winkel wie möglich im Haus gibt. Das, und die schöne Einrichtung, machen das Haus wirklich saugemütlich:

Die Auswahl an Gerichten ist nicht allzu groß, aber dafür recht ausgefallen (Indonesian-Fusion). Mein Gericht, Flowers of the East, kam mit blauem Reis:

Ursel hatte einen Wassermelonen-Quinoa-Salat:

Es war sehr lecker!

Sehr schönes Café in dem man wunderbar verweilen kann. Die Protein-Riegel sind auch der Hammer.

Zurück in unserem Hotel konnten wir den Sonnenuntergang von unserem Zimmer aus genießen:

Echt premium, die Lage! Noch mehr freut uns allerdings dass wir endlich den Diesel-Gestank und die Abgase vom Schiff los sind.

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Senaru

von Achim

Heute hieß es schon Abschied nehmen von Gili Air. Mit Boot und Auto ging es nach Senaru, einem kleinen Bergdorf auf der Nachbarinsel Lombok. Lombok ist geprägt vom Rinjani, einem über 3700m hohen, aktiven Vulkan.

Da Senaru etwas höher liegt ist das Klima deutlich angenehmer als auf Meereshöhe. Wir haben uns nach unserer Ankunft auf den Weg zu einem “traditionellen Dorf” gemacht. Man kann dort an einer Führung teilnehmen und unsere Führerin hat uns alles mögliche über das Leben im Dorf erklärt.

Hier ist z.B. ein Reisspeicher in den der getrocknete, jedoch noch nicht geschälte, Reis eingelagert wird:

Jede Familie hat einen eigenen Reisspeicher.

Die Leute im Dorf bauen verschiedene Sachen an, unter anderem Kaffee, Kakao und Vanille:

Die Wohnhäuser werden hauptsächlich zum Schlafen und kochen verwendet. Gekocht wird in den meisten Häusern wohl auf einer offenen Feuerstelle:

Bemerkenswert war auch dass die Schlafplätze, für unsere Verhältnisse, recht hart sein müssen. Es ist nur eine dünne Matte auf einem Holzbrett, bzw. dem Boden wenn man Gäste hat. Ein Schlafplatz wird oft von mehreren Leuten geteilt. Hier herrscht deutlich mehr Nähe als bei uns.

Nach der interessanten Führung durch das traditionelle Dorf sind wir ein wenig bergauf gelaufen. Es ging durch Kaffee- und Kakao-Plantagen:

Wir sind an einen Aussichtspunkt mit tollem Blick auf den Tiu Kelep Wasserfall gekommen:

Um vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück zu sein, haben wir dann umgedreht.

Zum Abendessen hatten wir dann Urap-Urap und Gado-Gado:

War sehr lecker.

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Coron

von Achim

Vor zwei Tagen sind wir von El Nido mit der Fähre nach Coron gefahren:

Man kann das auch, anstatt die Fähre zu nehmen, als Inselhopping-Tour in drei Tagen machen. Freunde von uns hatten das kürzlich gemacht und es uns wärmstens empfohlen. Allerdings hatten wir unsere Unterkünfte schon vorgebucht und mussten daher mit der Aussicht von der Fähre vorlieb nehmen:

Ist doch auch schon ganz schön was.

In Coron angekommen haben wir uns dann erstmal ein bisschen von der Überfahrt erholt. Am nächsten Tag war für mich nochmal Erholungszeit angesagt und ich hab’s langsam angehen lassen. Am Abend sind wir zur Aussichtsplattform auf dem Tapyas gewandert. Aber nicht ohne dass sich Ursel vorher noch ein “Halo Halo” genehmigt hat:

Das ist ein relativ seltsames Getränk aus, je nach Zubereitung, Eisscheiben (“shaved ice”), Kondensmilch, Bohnenpampe, Gemüsestückchen, Wackelpudding und andere Merkwürdigkeiten. Ursel musste härter daran arbeiten das Getränk fertig zu trinken als am Aufstieg auf den Berg.

Als es aber dann geschafft war (das Getränk und der Aufstig), wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt:

In Richtung Inselmitte erhebt sich ein Berg:

Wir haben etwas abseites der Aussichtsplattform ein paar Affen in den Bäumen entdeckt:

Sie waren noch natürlich scheu und noch nicht durch (fütternde) Touristen “versaut” und aggressiv. Angenehm.

Täglich pilgert die Instagram Gemeinde zum Sonnenuntergang auf den Tapyas. Auf der Plattform reihen sich dann die Leute aneinander um zu sehen wie die rot-glühende Himmelsscheibe hinter den Bergen versinkt:

Ein tolles Naturschauspiel!

Das geht:

  • Die 15 EUR die wir mehr für die Fähre bezahlt haben - dafür hat das Schiff einen echt guten Eindruck gemacht und wir hatten überdachte Freiluftplätze!
  • Panoramaüberfahrt
  • Nur ein bisschen abseites der Hauptroute gehen und schon hat man seine Ruhe

Das geht nicht:

  • Dauerbellende Hunde mit eisernem Durchhaltevermögen auf der Fähre (zum Glück nur die letzte halbe Stunde)
  • Halo Halo - diese wilde Mischung sollen lieber andere Leute genießen
  • Überfüllte Touri-Restaurants mit der Kombi schlecht und teuer