Honda Bay

von Achim

Die Honda Bay Insel-Hopping Tour ist eine beliebte Aktivität in Puerto Princesa, auf der Insel Palawan. Und sie stand heute bei uns auf dem Programm. Der Tourenführer hat uns dabei versichert dass der Name nichts mit dem extrem populären Zweirad-Hersteller zu tun hat, sondern hier “Tiefes Wasser” heisst. Wir glauben dem einfach mal.

Bevor es auf’s Boot ging haben wir beim Schnorchelverleih gehalten. Das Waschbecken in der Toilette dort hat uns zum lachen gebracht:

Finde den Fehler…

Erster Stopp war eine schwimmende Platform im Meer. Die Platform wird wohl alle paar Monate verschoben um die darunterliegenden Korallen zu schonen. Von der Plattform kann man dann einfach losschnorcheln:

Diese Gold-Seescheide haben wir hier zum ersten Mal gesehen:

Nächster Halt war Luli-Island, eine Insel die bei Flut vollständig verschwindet. Dort gab’s schöne Strände:

Man konnte schnorcheln, entspannen oder Backflippen:

Letzter Station war schließlich Cowrie-Island:

Hier gab’s auch wieder wunderschöne Sandstrände. Und ein sehr leckeres Mittagessen:

Und das beste war: es gab sogar mehrere Bäume und somit ordentlich Schattenplätze. Den Inselbesuch haben wir mit einer Massage ausklingen lassen.

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Best of Speisekarte

von Achim

Heute war unser letzter Tag in Vietnam und morgen geht’s dann weiter auf die Philippinen. Das war ein Abschnitt mit Höhen und Tiefen. Wir hatten uns beide sehr auf das Land gefreut und Ursel hat extra ein Jahr lang jeden Tag vietnamesisch gelernt um sich ein bisschen mit den Leuten verständigen zu können. Umso enttäuschender war es dann als wir feststellen mussten wie vermüllt das Land leider ist, besonders im Süden. Und dass die Leute noch nicht mal versucht haben Ursel’s Vietnamesisch zu verstehen war auch ziemlich schräg. Zumal viele auch kein Englisch konnten. Die einzige Ausnahme war, wie bereits geschrieben, Cao Bang. Dort war es sehr schön immerhin mal ein bisschen vom gelernten Gebrauch machen zu können.

Vom Süden Vietnams waren wir Anfangs so enttäuscht dass wir zwischenzeitlich sogar kurz überlegt haben ganz woanders hinzufliegen und den Rest einfach auszulassen. Zum Glück haben wir aber an unserem Plan festgehalten denn ab Hoi An wurde es dann noch richtig schön.

Was uns jedoch schon seit Thailand begleitet ist das, für uns, sehr abgefahrene Essen. In nicht sehr touristischen Gegenden war es teilweise eine echte Herausforderung etwas, für uns akzeptables, zu essen zu finden. Wir möchten hier ein paar Speisekarten-Goldstücke präsentieren.

In Vientiane (Laos) standen gegrilltes Schweineeuter, gegrillte Rindersehnen und gegrillte Schweineinnereien auf der Speisekarte:

Es war immer wieder witzig zu sehen dass in vegetarischen Gerichten plötzlich Fleischzutaten aufgetaucht sind. Wie hier die frittierten Hähnchenschenkel im Veggie Banh Mi im Old Quarter in Hanoi :

Eine regionale Spezialität in Cao Bang ist wohl Ap Chao Ba Hac: frittierte Reismehlbällchen mit Fleischfüllung. Hört sich tatsächlich deutlich besser an als es geschmeckt hat. Alternativ stand auch noch auf der Speisekarte “Entenmagen, Eingeweide, Leber und Blut” - da wird nichts weggeworfen:

Heute im Flughafenhotel gab es eine Karte für Touris und eine für Vietnamesen. Da auf der Speisekarte für die Vietnamesen viel mehr drauf war haben wir natürlich zuerst du der gegriffen. Unter anderem gab es:

  • Frosch Hotpot
  • Falsche Schweinehufe
  • Frittierter Schweineknorpel
  • Schweinsohrsalat
  • Frittierte Schweineinnereien mit Melone
  • Ente gekocht in Zibetkatzen-Imitat
  • Geschmorte Ente mit Krokodil
  • Frittierte Hühnermägen mit Bohnensprossen
  • Und das unübersetzbare “Grab The Pickle Fat”

Wir geben auf. Dann doch lieber die Karte für die Touris. Es war lecker.

Jetzt verabschieden wir uns von Vietnam und hoffen dass der Rest der Reise kulinarisch ein wenig langweiliger wird.

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Cao Bang

von Achim

Cao Bang ist eine kleine Stadt im Norden Vietnams. Von hier sind es nur noch knapp 60km zur Grenze nach China. Durch Cao Bang fließt der Song Bang Fluss, über den es u.a. diese schöne Hängebrücke gibt:

Auf der Halbinsel, scheinbar dem Zentrum der Stadt, befindet sich ein kleiner Park, in dem an unserem ersten Abend die Leute zusammen Sport machen waren oder einfach spazieren gingen:

Von der Atmosphäre ein bisschen wie das Tempelhofer Feld in Berlin, nur in winzig.

Wir hatten auch die Gelegenheit die örtliche Küche auszuprobieren. Der gehackte Entenhals war nicht ganz so mein Ding (wie Gummi). Aber die, in Clausena Indica Blätter, gehüllten Schweinsschulter-Häppchen waren sehr lecker:

Nach unserem Rollertrip gestern hatten wir heute einen Pausetag und sind ein bisschen auf der Halbinsel herumgelaufen. Vor einem Haus hingen lauter Orchideen:

Auf dem Gehweg ein Stück weiter saßen ein paar Männer und haben ein Spiel gespielt:

Als Ursel sie per Google Translate gefragt hat wie das Spiel heisst. Einer der Vier hat folgende Antwort darauf gegeben:

Zwei Freunde, die einander sehr schätzen, spielen zusammen Schach. Wer besser, klüger und schneller ist, gewinnt. Dann ohrfeigen sie sich gegenseitig und lachen zusammen!

Wir mussten sehr lachen. Sie haben definitiv Humor. Es war ihm dann noch wichtig zu gestikulieren dass sie sich nicht wirklich schlagen. Bei dem Spiel handelt es sich wohl um chinesisches Schach.

Nicht weit von unserer Unterkunft ist ein kleiner Markt. Der war schon fast wieder vorbei als wir kamen, aber die Hühnerabteilung hatte noch offen:

Offenbar kann man sich eins aussuchen und bekommt es dann gleich geschlachtet:

Die Federn wurden zum trocknen auf dem Boden ausgebreitet. Hier wird nichts weggeworfen.

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Cat Ba

von Achim

Cat Ba ist eine Insel südlich von Hanoi. Mit einer Fahrtzeit von ca. 5h (inkl. Fähre) ist sie von Ninh Binh gut erreichbar. Schon von weitem sieht man das Teleportationsportal auf der Insel:

Dort materialisieren sich dann an schönen Tagen vermutlich die Raumfrachter. Wie man sieht kann man aber auch, statt Fähre oder Teleportation, einfach eine Seilbahn auf die Insel nehmen.

Während der Busfahrt hatten wir nur ein kleines Mittagessen (Bao Bun). Der leckere Backduft aus dem Café neben unserem Hotel hat uns daher wie magisch angezogen. Sie hatten allerdings nicht nur Backwaren, sondern auch Panna Cotta:

Na, da fackel ich ja nicht lange herum sondern greife gleich zu!

Nach dieser leckeren Stärkung sind wir losgezogen um schonmal ein bisschen die Insel zu erkunden. Auf dem Hügel hinter unserem Hotel gab’s Klippen mit toller Aussicht:

Bei diesem Anblick zieht es uns ja direkt die Schlappen aus!

Das geht:

  • Relativ kurze Busfahrt und dann sogar mit kurzem Raststopp - mir kommen fast die Freudentränen!
  • Tolle Buchten und Felsen
  • Einfach ein bisschen herumlaufen und entdecken

Das geht nicht:

  • Die Bombenreste der Amis aus dem Vietnamkrieg, die bis heute - über 50 Jahre nach Kriegsende - anscheinend immer noch häufig für Verletzte und Tote sorgen. In allen drei Ländern durch die der Ho Chi Minh Pfad ging (Laos, Kambodscha, Vietnam) sollte man heute immer noch wegen der Bombenreste und Minen keinesfalls von den Wegen abweichen um nicht in die Luft zu fliegen (in Phong Nha durfte man z.B. nur mit Führer wandern). In Deutschland findet man ja auch immer mal wieder einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg aber hier scheint das echt nochmal deutlich drastischer zu sein.
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Tam Coc

von Achim

Gestern sind wir 5h mit dem Bus von Phong Nha nach Tam Coc bei Ninh Binh gefahren. Nachdem wir gestern die Gegend etwas zu Fuß erkundet haben, sind wir heute wieder mal mit Leihfahrrädern losgezogen. Der Berg Hang Mua ist ein beliebte Attraktion in der Gegend und so sind auch wir dorthin gepilgert. Die Fahrt ging über enge Straßen und durch Reisfelder. Am Wegesrand haben diese hübschen Orchideenbäume geblüht:

Leider war es etwas regnerisch, weshalb wir Zeit in einem Restaurant überbrückt haben. Ursel hat ein Foto vom Frauenklo dort gemacht:

Für beste Freundinnen. :D

Am Hang Mua angekommen bezhalt man einen Eintritt von 100.000 VND (3,30 EUR) für das Besteigen des Berges. Dafür bekommt man für den Aufstieg schöne betonierte Stufen - ca. 500 an der Zahl. Wenn man dann oben ist kann man sich wie ein Sieger fühlen:

Und natürlich die Aussicht auf die tolle Landschaft genießen:

Man kann auf zwei Gipfel. Den höheren ziert ein Drache um den man drumherum laufen kann. Wenn man Höhenangst hat ist das ziemlich spannend, weil der Stein extrem löchrig und rutschig ist. Ausserdem muss man ein bisschen klettern. Also laufen alle Touris um den Drachen herum, sind furchtbar nervös und halten sich ängstlich am Drachen fest - uns eingeschlossen. Man stürtzt ja nur ungern ab.

Auf dem anderen Gipfel, etwas weiter unten, steht eine kleine Pagode:

Die Aussichten sind von beiden Gipfeln grandios!

Der Berg ist bei den Einheimischen sehr beliebt um Fotos zu machen. Immer wieder haben wir Frauen in tollen Gewändern gesehen:

In der Gegend hier haben wir relativ viel Ziegen gesehen. Und auch am Hang Mua waren sie fleissig am klettern um an die besten Blätter zu kommen:

Es macht Spass sie beim klettern zu beobachten. Schon verrückt wo die überall hinkommen. Und Höhenangst ist ihnen völlig unbekannt!

Nachdem wir wieder vom Berg herabgestiegen waren, sind wir noch ein ganzes Stück weiter geradelt. Im Prinzip geht’s einfach immer weiter mit dem schönen Kalkgebirge. Irgendwann waren wir dann bei Hoa Lu, der Hauptstadt von Vietnam im späten 10. Jahrhundert:

Wir hatten allerdings nicht so viel Lust auf Tempel und Kultur und sind dann relativ schnell wieder umgedreht.

Auf dem Rückweg haben wir dann nochmal Ziegen gesehen, diesmal allerdings bei Essensständen:

Zum hier essen oder zum mitnehmen?

Das geht:

  • Beim Raststop der Busfahrt sich aus verschiedenen “Hühnchen mit Reis”-Gerichten eines aussuchen, dann ein gefühlt anderes bekommen und bei der Nachfrage, ob das das richtige Gericht ist, die Antwort in Form einer Frage per Google-Translate bekommen: “Ist das ein Teller mit Hühnchen und Reis?” - Ja OK, ich bin ja schon ruhig…
  • Fahrräder mit passender Sattelhöhe
  • Einen Laden finden der allerhand deutscher (Import?) Waren hat - von Ritter-Sport über Schogetten bis hin zum dm-Shampoo

Das geht nicht:

  • Erst nach 4h Busfahrt eine Pinkelpause einlegen - hier braucht man echt eine Blase aus Stahl
  • Das Wetter für einen Ort nachschlagen, sich freuen dass dort sonnig ist und nach dorthin umplanen - bis man dann, zum Glück noch rechtzeitig, feststellt dass es der falsche Ort war und es am richtigen total kalt und regnerisch ist…
  • Eine Kürbissuppe bestellen und dann ungefähr die Menge einer Teetasse bekommen - so klein war mein Hunger dann auch wieder nicht
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