Parque Metropolitano

von Achim

Heute stand der Parque Metropolitano auf dem Programm. Das ist ein relativ großer Park am Rande der Stadt. Am morgen haben wir eine ganze Schar grüner Papageien auf dem verlassenen Casino in unserem Viertel gesehen:

In den Park kommt man relativ gut mit dem Bus vom großen Busbahnhof in Albrook. Der Park kostet für Ausländer 4$ pro Person. Es gibt zwei Wanderwege im Park. Da wir den ganzen Tag Zeit hatten sind wir beide gegangen. Gleich zu Beginn haben wir einen Tukan gesehen:

Diese Vögel mit ihrem großen bunten Schnabel sind immer wieder faszinierend.

Der zweite Weg führt zu einem Aussichtspunkt auf dem zweithöchsten Hügel der Stadt. Von dort hat man einen guten Ausblick über die Stadt:

Eigentlich sollte man von dort auch die Brücke der Amerikas sehen, die Sicht war aber von der Botanik verstellt.

Der Wald im Park ist echt schön. Immer wieder sieht man große alte Bäume:

Auch Tiere gibt es hier. Neben Vögeln haben wir Coatis gesehen, Tití-Affen (die heissen wirklich so…), Brüllaffen und ein Agouti:

Leider waren die Tití-Affen zu klein und zu weit weg um ein Foto von ihnen zu machen. Aber wir behalten sie für immer in unseren HerzenTM.

Als wir bereits auf dem Rückweg waren, kamen wir an diesem Baum mit seinen schönen Blüten vorbei:

Das war dann so ziemlich das letzte Foto bevor es angefangen hat zu regnen, nein zu schütten - aus Kübeln! Nach ca. 5min waren wir so nass als wären wir in einen See gesprungen. Und es wollte auch erst nach einer Stunde wieder aufhören. Zum Glück hatten wir unsere Seesäcke dabei sodass unsere Elektronik trocken blieb.

Wieder am Haupteingang angekommen hat Ursel noch ein Foto von dem Faultier in der Palme gemacht. Nur damit man mal sehen kann was man normalerweise von einem Faultier sieht:

Ein Wollknäuel auf einem Ast. Da wurde uns wieder bewusst wie viel Glück wir mit den Faultieren in Cahuita hatten. Dass wir gleich zweimal aus nächster Nähe erlebt haben wie ein Faultier vom Baum runter gestiegen ist.

Am Abend waren wir dann bei unserem Panama-Kontakt zum Abendessen eingeladen. Wir haben diese Verbindung aus Ursels Kindergarten bekommen und sie hatte uns bereits schon viele gute Tipps per WhatsApp gegeben. Wir waren natürlich total von den Socken als sie uns dann persönlich kennenlernen wollte und uns bei sich zum Abendessen eingeladen hat. Natürlich waren wir auch ein bisschen unter Stress. Was bringt man als Geschenk mit? Kann der Rest der Familie auch Englisch? Was zieht man an? Werden unsere Klamotten bis dahin wieder trocken sein? Beim ersten Punkt hatten wir dankbarerweise Unterstützung aus dem Kindergarten. Englisch konnten zum Glück alle relativ gut sodass wir uns gut verständigen konnten. Die Gastgeberin hat ein unglaublich aufwändiges Essen serviert, mit mehreren Gängen, einer riesigen Auswahl an Gerichten und alles super lecker! Wir hatten einen tollen Abend mit diesen sehr netten Menschen und haben uns sehr gefreut unseren Panama-Kontakt und ihre Familie persönlich kennen zu lernen. Es war definitiv ein ganz besonderer Abend für uns.

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Panama Stadt

von Achim

Gestern sind wir von El Valle nach Panama Stadt gefahren. Wie alle Busse nach Panama-Stadt kam auch dieser im Busterminal in Albrook an. Am Terminal stehen unglaublich viele Diablo Rojos (rote Teufel) herum:

So werden die umgebauten Schulbusse genannt. Diese werden dann von ihrem Besitzer liebevoll bemalt. Meist wird der ganze verfügbare Platz ausgenutzt, selbst auf der Windschutzscheibe bleibt oft nur noch ein kleiner Schlitz frei.

Heute waren wir dann ein bisschen in Panama Stadt unterwegs. Die Hochhäuser sind immer wieder beeindruckend und so manches wartet mit spannender Architektur auf. Wie z.B. der gedrehte “Revolution Tower”:

Wir sind ziemlich planlos durch die Stadt gelaufen und haben dann diesen schönen Aussichtspunkt entdeckt. Hier sieht man schön die Skyline der Stadt:

Und in der Ferne die Altstadt “Casco Viejo”, deren Halbinsel von einer Stadtumfahrung durch’s Meer umgeben ist:

Beim Aussichtspunkt gab es auch ein paar Grünflächen deren Büsche in Blüte standen:

Hübsch anzusehen.

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La India Dormida

von Achim

Die “schlafende Indianerin” ist eine beliebte Wanderungen in El Valle. Wenn man durch das Städtchen zum Anfang des Wanderweges läuft sieht man schön woher der Weg seinen Namen hat:

Hier sieht der Kraterrand aus wie eine liegende Frau.

Nach einem kleinen Obulus von 3$ am Eingang kommt man recht bald an Steinmalereien vorbei:

Hier war ein Dorfplan in den Stein eingeritzt.

Danach geht’s steil bergauf. An einer Stelle hat sich eine Schlange am Wegesrand ins Gebüsch geschlängelt. Zu schnell für ein Foto. Auch den riesigen lila Schmetterling haben wir nicht mit der Kamera erwischt. Oben wurden wir mit schönen Ausblicken auf die Berge des Kraterrands und El Valle belohnt:

Wenn man gutes Wetter hat sieht man sogar bis zum Pazifik (nur ganz schwach im Bild zu sehen):

Es war sehr windig auf dem Berg. Ein Geier hat den starken Aufwind sichtlich genossen und zum mühelosen gleiten genutzt:

Beim Abstieg bot der Wald immer wieder schöne Ansichten seiner Bewohner:

Eine kurze aber intensive Wanderung mit schönen Aussichten.

Das geht:

  • Gute Aussicht
  • Riesiger Obstsalat - warum müssen Papayas hier eigentlich immer so riesig sein?
  • Fledermäuse die einem Abends um den Kopf flattern

Das geht nicht:

  • Am Dienstag zum Schmetterlingshaus gehen nur um zu erfahren dass es einen Tag die Woche geschlossen hat: Dienstags
  • Schlafen wenn es so stürmt dass man denkt das Dach vom Haus fliegt gleich weg
  • Wenn für einfache Wanderungen ein Führer vorgeschrieben ist
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Cerro Gaital

von Achim

Vorgestern sind wir in El Valle de Antón angekommen. Das ist eine kleine Stadt mitten in einem Vulkankrater (der Kaiserstuhl lässt grüßen). Anscheinend gibt es hier viele reiche Amerikaner, die hier ihre Rente verbringen.

Da El Valle etwas höher liegt herrscht hier ein recht angenehm mildes Klima. Wir wollten die Umgebung auf einer der vielen Wanderwege auskundschaften. Deshalb haben wir uns gestern auf den Weg zum Cerro Gaital gemacht. Zuerst mussten wir aus dem Städtchen raus.

Dann kamen wir auch schon bald auf den Wanderweg. Kein langes Geplänkel, es ging gleich steil bergauf. Dadurch hatten wir recht bald eine tolle Aussicht:

Man kennt das ja: in den Höhenlagen ist es zwar kühler, die Sonne aber nicht weniger aggressiv. Ein Großteil des Weges verlief jedoch dankbarerweise im Schatten der Bäume:

Immer wieder flogen uns hübsche Schmetterlinge über den Weg:

Ziemlich aus der Puste am Aussichtspunkt angekommen, mussten wir leider feststellen dass der Berg komplett in den Wolken hing. Schade. Da wir Zeit hatten, haben wir eine ganze Weile gewartet bis der Himmel kurz aufriss und einen schönen Blick auf’s Tal freigab:

Der Aussichtspunkt ist ein paar Hundert Meter vom Gipfel entfernt. Dieser ist jedoch nicht ganz einfach zu erreichen. Es gibt kleine Kletterpartien und Grate zu überwinden. Das Wetter wurde auch nicht besser:

Hier und da gab es immer wieder kleine Lücken in der Wolkenschicht und so konnten wir noch den ein oder anderen schönen Ausblick erhaschen:

Auf dem Rückweg kamen wir dann im Tal an zahlreichen Geflügelhöfen vorbei. Hier kommen also die ganzen frittierten Hähnchen her, die es überall in Panama gibt.

Das geht:

  • Die Pizza der Pizzeria unseres Gastgebers
  • Leben im Vulkankrater
  • Die grüne Berglandschaft um El Valle

Das geht nicht:

  • Wolkenverhangene Aussicht
  • Überall Ameisen, von winzig klein bis riesig
  • Entscheidungsschwierigkeiten
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Abschied von Costa Rica

von Achim

Vor zwei Tagen haben wir den Rückweg von Bahia Drake nach Panama angetreten. Unser Boot ging um 7:00 morgens und wir sind wieder mittels “nasser” Landung eingestiegen. Freundlicherweise gibt es Helfer die einem das “Aufgabegepäck” abnehmen und ins Boot bringen. Somit fällt es leichter am Strand in das Boot einzusteigen, welches sich natürlich mit den Wellen vor und zurück bewegt:

Bei den Temperaturen sind die Füße dann auch wieder ruckzuck trocken. In Sierpe angekommen, wo es zum Glück ein Dock zum aussteigen gibt, ging es dann per Taxi nach Palmar Norte. Dort hatten wir dann recht direkt Anschluss an den Bus nach Ciudad Neily.

Am Bahnhof hat eine Laienpredigerin die wartenden Fahrgäste intensiv und sehr emotional bepredigt. Praktisch, weil die konnten ja nicht weg - die Nummer kannten wir ja schon vom Junkie in Palmar Norte. Überhaupt ist Spiritulität in Mittelamerika sehr präsent. Neben schreienden Straßenpredigern sieht man immer wieder Geschäfte die sich irgendeinen christlichen Namen geben oder auf sonstige Art und Weise der Welt ihren Glauben mitteilen. Wie z.B. dieses Busunternehmen:

“Creemos en Dios” - “Wir glauben an Gott”. Oder Busfahrer und -beifahrer, die einen frommen Spruch auf dem Rücken ihres Firmen-T-Shirts stehen haben. Auch Kartenlegen und Wahrsagen sieht man immer wieder.

Wir haben allerdings nicht viel von der Predigt verstanden, ausser dass sie nicht sonderlich freundlich klang. Weiter ging’s dann mit einem Bus nach Paso Canoas wo sich der Grenzübergang nach Panama befindet:

Ein etwas chaotischer Ort, den wir nun schon zum dritten mal besucht haben. Also haben wir wieder unsere 16$ Ausreisegebühr für Costa Rica bezahlt und sind dann über die Grenze nach Panama marschiert. Das war’s dann mit Costa Rica. Gleich hinter der Grenze hat dann auch schon der Bus nach David gewartet. Nach dieser Boot-Taxi-Bus-Bus-Bus-Kombination sind wir ziemlich müde in David angekommen.

Am nächsten Tag ging’s dann tatsächlich (fast) direkt nach Playa Farallon, wo wir nun erstmal zwei Tage entspannen und uns freuen dass es hier nicht mehr so unglaublich heiss und schwül wie auf der Osa Halbinsel ist. Die Osa Halbinsel war ein toller Abschluss für unsere Zeit in Costa Rica und es hat sich definitiv gelohnt dafür nochmal zurückzukommen.

Das geht:

  • Ein Frühstück bestehend aus kalter Pizza, Snickers und Twix
  • Rasierspiegel im Bad haben (in Bahia Drake war der Spiegel nicht beim Waschbecken - irgendwie tiersisch unpraktisch wenn man ständig hin und her laufen muss)
  • Geistreiche Klosprüche wie z.B.: “Here I sit / broken hearted / came to shit / but only farted”

Das geht nicht:

  • Taxifahrer die völlig überzogene Preise verlangen und nicht verhandlungbereit sind - wir haben dann noch einen gefunden der uns für einen vernünftigen Preis befördert hat
  • Dass die Leute in Panama ständig ihre Felder abfackeln - stelle ich mir irgendwie nicht so super für den Boden und seine Bewohner vor
  • Wenn im Bus plötzlich der Fernseher im Gang runterklappt weil die Halterung völlig ausgeleiert ist - zum Glück wurde niemand getroffen
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