Nachdem wir uns gestern schon vom Meer verabschiedet hatten, wollten wir heute nochmal ein bisschen was an Land machen. Wir haben beschlossen zum Cunca Wasserfall zu rollern. Die Straße, in erfreulich gutem Zustand, hat sich durch die schönen Wälder geschlängelt:

Die letzten paar Kilometer zum Wasserfall waren allerdings nochmal ziemlich heftig. Hier war die Straße nicht nur extrem eng, etwa eine knappe Autobreite, sondern auch super steil und teilweise in ziemlich schlechtem Zustand. Ein klarer Fall für den “Alda, isch des reudig!"-Aufkleber [sic].
Wir sind zum Glück wohlbehalten unten angekommen. Beim Wasserfall mussten wir dann happige 190.000 IDR (fast 10 EUR) Eintritt zahlen, haben dafür aber auch einen persönlichen Führer bekommen.
Der Weg zum Wasserfall ging durch sehr schönen Regenwald und über abenteuerliche Hängebrücken:

Nicht nur war das Holz teilweise extrem morsch, auch das “Geländer” aus Seil hatte sich mittlerweile aufgelöst:

Auch hier wieder: der Aufkleber!
Der Cunca Wasserfall selbst war auch sehr schön, allerdings etwas verdeckt von den Felsen:

Wenn man Lust hatte konnte man von den Felsen in’s Wasser springen. Es gab die drei und zehn Meter Option. Wo wir schonmal Eintritt gezahlt hatten, haben wir natürlich alles mitgenommen. Der Führer zeigt einem wo man ungefähr hinspringen muss um nicht gegen irgendwelche Felsen im Wasser zu knallen und dann muss man halt nur noch richtig springen. Ging aber ganz gut.
Flussabwärts schlängelt sich der Fluss erst kurz durch ein steinernes Bett und öffnet sich dann weiter unten bei der Hängebrücke:

Als wir mit planschen fertig waren ging es wieder zurück. Auf dem Heimweg haben wir bei einem traditionellen Dorf angehalten:

Naja, es war eher ein Verkaufsraum in einer traditionellen Hütte. Ein Einheimischer hat uns kurz etwas zur Kultur und der Kleidung erklärt und dann durften wir für 50.000 IDR (2,50 EUR) in eines der traditionellen Gewänder schlüpfen. Ursel sah darin aus wie eine richtige Königin:

Ein schöner Ausklang für unsere Südostasien-Reise, die nun fast vorbei ist. Morgen leiten wir dann den Heimflug mit Zwischenstopps ein. Hoffentlich klappt alles mit den Flügen. Man weiss ja nie was für einen Stuss sich Donald Trump als nächstes einfallen lässt.
Das geht:
- Dass man hier wohl auch seinen Roller im Bus mitnehmen kann - wird dann hintendrauf geschnallt, so wie bei uns Fahrräder (zwei waren aussen an der Rückwand befestigt und einer stand drinnen im Gang)
- Herausfinden warum es beim Geld abheben gehapert hat - nein, es war nichts ernstes
- Den Sonnenuntergang mit Meerblick vom Pool aus genießen
Das geht nicht:
- Die ganzen Mini-Ameisen im Zimmer - der Gecko wollte sie wohl nicht fressen
- Die ganzen Hundertfüßler im Zimmer - man kommt fast nicht hinterher sie wieder rauszuwerfen
- Dass unser kleiner Honda Scoopy Roller doch ein wenig klapprig war - ist der Entspannung auf extrem steilen Bergstraßen nicht unbedingt zuträglich, aber er hat sich wacker geschlagen

