Abgetaucht

von Achim

Die letzten beiden Tage waren bei mir vollständig mit dem Apnoetauchkurs gefüllt. Wie auch schon am ersten Tag ging es an Tag 2 wieder um 7:00 mit Theorieunterricht los. Diesmal war eine dritte Person mit dabei, die Probleme mit dem Druckausgleich hatte und das angehen wollte. Die Bedingungen am zweiten Tag waren deutlich schlechter als am ersten. Die Sicht war super schlecht, es hat ordentlich gewindet und ausserdem war das Meer schon etwas rau und kalt. Dazu kam dass ich Probleme mit meinen Nebenhölen, und damit dem Druckausgleich, hatte. Das heisst ich musste immer wieder relativ schnell an die Oberfläche zurück. Im Wasser kann man da wenig dagegen tun. Somit war der Tag ein bisschen frustrierend für mich.

Gestern, dem dritten und letzten Tag des Kurses, durften wir morgens eine Stunde später anfangen. Auch das Meer war super ruhig. Das hat mich und meine Tauchpartnerin sehr gefreut und entsprechend gut gelaunt ging’s nach der Theorie auf’s Boot:

Wie schon die Tage davor kamen wir an einer “Siedlung” der Bajau vorbei:

Sie sind auch als Seenomaden bekannt und sind exzellente Apnoetaucher da sie ihr ganzes Leben auf dem Wasser verbringen und vom Meer leben.

Ich war ein bisschen angespannt und aufgeregt weil ich heute noch ein paar Manöver absolvieren musste um die Prüfung zu bestehen. Auf anraten unseres Lehrers hatte ich am Abend zuvor und am Morgen mit einer Menthol-ähnlichen Substanz inhaliert um die Nebenhölen frei zu bekommen.

Und dann ging es ab in’s Wasser. Das war heute ungwöhnlich kalt - nicht ideal für die, so dringend benötigte, Entspannung beim Apnoetauchen:

Erst haben wir uns mit “Hangs” (ausharren) in 5m und 7m Tiefe aufgewärmt:

Anschließened haben wir unsere Tauchgänge gemacht:

Auch Rettung des Tauchpartners aus der Tiefe stand heute auf dem Programm:

Das hatten wir gestern schon im Schwimmbecken geübt, aber mind. 6m Tiefe ist schon noch mal ein anderes Gefühl. Meine Tauchpartnerin und ich haben es aber beide gut hinbekommen. Und meine Nebenhölen waren zum Glück kein Problem.

Leider wurde uns irgendwann recht kalt. Also haben wir, nachdem wir alle für die Zertifizierung benötigten Manöver erfolgreich ausgeführt hatten, aus Sicherheitsgründen beschlossen es dabei zu belassen und zum gemütlichen Teil überzugehen: einer Runde schnorcheln bei einem tollen Korallenriff. Dort konnten wir unsere neuen Fähigkeiten gleich ein bisschen anwenden. Leider war das Wasser auch dort recht trübe (anscheinend ist es da sonst normalerweise immer kristallklar). Trotzdem ein sehr schöner Abschluss.

Zurück bei der Apnoetauchschule hat nur noch ein Schritt gefehlt: die Theorieprüfung. Den Teil haben wir aber auch gemeistert. Und so waren wir beide sehr glücklich und stolz unsere Molchanovs Zertifizierung Wave 1 erfolgreich absolviert zu haben:

Es waren harte drei Tage, aber es hat auch wirklich sehr viel Spass gemacht die Herausforderung anzunehmen, sich gegenseitig anzufeuern und zu sehen wie wir über uns hinausgewachsen sind. Ich bin sehr froh dass ich eine so tolle Tauchpartnerin hatte. Und natürlich über unseren Lehrer von Lombok Freediving. Danke Sam für dein Wissen, deine Erfahrung, dein Engagement und deine gute Laune in diesen drei unvergesslichen Tagen!

Das geht:

  • An Tag drei habe ich es auf 14m Tiefe geschafft
  • Die Rettung haben wir aus 8,5m Tiefe durchgeführt
  • Mit Ursel und meiner Tauchpartnerin unseren Erfolg gebührend mit Tacos und Margaritas feiern

Das geht nicht:

  • Sich bei kaltem Wasser so richtig zu entspannen
  • Wenn lauter Müll an einem vorbeischwimmt - wirklich schade das hier immer wieder zu sehen
  • Ich hab' mir doch tatsächlich eine Blase am Fuß von den Flossen geholt - ich hätte wohl doch die Söckchen anziehen sollen…
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