Sonnenfinsternis 2026

von Achim

Wer alt genug ist, wird sich sicherlich noch an die letzte Sonnenfinsternis von 1999 erinnern. Das war damals ein Riesen-Ding, das schon mit Spannung erwartet wurde.

Im Gegensatz dazu hätte ich diese Sonnenfinsternis fast verpasst. Nur weil ein Arbeitskollege sagte dass er schauen wolle ob er noch irgendwo Schutzbrillen auftreiben könne, habe ich zufällig einen Tag vorher davon erfahren.

Wir haben uns dann heute mit ein paar Arbeitskollegen auf dem Tempelhofer-Feld versammelt um dem Spektakel beizuwohnen - so wie halb Berlin:

Es waren unglaublich viele Leute auf dem Gelände und es gab alle möglichen Arten von Basteleien um die Sonnenfinsternis augenfreundlich zu beobachten. Manche hatten Siebe dabei, andere haben eine Camera Obscura gebaut. Der Tagesspiegel hatte gute Tipps, falls jemand für die nächste Sonnenfinsternis in 2081 noch welche braucht. Aber es gab auch Leute, die den Artikel leider nicht gelesen hatten und ihre Augengesundheit auf’s Spiel gesetzt haben (z.B. durch Benutzung einer Schweisser-Brille).

Es war sehr schwer das Naturschauspiel zu fotografieren - vor allem ohne in die Sonne zu schauen. Aber mir ist ein halbwegs brauchbares Bild gelungen:

Schon witzig: es wird einfach ein bisschen kühler und dunkler und nach ca. 30 Minuten ist der Spass auch schon wieder vorbei. Mit ein wenig Glück können wir es in 55 Jahren nochmal erleben.

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Auf dem höchsten Berg Berlins

von Achim

Dieses Wochenende wollte ich mal ein bisschen rauskommen um den Kopf frei zu kriegen. Mir stand der Sinn nach Wald und Bergen. Da gibt es in Berlin doch keine bessere Gegend als die Müggelberge. Sie sind von Neukölln in lediglich einer guten Stunde mit dem Fahrrad zu erreichen.

Nach recht sanftem und kurzem Aufstieg ist man schon im Gipfelbereich. Dieser ist von zahlreichen Kiefern gesäumt:

Schilder weisen einem den Weg zum Gipfel des großen Müggelbergs:

Oben angekommen, kann man das Gipfelkreuz auf fast 115m ü.M. bestaunen:

Ja, viel mehr zu bestaunen gibt es da oben tatsächlich nicht, denn die Aussicht wird durch Bäume versperrt (ihr Leben sei ihnen gegönnt). Es gibt noch eine Downhill-Strecke die beim Gipfelkreuz losgeht. Die stand für meinen Besuch aber nicht im Fokus.

Wenn man eine schöne Aussicht auf den Müggelsee will, muss man wieder etwas weiter runter. Gleich neben der Sternwarte gibt es einen Rastplatz mit einem Aussichtspunkt:

Wieder am Fuß des Berges angekommen, habe ich den Teufelssee umrundet:

Das Gebiet um den See ist teilweise moorig, weshalb ein Teil des Weges aus Holzstegen besteht:

Sowas liebe ich ja, denn man ist mittendrin ohne die Natur kaputt zu trampeln.

Beim See wurde auch erklärt warum man keine Enten füttern soll:

Umweltbildung ist immer gut.

Der Ausflug und die Bewegung hat gut getan. Wenn man etwas Erholung und Natur sucht sind die Müggelberge eine gute Möglichkeit mal aus der Stadt rauszukommen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt kann auch eine Radtour um den Müggelsee machen - oder direkt darin baden gehen.

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Logos Hope in Hamburg

von Achim

Heute habe ich mein Patenkind in Hamburg besucht. Er ist seit fast einem Jahr mit dem Missions-Schiff “Logos Hope” der Organisation Operation Mobilisation (OM) unterwegs und sorgt dafür dass die Elektronik an Bord immer bestens funktioniert.

Ein willkommener Grund mein Patenkind - und das schöne Hamburg - mal wieder zu sehen. Von Berlin ist es ja nicht weit und so hat sich ein Tagesausflug durchaus gelohnt:

Die Logos Hope hat an der Überseebrücke angedockt. Klar, die tuckert ja auch in allen Weltmeeren umher. Aber das gefällt nicht jedem.

Nach einem freudigen Wiedersehen hat mein Patenkind mir eine kleine Tour durch den Maschinenraum gegeben:

Das war interessant und auch cool zu sehen wie er mithilft so ein großes Schiff am laufen zu halten.

Immer wieder waren fromme Sprüche an die Wände gemalt. Der Tattoo-Stil von diesem hier hat mir gefallen:

Auf dem obersten Deck hatten wir eine gute Aussicht auf Hamburg:

An dem Tag war so richtiges Schietwetter, wie der Hamburger sagen würde. Wir sind trotzdem noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben den Hamburger Flair und das schöne Stadtbild genossen.

Nach viel zu kurzen vier Stunden musste ich mich schon wieder von meinem Patenkind und von Hamburg verabschieden. Bis zum nächsten Mal!

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Schluss mit Badehose!

von Achim

Kaum zu glauben dass wir erst vor zwei Tagen morgens in Istanbul zum Ende unserer Südostasien-Reise aufgebrochen sind:

Trotz ordentlicher Verspätung unseres Fluges ist in Frankfurt dann alles wie am Schnürchen gelaufen. Auch wenn es etwas knapp war haben wir noch unsere Wunsch-Verbindung nach Freiburg geschafft. Jetzt freuen wir uns sehr hier zu sein und Familie und alte Freunde wieder zu sehen. Gerade nach Jakarta und Istanbul kommt uns Freiburg nochmal deutlich kleiner vor:

Das hat durchaus auch seine positiven Seiten denn es fühlt sich so an als kann man in dieser Stadt fast alles in null-komma-nichts zu Fuß erreichen - und das ganz ohne einen Höllen-Verkehr.

In Istanbul war es zwar auch etwas frisch aber immerhin sonnig. Hier in Freiburg ist es kalt und regnerisch. Heute Nacht sollen es wohl nur 5°C werden. Wir müssen also doch nicht ganz auf den deutschen Winter verzichten, haha. Mit dem Leben in der Badehose ist jetzt aber definitiv Schluss und der Ernst des Lebens fängt wieder an. Wir sind gespannt!

Das geht:

  • Aus dem Wasserhahn trinken können
  • Keine Krabbelei im Zimmer
  • Gehwege und sehr entspannter Verkehr

Das geht nicht:

  • Latent ausländerfeindliche Bemerkungen der Lufthansa-Crew auf dem Flug von Istanbul nach Deutschland - Leute, das geht gar nicht!
  • Relativ kalte Temperaturen wenn man dafür nicht wirklich ausgerüstet ist
  • Die Preise hier sind echt ein ganz schöner Schocker - da müssen wir uns erst mal wieder dran gewöhnen!

Istanbul zu Wasser

von Achim

Nach dem strengen Fußmarsch gestern wollten wir es heute etwas gemütlicher angehen lassen und eine Bootsfahrt auf dem Bosporus machen. Auf dem Weg zum Anleger kamen wir am großen Basar vorbei. Natürlich wollte ich unbedingt auf einen türkischen Basar und so haben wir uns in’s Getümmel gestürtzt:

Ein bisschen wie in Dubai im Gold-Souk.

Am einen Ende des großen Basars, neben der Bayezid II Moschee, befindet sich der Bücherbasar. Dort gibt es viele religiöse Schriften, wie mir scheint. Was man ebenfalls dort findet sind lauter Katzen:

Diese Katzen-Mama hat sehr skeptisch geschaut und war ein bisschen von uns enttäuscht, weil wir kein Futter dabei hatten. In Istanbul gibt es sehr viele Katzen. Die Leute füttern sie und stellen ihnen Wasser hin. Das schont hoffentlich die Vogelpopulation. Wenn ihr also nach Istanbul kommt, bringt Futter mit!

Am Bootsanleger haben wir gleich eine Bosporus-Bootstour für einen fairen Preis gefunden. Also nichts wie rauf auf’s Boot und Leinen los! Erst sind wir an der europäischen Seite von Istanbul entlang gefahren. Dort steht unter anderem der Dolmabahçe-Palast:

Den Blick nach Osten, auf die anatolische Seite, gewandt konnten wir den Fernsehturm Küçük Çamlıca sehen:

Aus dieser Perspektive sieht man es nicht so gut, aber mit seiner gedrehten Architektur ist er ein echter Hingucker!

Ebenfalls auf der anatolischen Seite steht die Çamlıca-Moschee, ein riesiges Gebäude mit Platz für bis zu 63.000 Gläubige:

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ließ sie 2013 erbauen.

Auf der europäischen Seite, ganz nah bei der Bosporus-Brücke, steht die Ortaköy-Moschee:

Ein hübsches Gebäude mit einem etwas anderen Stil.

Fast schon gegen Ende der Tour gab es schöne Blicke auf den Leanderturm:

Abgeschlossen haben wir die Tour witzigerweise etwas weiter nördlich als beim Einstieg. Dafür hatten wir einen richtig tollen Ausblick auf die Neue Moschee:

Die Namensbezeichnung halte ich, aufgrund ihrer Halbwertszeit, für sehr unglücklich. Aber schön aussehen tut sie allemal. Wie könnte man einen solchen Tag besser beschließen als mit einem Iskender Döner und etwas Baklava? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Alles in allem können wir sagen: Istanbul ist eine tolle Stadt, wir kommen sicher wieder!

Ein schöner Abschluss für unsere große Südostasien-Reise. Bevor es dann wieder mit der Arbeit losgeht können wir aber erst noch ein bisschen Zeit in der Heimat mit Familie und Freunden verbringen. Wir freuen uns darauf!

Das geht:

  • Wenn es erst heisst “nur Cash” und man aber am Ende doch mit Karte zahlen kann - irgendwie hat der Händler bei einem befreundeten Imbissstand ein Kartenlesegerät hervorgezaubert
  • Delfine vom Boot aus sehen - heute sehr viel näher aber leider nicht ganz so viele wie am ersten Tag
  • Ursel erzählt mir gerade dass es auf dem Basar viele Fälschungen gibt als uns ein Ladenbesitzer ungefragt seine Waren herunterbetet (…, “Rolex”, …) - was für ein schönes Timing!

Das geht nicht:

  • Ständig von Laden- und Restaurantbesitzern angequatscht werden - scheint allerdings hauptsächlich ein Problem in den touristischen Teilen der Stadt zu sein
  • Als Muslim Gold tragen - wie man uns am ersten Tag in der Blauen Moschee erklärt hat dürfen muslimische Männer kein Gold tragen, deshalb haben die ganzen Goldläden so viel Frauenschmuck
  • Das Hahnenwasser in Istanbul trinken - ist wohl deutlich besser als in Südostasien aber für den Verzehr immer noch nicht empfohlen
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