Heute haben wir einen Nachtzug von Bangkok nach Nong Khai gebucht. Wir werden Schlafwagen erste Klasse fahren. Wir sind gespannt…
Da der Zug erst gegen 20:30 fährt, hatten wir nochmal Zeit ein wenig durch die Stadt zu streunern. Wir haben uns dazu entschlossen mit der Fähre zum Blumenmarkt zu fahren. Auf der Strecke kommt man mit dem Schiff auch am Wat Arun vorbei, einem weiteren, sehr beeindruckenden Tempel:
Der Blumenmarkt selbst wird stark dominiert von Ritualbedarf. Der Großteil der Blumen sind diese Gelbblütler, die man überall als Opfergaben in den Tempeln sieht:
Also quasi nicht so die Vielfalt, sondern ganz viel vom gleichen (also ein bisschen wie Edeka vs. Walmart).
Auf dem Weg Richtung Unterkunft sind wir dann zufällig am Wat Ratchabophit Sathit-Mahasimaram Ratcha Wora Maha Viharn vorbeigekommen:
Sieht ja echt krass aus! Auch der Tempeleingang wieder mit einer unglaublichen Detailverliebheit und ordentlich Bombast:
Die Tempeltüren sind mit feinen Perlmuttgravuren verziert:
Drinnen durfte man Photos machen. Der Innenraum war deutlich kleiner wie im Smaragd-Buddha Tempel, aber trotzdem sehr beeindruckend:
An den Wänden hingen Mosaike mit Szenen, die vermutlich aus der Zeit der Erbauung des Tempels (gegen 1870) stammen:
Und so könnte man den ganzen Tag weiter machen in Bangkok. Also wer auf Buddha-Tempel steht, ist hier definitiv an der richtigen Adresse!
Gestern sind wir mit dem Minibus in Bangkok angekommen. Eigentlich wollten wir mit dem Zug fahren, aber der war schon ausverkauft (übrigens: die einzige offizielle Seite für die Bahntickets in Thailand ist https://dticket.railway.co.th).
Heute sind wir dann losgezogen und beim Wat Phra Kaeo (auch bekannt als “Tempel des Smaragd-Buddha”) und dem großen Königspalast gelandet. Dieser Komplex aus Tempel(n) und Palast ist eine absolute Sehenswürdigkeit in Bangkok. Nachdem wir 500 Baht (ca. 14 EUR) Eintritt p.P. gezahlt haben, konnten wir durch das Tor mit den Kämpferstatuen (“Yaksha”) gehen:
Die Tempelanlage ist von einer Mauer umgeben, die aufwändig mit einer Geschichte bemalt ist:
Die gekonnte Verwendung von Goldfarbe verleiht den Gemälden einen richtig edlen “Anstrich”.
Der Haupttempel, in dem sich der Smaragd-Buddha befindet, sieht sehr beeindruckend aus:
Drinnen ist fotografieren verboten, aber wir können euch sagen es ist auch drinnen alles vom feinsten.
Über das Gelände verstreut befinden sich verschiedenste Statuen:
Auch die kleineren Tempel auf dem Areal sind sehr imposant:
Hin und wieder gibt es auch nette Details, wie diese Seerosen:
Der Königspalast selbst steht auf dem Gelände nebenan. Seine Architektur ist eine interessante Mischung aus “unten Europa, oben Tempel”:
Der Detailreichtum der Elemente an den Gebäuden, sowie die Materialvielfalt sind wirklich beeindruckend. Wenn man wollte könnte man sich vermutlich stundenlang die Tempel anschauen um jedes Detail zu erkunden. Aber uns hat es dann irgendwann gereicht und wir haben es einfach unter “Wow!” abgespeichert.
Das geht:
Die ganzen krassen Tempel, die hier gefühlt an jeder Ecke stehen
Deutlich weniger Smog in Bangkok als erwartet
Touri-Betrugsmaschen erfolgreich abwehren - sie haben sich sichtbar geärgert dass es nicht geklappt hat
Das geht nicht:
Betrugsmaschen, bei denen man mit gespielter Freundlichkeit geködert wird (und die dann das Misstrauen gegen alle erhöhen)
Kurz vor Ausreise nur noch ganz wenig Bargeld übrig haben (Geld abheben kostet hier ca. sieben EUR)
Dass man in der U-Bahn, und an vielen anderen Stellen, leider (noch?) nicht mit Kreditkarte zahlen kann
Da Achim immer noch mit seiner Erkältung zu tun hat bin ich heute nochmal alleine losgezogen. Das Ziel war der Ao Manao Strand. Der Strand liegt in einem Militärgelände, was das Hinkommen etwas eigentümlich macht. Von uns aus fährt man mit dem Fahrrad immer gerade aus, bis die Straße endet und dann rechts. Das habe ich mir so auf der Karte angeschaut, sollte also recht einfach sein. Allerdings, bevor die Straße endet kommt ein kleiner Checkpoint vom Militär. Man muss nichts tun, nur langsam durchfahren. Da stehen Uniformierte und bestätigen einem freundlich dass dies der Weg zum Strand ist. Etwas weiter kommt dann noch mal so eine Stelle, diesmal weil man über das Rollfeld des Armeeflughafens (?) radelt. Naja, es scheint nicht wirklich viel Flugverkehr zu geben. Ich jedenfalls habe keinen gesehen, daher läuft das ganz geschmeidig. Beim Strand angekommen wird man dann von diesem Anblick begrüßt:
Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Ein kleines Stückchen weiter wurde es dann auch genau so. Zum Glück! Ich hatte dann mein eigenes einsames Stückchen Strand. Das war nach den ganzen Tourihochburgen eine willkommene Abwechslung.
Nach einem angenehmen Strandaufenthalt bin ich wieder zurück nach Prachuap Khiri Khan. Dort ist mir schon auf dem Hinweg das Wat Koh Lak aufgefallen.
Nach einem gemeinsamen späten Mittagessen bin ich dann noch zum Wat Khao Chong Krachok gegangen. Das ist ganz bei uns in der Nähe. Man muss dafür nur 396 Stufen hinaufsteigen. Auf dem Weg waren extrem viele Affen anzutreffen. Damit sie einem fern bleiben kann man einen Bambusstab aus einer Tonne ausleihen und damit auf den Boden klopfen, wenn sie einem zu Nahe kommen. Das Angebot habe ich gerne angenommen.
Interesant bei diesen Affen finde ich, dass sie Steine über den Boden schleifen und dann das Steinmehl essen. Ich frage mich warum sie das tun.
Ganz oben angekommen hat man dann einen herrlichen Ausblick. Das gelbe ganz rechts im Bild ist der Treppenaufgang.
In die andere Richtung sieht man in Richtung der Bucht in der das Fischerdorf von gestern liegt.
Das Wat selber war auch schön, mit seiner für hier typischen Bauweise.
Ein sehr schöner Ausflug, wenn auch leider immer noch ohne Achim. Zum Abschluss sind wir dann wieder auf den Nachtmarkt zum schlemmen gegangen.
Das geht:
Wunderschöne Aussichten
Die Vielfalt beim Essen, ich weiß ganz oft nicht was ich gerade esse, das finde ich super, zumindest wenn es schmeckt und das tut es zum Glück meistens
Die Straßen und der Verkehr in Thailand
Das geht nicht:
Hunde, die einem bellend und schnappend entgegen rennen
Mützen, die beim trocknen im Busch verschwinden
Wasser im Supermarkt in eine Flasche abfüllen, das eigentlich nur zum sofort trinken gedacht ist. Peinlich.
Da Achim gerade eine Erkältung hat musste ich alleine losziehen. Bei uns in der Unterkunft kann man sich, wenn man möchte, umsonst Fahrräder ausleihen. Da es, laut unserer Gastgeberin, eine Fahrradstraße in das benachbarte Fischerdorf Ao Noi gibt, dachte ich, das mache ich. Sie sagte noch “very safe”, also alles super, los geht’s. Dass der Fahrradweg teilweise übelst unterspült ist (das war nicht die schlimmste Stelle) hat sie vergessen zu erwähnen.
Bis auf die unterspülten Stellen war der Weg aber ganz schön. Fast immer direkt am Meer entlang mit schönen Aussichten.
Im Fischerdorf angekommen bin ich zum Strand gefahren, der sich hier allerdings als ziemlich vermüllt entpuppt hat. Und die Wasserfarbe war alles andere als einladend. Schade, eigentlich wäre es super schön gewesen mit den Felsen und den bunten Booten.
Da es sich hier tatsächlich um ein Fischerdorf handelt konnte ich den Fisch am Strand in der Sonne trocknen sehen.
Auch interesant fand ich die Fischerkähne. Die wirkten für mich, als ob die Leute darauf wohnen. Es war auf jedenfall reger Betrieb.
Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch zusammen auf den Nachtmarkt hier in Prachuap Khiri Khan gegangen um uns durch das Essensangebot zu futtern. Einer meiner Lieblinge, Wachteleier am Spieß:
Das geht:
Fahrräder umsonst ausleihen können
Nachtmärkte und ihr abgefahrenes Essen
Die Massagestudios hier am Strand, in denen sich die Einheimischen mal kurz massieren lassen
Das geht nicht:
Kranker Achim
Fahrräder, die nicht wirklich passen (Aua, mein Po)
Den Artikel schreiben müssen weil der Schreiber nicht dabei war
Da wir in Trang nicht nur schlafen und ungewöhnliches Essen bestaunen wollten haben wir noch eine Schnorcheltour gebucht. Die sollte uns zu vier Inseln in der Adaman-See bringen. Irgendwie hatten wir wohl das Premium-Paket gebucht, denn Frühstück und Mittagessen war auch mit drin.
Nachdem wir also schön gefrühstückt hatten ging es auf unser rosa-neongrünes Schiff, welches in sehr gemütlichem Tempo Kurs auf Koh Mook genommen hat. Die Stunde Weg wurde vom einzigen englisch-sprachigen Crewmitglied William in humorvoller Weise genutzt um uns zu erklären wie wir die Schwimmwesten anlegen sollen (“For men, if you put those straps between your legs be careful about your dingy, for women: nevermind”) und wie die Polonaise (nicht “Bolognese”, wie ich dank Zuschrift eines aufmerksamen Lesers gelernt habe) zur Emerald-Cave funktioniert: Wir bilden eine Schlange und jeder hält sich mit beiden Händen an der Schwimmweste seiner Vorderperson fest während man mit den Füßen tritt als würde man Fahrrad fahren. Als wir dann am geheimen Höhleneingang bei Koh Mook ankamen stellte sich heraus dass das mit der Polonaise total ernst gemeint war. Hier war der Höhleneingang:
Die Touri-Polonaise wurde dann von einem Crewmitglied die 80m durch die dunkle Höhle gezogen. Der hatte zwar Schwimmflossen an, aber es ging trotzdem unglaublich langsam vorwärts. Auf der anderen Seite der Höhle war dann die tolle Lagune, die wohl früher als Piratenversteck genutzt wurde:
Es war als hätte man ein Kreisrundes Loch aus den Felsen geschnitten. Bei Flut muss man wohl durch die Höhle tauchen um in das “Piratenversteck” zu kommen. Ein sehr schöner Ort bei dem man sich richtig gut vorstellen kann wie die Piraten hier ihr Diebesgut versteckt und sich dann eine Verschnaufpause vor den Verfolgern gegönnt haben.
Der nächste Halt war Koh Kradan, mit dem angeblich schönesten Strand (William: “I don’t know why”):
Aber nicht nur war der Strand sehr schön. Man konnte auch direkt vom Strand aus losschnorcheln da es gleich mit Korallen, und damit auch vielen bunten Fischen, losging. Ursel hat sogar diese Muräne entdeckt:
Bei Koh Waen, ein “offizieller” Schnorchelhalt, gab es tolle Korallen:
Letzter Stopp auf der Tour war Koh Chuek (bei Google Maps unter “Ko Chueak” geführt):
Hier ging’s nochmal in’s Wasser und neben einer unglaublichen Masse an Fischen gab es hier auch wieder richtig schöne und vielfältige Korallen, wie z.B. diese kleinen “Vulkane”:
Ein gelungener Ausflug!
Das geht:
Der Humor der Thais - immer zu einem Spass aufgelegt
Der Nervenkitzel ob man am vereinbarten Tag der Tour wirklich abgeholt wird (hat bisher immer geklappt)
Erfreulich wenig Touri-Rummel in Trang und bei unserer Tour - beim Schnorcheln war es immer nur unser Schiff
Das geht nicht:
Krank werden - muss denn das jetzt wirklich sein?
Das Hotel-Zimmer erst nochmal selbst durchputzen müssen weil es die Reinigungskraft scheinbar vergessen hat
Warum müssen es eigentlich immer drei Punkte sein?