Bootsfahrt durch den Karst

von Achim

Von Tam Coc aus kann man Bootsfahrten durch die Karstlandschaft um Ninh Binh unternehmen. Wir hatten zwar gestern bei unserer Radtour schon jede Menge von der Landschaft gesehen, aber mit dem Boot ist ja nochmal anders. Also los geht’s!

Eine Besonderheit ist dass die Leute in Tam Coc mit den Füßen rudern:

Habt ihr sowas schonmal gesehen? Macht natürlich Sinn wenn man bedenkt dass die Beine deutlich stärker sind als die Arme. Aber man muss da glaub' schon ganz gut Bauchmuskeln mitbringen um stundenlang Bootsfahrten in der Haltung zu machen.

Wir wurden also mit den Füßen durch die schöne Landschaft gepaddelt. Dreimal ging es durch natürliche Felstunnels:

Wie man sehen kann waren sie relativ niedrig und unser Kapitän musste aufpassen wo er langfährt, damit wir uns nicht den Kopf anhauen.

Landschaftlich ergibt sich quasi das gleiche Bild wie von Land aus:

An manchen Stellen haben wir Störche auf Felsen ausruhen sehen:

Nachdem die ca. zweistündige Bootstour zu Ende war, hatten wir noch Energie. Also sind wir nochmal mit den Leihfahrrädern unserer Unterkunft losgezogen. Heute sind wir in eine andere Ecke gefahren. Dort war die Landschaft nicht weniger schön als gestern:

Am Wegesrand haben wir immer wieder schöne Schmetterlinge gesehen:

Vor einem Café stand dieser Wasserbüffel, der aussah, als wollte er uns eine geheime Botschaft zuflüstern:

“Tauscht euer Geld nicht in Wechselstuben, sie wollen euch abzocken!”

Ach so, danke für den Hinweis.

Das geht:

  • Mit dem Elektrokleinbus mitfahren
  • Mit den Füßen rudern - das muss man erstmal so flüssig hinbekommen!
  • Geheime Botschaften von Rindern empfangen - wir sind uns nur nicht sicher ob wir sie richtig entschlüsselt haben…

Das geht nicht:

  • Ein “Sandwich mit Speck und Ei” bestellen und daraufhin eine Scheibe Toastbrot mit Speck und Ei bekommen - das hatte ich mir irgendwie besser vorgestellt
  • Nur Geldautomaten mit hohen Gebühren zur Verfügung haben
  • Sich im Restaurant an den Tisch setzen und da liegt eine kleine Kackerlake rücklings auf dem Tisch
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Tam Coc

von Achim

Gestern sind wir 5h mit dem Bus von Phong Nha nach Tam Coc bei Ninh Binh gefahren. Nachdem wir gestern die Gegend etwas zu Fuß erkundet haben, sind wir heute wieder mal mit Leihfahrrädern losgezogen. Der Berg Hang Mua ist ein beliebte Attraktion in der Gegend und so sind auch wir dorthin gepilgert. Die Fahrt ging über enge Straßen und durch Reisfelder. Am Wegesrand haben diese hübschen Orchideenbäume geblüht:

Leider war es etwas regnerisch, weshalb wir Zeit in einem Restaurant überbrückt haben. Ursel hat ein Foto vom Frauenklo dort gemacht:

Für beste Freundinnen. :D

Am Hang Mua angekommen bezhalt man einen Eintritt von 100.000 VND (3,30 EUR) für das Besteigen des Berges. Dafür bekommt man für den Aufstieg schöne betonierte Stufen - ca. 500 an der Zahl. Wenn man dann oben ist kann man sich wie ein Sieger fühlen:

Und natürlich die Aussicht auf die tolle Landschaft genießen:

Man kann auf zwei Gipfel. Den höheren ziert ein Drache um den man drumherum laufen kann. Wenn man Höhenangst hat ist das ziemlich spannend, weil der Stein extrem löchrig und rutschig ist. Ausserdem muss man ein bisschen klettern. Also laufen alle Touris um den Drachen herum, sind furchtbar nervös und halten sich ängstlich am Drachen fest - uns eingeschlossen. Man stürtzt ja nur ungern ab.

Auf dem anderen Gipfel, etwas weiter unten, steht eine kleine Pagode:

Die Aussichten sind von beiden Gipfeln grandios!

Der Berg ist bei den Einheimischen sehr beliebt um Fotos zu machen. Immer wieder haben wir Frauen in tollen Gewändern gesehen:

In der Gegend hier haben wir relativ viel Ziegen gesehen. Und auch am Hang Mua waren sie fleissig am klettern um an die besten Blätter zu kommen:

Es macht Spass sie beim klettern zu beobachten. Schon verrückt wo die überall hinkommen. Und Höhenangst ist ihnen völlig unbekannt!

Nachdem wir wieder vom Berg herabgestiegen waren, sind wir noch ein ganzes Stück weiter geradelt. Im Prinzip geht’s einfach immer weiter mit dem schönen Kalkgebirge. Irgendwann waren wir dann bei Hoa Lu, der Hauptstadt von Vietnam im späten 10. Jahrhundert:

Wir hatten allerdings nicht so viel Lust auf Tempel und Kultur und sind dann relativ schnell wieder umgedreht.

Auf dem Rückweg haben wir dann nochmal Ziegen gesehen, diesmal allerdings bei Essensständen:

Zum hier essen oder zum mitnehmen?

Das geht:

  • Beim Raststop der Busfahrt sich aus verschiedenen “Hühnchen mit Reis”-Gerichten eines aussuchen, dann ein gefühlt anderes bekommen und bei der Nachfrage, ob das das richtige Gericht ist, die Antwort in Form einer Frage per Google-Translate bekommen: “Ist das ein Teller mit Hühnchen und Reis?” - Ja OK, ich bin ja schon ruhig…
  • Fahrräder mit passender Sattelhöhe
  • Einen Laden finden der allerhand deutscher (Import?) Waren hat - von Ritter-Sport über Schogetten bis hin zum dm-Shampoo

Das geht nicht:

  • Erst nach 4h Busfahrt eine Pinkelpause einlegen - hier braucht man echt eine Blase aus Stahl
  • Das Wetter für einen Ort nachschlagen, sich freuen dass dort sonnig ist und nach dorthin umplanen - bis man dann, zum Glück noch rechtzeitig, feststellt dass es der falsche Ort war und es am richtigen total kalt und regnerisch ist…
  • Eine Kürbissuppe bestellen und dann ungefähr die Menge einer Teetasse bekommen - so klein war mein Hunger dann auch wieder nicht
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Paradise Cave

von Achim

Für heute war schlechtes Wetter angekündigt, also ideal um nochmal eine Höhle zu besuchen. Die Paradise Cave ist eine der Highlights hier und so haben wir uns zum Fuße ihres Eingangs begeben, wo eine Schnecke mit grünem Haus bereits auf uns wartete:

Erstaunlich!

Um zum Eingang zu gelangen mussten wir jedoch noch ein paar Höhenmeter in schönem Regenwald überwinden:

Endlich oben angekommen gibt sich die Öffnung doch recht bescheiden:

Geht man hinein, steht man jedoch fast augenblicklich in einem riesigen Raum von schätzungsweise 30 bis 50 Metern Höhe. Sollte also auch für Klaustrophobiker gut zu machen sein.

Auf Holzstegen geht’s tiefer in die Höhle. Die Beleuchtung war auch hier hervorragend sodass wir die riesigen Stalagmiten und -titen in ihrer ganzen Pracht bewundern konnten:

Die Figuren waren teils brachial, teils filigran:

Nicht umsonst bekam die Höhle einen Eintrag im “Asia Book of Records”: “It has the most unique and magnificent system of stalactites and stalagmites in Asia, as confirmed on July 20, 2019. “

Ein tolles Erlebnis in der riesigen Höhle herumzuspazieren und die bizarren Gebilde zu bestaunen. Ich glaube ich war noch nie in einer Höhle mit so großen Räumen.

Am Abend gab’s noch ein Erlebnis. Wir haben uns in unserer Unterkunft einen “Chicken Hotpot” gegönnt. Wir hatten keine Ahnung was das ist, haben es aber herausgefunden. Wir haben einen Topf mit Brühe bekommen, zwei Teller mit Zutaten und ein Päckchen Instantnudeln. Die galt es dann in den Topf zu werfen und zu kochen (die Nudeln ganz am Schluss!):

Hat Spass gemacht und war lecker.

Das geht:

  • Genug Platz in einer Höhle haben - man hätte hier auch locker ein paar mehrstöckige Häuser reinbauen können
  • Die super schönen Dschungel-Berge
  • Asia-Suppe mal selbst kochen

Das geht nicht:

  • Aus der kühlen Höhle wieder in die schwüle Hitze kommen
  • Versuchen was bei der hohen Luftfeutigkeit richtig trocken zu bekommen
  • Morgen leider schon wieder weiterreisen
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Phong Nha

von Achim

Gestern sind wir nach einer sieben-stündigen Busfahrt im Liegeabteil in Phong Nha angekommen. Das kleine Dorf ist Sprungbrett für Aktivitäten im Phong Nha-Ke Bang Nationalpark. Dazu gehören, neben einer tollen Berglandschaft, auch eine ganze Menge Höhlen - teilweise mit Superlativcharakter (die Son Doong Höhle ist die größte der Welt).

Einfach zugänglich für Touristen ist die Phong Nha Höhle und so haben wir mit der auch angefangen. Am Bootsanleger gibt’s Eintrittskarten für die Höhle sowie den Bootsfahrschein. Die Bootsfahrt zur Höhle bot immer wieder schöne Blicke auf die Landschaft:

Nach nicht allzu langer Zeit sind wir am Höhleneingang angekommen:

In der Höhle wurde der Bootsmotor abgestellt und es ging von Hand mit Rudern weiter. Die Höhle ist ziemlich groß und der Fluss anscheinend fast 14km lang:

Zugänglich für Touris sind aber nur die ersten 1,5km.

Während man mit einer Kayak-Tour noch ein Stück weiter rein kommt, sind wir nach ca. 700m schon wieder umgekehrt und wurden dann in der Höhle rausgelassen. Dort konnten wird dann zu Fuß wieder zum Ausgang:

Die Größe der Höhle ist wirklich beeindruckend und man fühlt sich darin ein bisschen wie ein Zwerg.

Über der Phong Nha Höhle befindet sich die Tien Son Höhle. Über ca. 300 Stufen geht es den Berg hoch zu deren Eingang. Zwischendurch gibt es immer wieder schöne Aussichtspunkte:

Die Tien Son Höhle ist zwar nicht so groß wie die Phong Nha, weisst aber filigranere Strukturen auf. Durch die helle Beleuchtung waren diese auch richtig gut zu sehen:

Als Bonus war es in der Höhle auch angenehm kühl, was nach dem Aufstieg bei schwülen 34°C echt gut getan hat.

Die Hitze hat nicht wirklich zu Aktivitäten im Freien eingeladen, aber wir wollten noch ein bisschen mit unseren Leihfahrrädern rumfahren um die schönen Berge zu bewundern. In den Reisfeldern waren die Bauern unterwegs. Die hatten aber, im Gegensatz zu uns, schlauerweise die typischen “Vietnamhüte” auf. Da ist man schön vor der Sonne geschützt:

Die Berge hier sehen einfach unglaublich schön aus.

Nach einem schweren Start wird das so langsam doch noch was mit uns und Vietnam.

Das geht:

  • Wenn einem beim Aufstieg in der Hitze kühle Höhlenluft entgegenkommt
  • Die Frauen die uns gerudert haben - die haben ganz schön Kraft, mit denen legt man sich besser nicht an!
  • Banh Mi - die beliebte vietnamesische Baguettestulle ist erfreulich Touri-kompatibel

Das geht nicht:

  • Die Liegebusse sind ja ganz cool, aber wenn’s tagsüber auch nur die gibt ist irgendwie schräg
  • Fahrräder in passender Größe zu finden wenn man über 1,60m groß ist
  • Unvorbereitet von einem Platzregen überrascht werden - die Einheimischen haben sich einfach ihre Plastikregenponchos übergeworfen während alle Touris klatschnass geworden sind
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Insel mit Charme

von Achim

Wir sind seit drei Tagen auf der Insel Cham. Hier ist es sehr entspannt und es gibt tolle Strände:

Man braucht hier gar keine Tour zu buchen um tolle Korallengärten zu sehen. Man kann einfach vom Strand aus los:

Das Wasser war klar und der Strand erfreulich sauber. Die Korallen erstahlten in allen möglichen Farben. Einfach grandios!

Aber auch an Land gab es was zu sehen. Immer wieder haben wir Affen gesehen:

Im Gegensatz zu denen in Thailand waren diese hier deutlich angenehmer und nicht aggressiv. Hoffentlich bleibt das so (und niemand fängt an die Tiere zu füttern!).

Ursel hat noch diesen schönen Schmetterling vor die Linse bekommen:

Heute haben wir zum Abschluss noch eine kleine Inselwanderung gemacht. Es gibt eine Straße die einmal um den Nordzipfel der Insel führt. Dabei hatten wir immer wieder tolle Ausblicke:

An einer Stelle lag dieses Skelett neben der Straße:

Gepaart mit dem undefinierbaren rascheln im Busch schon ein bisschen gruselig.

Wieder zurück im Dorf war die Sonne schon fast untergegangen. Der Hafen bot einen schönen Anblick:

Und alle Kapitäne stellen sicher dass bei ihrem Boot das wichtigste nicht fehlt: die Vietnam-Fahne!

Das geht:

  • Die bunten Korallen
  • Weitgehend saubere Strände
  • Ein mobiles Moskitonetz dabei haben

Das geht nicht:

  • Beim Essen die Musik von drei Restaurants gleichzeitig hören und dazu gesellt sich noch die überlaute Karaoke-Bar mit einem, mehr motiviert als begabten, Sänger
  • Leute die einem am Strand was andrehen wollen
  • Die Schnakenarmada im Zimmer
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