Ausklang und Hannes Kretzer in der Zionskirche

von Achim

Die Ambient-Post-Rocker Ausklang haben gestern Abend in der Zionskirche in Berlin Mitte gespielt. Auf dieses Konzert hatte ich mich schon gefreut, da das genau die Mucke ist, die ich gerade gebrauchen kann.

Als Opener stand Hannes Kretzer auf dem Programm. Da die Zionskirche von Neukölln nicht gerade um die Ecke ist, bin ich leider etwas zu spät gekommen und die Show war schon in vollem Gange. Oberflächlich könnte man sagen es war “Elektro”. Das besondere war aber sein Cristal Baschet, ein abgefahrenes Musikinstrument bei dem man zur Klangerzeugung Glasstäbe mit nassen Fingern in Schwingung versetzt:

Das Instrument klingt wie ein Synthie. Es ist wohl auch recht schwer eins zu bekommen. Mit 12.000 EUR (z.B. bei Nebula Instruments) scheint es mir auf jeden Fall nicht so wirklich einsteigerfreundlich zu sein. Aber es ist ein echter Hingucker und hört sich wirklich cool an.

Als nächstes war dann Ausklang an der Reihe. Sie spielen die Sachen live ja immer ein bisschen unterschiedlich und so hieß es einfach runterkommen, Augen schließen und in die Musik eintauchen. Beim letzten Lied war Hannes Kretzer mit seinem Cristal Baschet mit am Start:

Eine ganz klare Gewinner-Kombi! Schön war’s und ich freue mich schon auf’s nächste Mal. Vielleicht sogar in Neukölln?

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Lesung: Feucht & Fromm

von Achim

Viele, die wie ich im evangelikalen Umfeld aufgewachsen sind, kommen früher oder später nicht umhin sich mit den Werten auseinanderzusetzen, die einem als Kind vom Umfeld mitgegeben wurden. Ein eher unerfreulicher Aspekt dessen ist die sog. “Purity Culture”, im deutschsprachigen Raum eher bekannt als das Ideal vom “Kein Sex vor der Ehe”. Das ist in freikirchlichen Kreisen immer noch weit verbreitet.

Zu diesem Thema hat die Autorin Nana Myrrhe am Donnerstag Abend eine Lesung ihres neuen Buches “Feucht & Fromm” in der Genezarethkirche in Neukölln veranstaltet:

Der Abend war eine Mischung aus verschiedenen Beiträgen und es wurde noch ein “Rave” angekündigt. Ok, dachte ich mir, warum nicht?

Angefangen hat das ganze mit einem Lied einer leicht bekleideten Flugmannschaft, angeführt von “Purity Britney” - einer Anspielung auf Britney Spears, die damals anscheinend propagiert hat sich bis zur Ehe aufzusparen. Nachgelegt wurde dann vom Act Kitty and the Cat, deren Auftritt mich nachhaltig verstört hat - musikalisch wie visuell.

Anschließend hat Nana Myrrhe dann ein paar Abschnitte aus ihrem Buch vorgelesen. Dieser Teil war leider viel zu kurz für meinen Geschmack. In der anschließenden Pause hatte man die Gelegenheit sich mit der sympathischen Autorin zu unterhalten.

Nach der Pause wäre es dann weitergegangen mit The Toten Crackhuren im Kofferraum (“The TCHIK”). Da ich befürchtet hatte dass das eine konsequente Fortsetzung der bisherigen künstlerischen Darbietungen werden würde, habe ich beschlossen einfach etwas früher nach Hause zu gehen. Lieber eine Mütze Schlaf als einen Sack Albträume, haha.

Ein schräger Abend. Wer sich für das Thema Purity Culture interessiert, oder selbst betroffen ist/war, dem sei das Buch auf jeden Fall an’s Herz gelegt. Es hat einen etwas eigenwilligen Schreibstil, ist aber ein empathischer Begleiter zur Aufarbeitung des Themas. Es enthält Geschichte, Hintergründe und Auswirkungen der Purity Culture, gespickt mit persönlichen Kurzgeschichten aus dem (Er-) Leben der Autorin. Flashbacks sind garantiert!

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Jurassic Neukölln

von Achim

Berlin überrascht einen immer wieder auf’s Neue. In Neukölln bin ich heute diesem Auto aus Jurassic Park über den Weg gelaufen:

Als nächstes begegne ich dann vermutlich einem T-Rex, der am Hermannplatz die Dönerbuden leerräumt…

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U-Bahn im Grünen

von Achim

Kürzlich habe ich meine neue Lieblings-U-Bahn-Haltestelle in Berlin entdeckt. Sie sieht aus, als ob man mitten im Wald ein- und aussteigen könnte. Die Rede ist von Britz-Süd:

Wenn man sich umdreht fühlt man sich fast wie auf einem Wanderweg:

Mir gefällt’s.

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