Senaru Wasserfälle

von Achim

Neben dem Vulkan Rinjani sind auch die Wasserfälle in Senaru ein Besuchermagnet. Gegen einen kleinen Obulus von 20.000 IDR p.P. (1 EUR) kann man zu den Fällen wandern. Über ein paar Stufen sind wir zu Sendang Gila, dem ersten Wasserfall, gekommen:

Am Fuß des Wasserfalls waren ein paar Händler und wir wurden durch die sanfte Gischt schön erfrischt.

Der Weg zum zweiten Wasserfall, Tiu Kelep, hat uns an dessen Flusslauf entlanggeführt:

Es ging durch wunderschönen Regenwald und nach nicht allzu langer Zeit waren wir dann beim zweiten, und deutlich größeren, Tiu Kelep angelangt:

Direkt am Fuß des Wasserfalls hat ein anderer Wind geweht und man musste sich fast schon dagegen stemmen um überhaupt in’s Wasserbecken zu kommen. Das Wasser war überraschend kalt. Wenn man darüber nachdenkt ist das aber eigentlich auch nicht verwunderlich, da es ja vermutlich aus über 3000m Höhe kommt. Die Abkühlung hat auf jeden Fall sehr gut getan.

Auf dem Rückweg haben wir uns dann mehr Zeit gelassen den Wald und seine Bewohner zu genießen. Es waren wieder viele Makaken, die Chaos-Armee des Waldes, unterwegs:

Wir haben aber noch zwei andere Affenarten gesehen. Eine sehr kleine und dann noch diese schwarzen (vermutl. schwarze Haubenlanguren):

Ich muss sagen dass die schwarzen deutlich angenehmer waren als die Makaken, die doch recht leicht aufdringlich, bis hin zu aggressiv, werden können.

Zurück beim ersten Wasserfall haben wir uns noch gegrillte Maiskolben gegönnt:

Am Ausgang des Wasserfalls hat sich dann noch ein Einheimischer als Fahrer für morgen angeboten. Wir haben das Angebot angenommen und sind gespannt ob er morgen früh dann wirklich zur vereinbarten Zeit bei unserer Unterkunft auftaucht.

Das geht:

  • Schlafen ohne Klimaanlage - sehr angenehm dass es hier ein bisschen kühler ist
  • Die kühle und nasse Frische bei den Wasserfällen
  • Gegrillte Maiskolben - das hatte ich schon lange nicht mehr

Das geht nicht:

  • Da freut man sich auf seine Maiskolben und dann sind die total verbrannt - ein bisschen mehr Grillzeit und dafür weniger Karzinogene wäre geil gewesen
  • Ameisenstraßen im Zimmer - es ist hier tatsächlich eine bunte Mischung von ganz klein, über normalgroß, bis hin zu “könnte fast schon ein Snack sein”
  • Ursel hat leider immer noch juckende Stellen vom Schnorcheln - anscheined können Larven von Nesseltieren solche Reaktionen hervorrufen, die Symptome sollten aber nach ein paar Tagen wieder abklingen
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Senaru

von Achim

Heute hieß es schon Abschied nehmen von Gili Air. Mit Boot und Auto ging es nach Senaru, einem kleinen Bergdorf auf der Nachbarinsel Lombok. Lombok ist geprägt vom Rinjani, einem über 3700m hohen, aktiven Vulkan.

Da Senaru etwas höher liegt ist das Klima deutlich angenehmer als auf Meereshöhe. Wir haben uns nach unserer Ankunft auf den Weg zu einem “traditionellen Dorf” gemacht. Man kann dort an einer Führung teilnehmen und unsere Führerin hat uns alles mögliche über das Leben im Dorf erklärt.

Hier ist z.B. ein Reisspeicher in den der getrocknete, jedoch noch nicht geschälte, Reis eingelagert wird:

Jede Familie hat einen eigenen Reisspeicher.

Die Leute im Dorf bauen verschiedene Sachen an, unter anderem Kaffee, Kakao und Vanille:

Die Wohnhäuser werden hauptsächlich zum Schlafen und kochen verwendet. Gekocht wird in den meisten Häusern wohl auf einer offenen Feuerstelle:

Bemerkenswert war auch dass die Schlafplätze, für unsere Verhältnisse, recht hart sein müssen. Es ist nur eine dünne Matte auf einem Holzbrett, bzw. dem Boden wenn man Gäste hat. Ein Schlafplatz wird oft von mehreren Leuten geteilt. Hier herrscht deutlich mehr Nähe als bei uns.

Nach der interessanten Führung durch das traditionelle Dorf sind wir ein wenig bergauf gelaufen. Es ging durch Kaffee- und Kakao-Plantagen:

Wir sind an einen Aussichtspunkt mit tollem Blick auf den Tiu Kelep Wasserfall gekommen:

Um vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück zu sein, haben wir dann umgedreht.

Zum Abendessen hatten wir dann Urap-Urap und Gado-Gado:

War sehr lecker.

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Gili Air

von Achim

Gili Air ist, zumindest an Land, eine Verbrennermotor-freie Insel. Das ist extrem angenehm weil hier der Lärm und Gestank der Verbrenner fehlt. Stattdessen benutzen die Leute hier Fahrräder, E-Roller und Pferdefuhrwerke:

Ich bin ein großer Fan dieses Konzepts seit ich es vor Urzeiten zum ersten Mal auf Wangerooge erlebt habe.

Obwohl Indonesien ein überwiegend muslimisches Land ist, gibt es auf Bali wohl hauptsächlich Hinduisten. Aber auch auf Gili Air strahlt dieser Einfluss aus, wie man an dieser liebevollen Szene in unserer Unterkunft erkennen kann:

Wir sind hier in urigen Hütten auf einem sehr schön gepflegten Grundstück untergebracht:

Da ich mich gestern anscheinend bei unserer Inselumrundung am Fuss verletzt habe bin ich gestern aus dem Wasser geblieben um die Wunde zu entlasten. Ursel war schon ganz heiss auf’s schnorcheln, musste aber feststellen dass die Sicht leider gleich Null war.

Heute sind wir dann nochmal gemeinsam losgezogen. Und die Sicht war heute schon deutlich besser. Hier wird wohl mit Korallenzucht experimentiert. Um das Korallenwachstum zu stimulieren werden ihnen auf ihren Zuchtgerüsten wohl sanfte Stromstöße verpasst:

Anscheinend bringt’s das und die Korallen wachsen so bis zu sechsmal so schnell!

Ein Höhepunkt unseres Trips heute waren die Schildkröten. Zuerst haben wir eine Karettschildkröte gesehen:

Nach einer Weile kam dann noch eine Grüne Meeresschildkröte dazu:

Wie cool! Besonders schön war’s als die beiden sich am Meeresboden getroffen und begrüßt haben.

Bei der Abbruchkante zum tieferen Wasser waren unglaublich viele Fische unterwegs:

Ein richtig schöner Schnorcheltrip!

Das geht:

  • Scheissen unter Sternen - kein Problem dank unseres Freiluftbades
  • Verbrennermotorenfreie Insel
  • Die entspannte Insel-Stimmung

Das geht nicht:

  • Scheissen mit Moskitos - ein Problem dank unseres Freiluftbades
  • Um 4:30 vom Muezzin geweckt werden, der dann auch noch die Hähne aufweckt
  • Sich beim barfuss laufen aufschneien - zum Glück haben wir das gute Braunovidon dabei, damit gehen Wunden ruckzuck wieder zu
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Tour de Force: von Coron nach Gili Air

von Achim

Gestern hat der Wecker bei uns um 4:30 Morgens für den Flug nach Bali geklingelt. Unsere ursprüngliche Flugverbindung wäre halbwegs direkt von Coron über Manila nach Bali gewesen und um 16:00 gestartet. Da Philippine Airlines aber irgendwas umgestellt hat, war die urpsrüngliche Route nicht mehr verfügbar und wir mussten nun noch einen Umweg über Cebu nehmen. Das ist ungefähr so als würde man von Freiburg nach Stuttgart noch über München fahren. Zusätzlich hat sich die Wartezeit in Manila auf sieben Stunden erhöht.

Der elektronische Vorab-Check-In ging, vermutlich aufgrund der Flugroutenumstellung, nicht. Wir mussten also in Coron am Schalter einchecken. Das wurde unerwartet spannend. Zwischendurch hat es sich für uns so angehört als ob unsere Tickets gerade erst beim einchecken besorgt wurden - obwohl unser Flug als umgebucht galt. Während wir da so standen haben wir schon befürchtet dass das ganze Prozedere so lange dauern würde dass wir vielleicht sogar noch unseren Flug verpassen. Nach ca. 45 Minuten am Check-In war es dann soweit und wir haben endlich unsere Bordkarten bekommen. Zum Glück hatten wir genügend Puffer eingebaut und die Zeit hat sogar noch für das Herunterschlingen eines Muffins gereicht:

Nachdem unsere kleine Propellermaschine sicher in Cebu gelandet war, durften wir hier zwei Stunden auf die Weiterreise warten. Unsinnigerweise gab es nach dem Aussteigen nochmal einen Sicherheitscheck unseres Gepäcks, das ja schon vor dem Einsteigen geprüft wurde. Naja, vielleicht läuft das unter Arbeitsbeschaffung.

Unsere sieben Stunden in Manila konnten wir dann mit lesen, durch’s Terminal geistern und Müsli essen verbringen. Ja, sie hatten tatsächlich Müsli in Manila! Als es dann endlich soweit war, konnten wir pünktlich in unser Flugzeug einsteigen. Nach der Landung, die vom Philippine Airlines Lied begleitet wurde, gab es in Bali ein bisschen Aufregung weil unser Gepäck sehr spät auf’s Band kam - aber es kam. Vor dem Flughafen hat dann eine Horde Taxi-Fahrer gewartet und mit sehr viel Enthusiasmus ihre Dienste angeboten. Anstrengend. Unser Hotel war jedoch in Fußweite und gegen 2:00 konnten wir endlich schlafen gehen. Am nächsten Morgen haben wir festgestellt dass alle Euro-Münzen aus meinem Rucksack fehlen. Da hat wohl irgendjemand vom Bodenpersonal zugegriffen. Immerhin hat er den Rest dringelassen.

Nach dem Frühstück ging es dann gleich weiter Richtung des Fährhafens in Bali:

Dort haben wir, nach ein bisschen herumfragen, einen fairen Deal für die Überfahrt nach Gili Air gefunden. Schön dass im Wartebereich der MKP-Lounge guter Melodic Metalcore lief. Die fast vierstündige Überfahrt von Bali nach Gili Air kam uns relativ lang vor - wahrscheinlich waren wir einfach schon zu durch. Immerhin haben wir dann auf Gili Air tatsächlich noch eine Inselumrundung geschafft. Und unterwegs gab’s noch schön Abendessen am Strand:

So, dann mal gute Nacht.