Hipster in Vietnam

von Achim

Eigentlich ist die Touri-Attraktion in Can Tho ein schwimmender Markt. Allerdings scheint der seit Corona ausgestorben zu sein und exitiert nun jetzt scheinbar nur noch als Touristenfalle. Wir haben uns die Tour um 5:00 morgens also geschenkt und stattdessen ausgeschlafen. Ursel hat ein schickes Hipster-Café für’s Frühstück ausfinding gemacht:

Die hatten leckeren Käsekuchen und sogar Pastel de Nata:

Die nette Kulisse hat auch jede Menge Leute für Fotoshootings angezogen:

Wir vermuten sie waren hier um Fotos für’s Neujahrsfest (Tet) zu machen das in zwei Tagen statt findet. Das Café hatte sogar einen Kleiderschrank mit Outfits zum mieten aufgestellt:

Die Leute waren auf jeden Fall mit Fotografen und riesigen Schminkkoffern angerückt und hatten jede Menge Spass beim Fotos schießen. Mit ein paar hatten wir einen kurzen Austausch und ich durfte ein Foto von ihnen machen:

Danach sind wir ein bisschen in der Stadt am Fluss herumgelaufen. Hier gibt es wirklich nicht sonderlich viel zu sehen:

Dieser rosa VinFast (eine junge vietnamesische E-Auto Marke) im Lada-Design war aber ein echter Hingucker:

Ein nettes Detail war der sich drehende Aufziehschlüssel auf dem Dach. Witzig!

Nach einem leckeren Abendessen sind wir dann noch über die Neujahrsfestpromenade geschlendert. Auf ca. 200m war hier echt jede Menge aufgebaut:

Was für ein Rummel!

Das geht:

  • Entspannt brunchen mit leckerem Essen und schöner Atmosphäre
  • Die Vietnamesen in ihren stylischen Outfits
  • Nette Leute die einem helfen den Weg zu finden

Das geht nicht:

  • Man muss hier meistens auf der Straße laufen weil die Gehwege entweder komplett mit Rollern zugeparkt sind, mit Zeug zustehen (Verkaufsgegenstände, Caféstühle) oder jemand seine Hängematte quer über den Gehweg aufgespannt hat
  • Das Essen ist hier teilweise schon eine Herausforderung. Es muss den Vietnamesen ja mit unserem Essen ähnlich gehen. Sind die dann so “Och, schade dass die grobe Wurst hier gar keine Knorpel drin hat”?
  • Die Rollerdichte hier ist wirklich unfassbar! Die Leute rollern sogar direkt zum Marktstand auf dem Volksfest, anstatt einfach hinzulaufen.
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Can Tho

von Achim

Heute ging’s für uns gleich weiter in’s Mekong-Delta. Aber nicht ohne vorher nochmal ein paar leckere Banh Mochi zu verspeisen:

Wir haben ja schon von mehreren Leuten gehört dass das Reisen per Bus in Vietnam sehr komfortabel sein soll. Wir waren trotzdem überrascht dass wir die 3,5h Fahrt von Chau Doc nach Can Tho in einem Schlafbus gefahren sind. Es gab drei Reihen mit doppelstöckigen Einzelliegen von vorne nach hinten und dementsprechend zwei parallele Gänge:

Interessantes Design. Immerhin muss so niemand mit jemand fremdem schlafen.

In Can Tho sind wir dann auf Erkundungstour gegangen. Und wo wir gerade beim Schlafen sind: das nimmt hier einen sehr großen Stellenwert ein. Die Leute schlafen quasi überall und zu jeder Tageszeit. Und sie sind echt kreativ um sich Schlafgelegenheiten zu verschaffen:

Die Stadt liegt, wie schon Chau Doc, auch am Hau. Man kann hier schön an der Flusspromenade entlangspazieren um zumindest etwas dem unaufhörlichen Gedröhne der unzähligen Roller zu entkommen. Dabei sind wir an dieser Statue von Ho Chi Minh vorbeigekommen:

Die Stadt erwacht aber erst so richtig nach Einbruch der Dämmerung, wenn die Lichter angehen:

Dann ist die Flusspromenade bunt beleuchtet:

Die Skulpturen auf der “Liebesbrücke” lassen ihre Lichtanimationen aufspielen und auch die Schiffe auf dem Fluss machen mit intensiver Beleuchtung auf sich aufmerksam:

Auf dem, tagsüber noch toten, Marktplatz tummeln sich plötzlich lauter Essensstände und der Platz ist voller Leben:

Was für ein Unterschied zu nur ein paar Stunden früher!

Das geht:

  • Netter Austausch mit Österreichern - ich beneide sie ja ein bisschen dass sie in ein paar Tagen zurückfliegen und dann wieder Zugriff auf die leckere österreichische Küche haben…
  • Leckere Blasenwaffeln vom Markt
  • Hey, ein Supermarkt!

Das geht nicht:

  • Der Rollerlärm
  • Der Krach im allgemeinen - die Vietnamesen scheinen komplett lärmunempfindlich zu sein
  • Touri-Abzocke am Marktstand (nicht die Waffeln)
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Hallo Vietnam!

von Achim

Gestern sind wir von Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, mit dem Schiff nach Chau Doc in Vietnam gefahren. Chau Doc befindet sich am Hau, einem Fluss der parallel zum Mekong in’s Meer fließt. Durch einen Verbindungskanal sind wir vom Mekong in den Hau gekommen. Der Grenzübertritt verlief erfreulich geschmeidig und so konnten wir bald darauf schon an unserem Steg, mitten im Grünen, anlegen:

Auf der Fahrt ist uns aufgefallen dass hier deutlich mehr Müll im Fluss rumschwimmt. Das hält aber niemanden vom baden oder fischen ab.

Der Fluss ist auch hier integraler Bestandteil des Alltags. Es gibt viele schwimmende Häuser:

Und viele der Häuser am Ufer ragen, mithilfe von Stelzen, in den Fluss hinein:

An der Uferpromenade wurde den Bewohnern von Chau Doc ein frohes neues Jahr gewünscht:

Und zu einer Konferenz eingeladen:

Der Markt hier war mal wieder sehr urig. Hier gibt es alles zu kaufen was zappelt, oder auch nicht mehr zappelt. Ursel fand das Bild von der “Frau im Fleisch” besonders gut:

Und schöne Bauwerke gibt es hier, neben heftigem Rollerverkehr, natürlich auch:

Aber zum Glück sind wir ja mittlerweile erfahren im Straße überqueren.

Das geht:

  • Dass Ursel Sachen auf vietnamesisch bestellt - richtig cool!
  • Nudelsuppe
  • Bánh Mochi - kleine Teigkugeln mit süßer Füllung

Das geht nicht:

  • Die Vermüllung der Landschaft
  • Noch größere Zahlen beim Geldverkehr (1.000.000 Dong sind 33 Euro)
  • Ich kann mich immer noch nicht so richtig mit den Fischmarkt-Gerüchen anfreunden
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Angkor: Petit Circuit

von Achim

Heute war der Petit Circuit in Angkor dran. Wir sind wieder mit Fahrrädern losgezogen. Erster Halt war Angkor Wat. Ein beliebtes Spektakel ist wohl den Sonnenaufgang hier anzuschauen. Da wir aber nicht um 4:30 aufstehen wollten, haben wir lieber ausgeschlafen und auf ein schönes Abendlicht spekuliert (was unseres erachtens sowieso mehr Sinn macht, da man morgens Gegenlicht hat).

Aber auch gegen 10:00 waren jede Menge Leute für Fotoshootings unterwegs:

Der Tempel ist eine sehr imposante Erscheinung! Wir waren allerdings überrascht davon wie sehr der Sandstein schon ausgewaschen ist:

Viele Details sind bei näherem Hinsehen gar nicht mehr sichtbar. Allerdings wird hier gerade auch kräftig restauriert. Die Tempelanlage an sich ist sehr groß und man könnte vermutlich Stunden damit verbringen sich alles anzuschauen.

Wir wollten aber noch andere Tempel sehen und sind dann zum Ta Prohm Tempel weitergezogen. Hier wurden anscheinend ein paar Szenen für den Film Lara Croft: Tomb Raider (mit Angelina Jolie) gedreht. Schon ziemlich zerfallen, sieht aber trotzdem noch richtig cool aus:

Eigentlich gibt gerade der Zerfall und die langsame Rückeroberung der Natur dem Tempel seine besondere Note:

Aufgrund der vielen Bäume konnten wir hier hervorragend die heisse Mittagszeit verbringen.

Weiter ging’s Richtung Bayon. Bei der “Terrasse des Lepra-Königs” gibt es eine Wiese bei der viele Paare Hochzeitsfotos machen. Die Mauer der Terrasse selbst ist mit aufwändigen, detailverliebten Verzierungen versehen:

Einer der “Hauptattraktionen” ist der Bayon-Tempel:

Wie man am Gerüst sehen kann wird hier auch kräftig restauriert. Der Tempel selbst ist richtig abgefahren. Er ist super dicht bebaut und die Wände und Säulen mit unzähligen Details überzogen. Teilweise stehen die Wände und Säulen so dicht beieinander dass man fast nicht zwischen ihnen durchkommt. Immer wieder kann man aber Blicke nach aussen erhaschen, wo viele Gesichter eingearbeitet sind:

Es war schon spät und wir wollten nochmal zu Angkor Wat. Also ging’s weiter:

Bei Angkor Wat waren wir gerade rechtzeitig um noch die letzten Strahlen des tollen Abendlichts einzufangen:

Man muss erst ein ganzes Stück laufen bis der Haupttempel in Sichtweite kommt, aber es hat sich gelohnt:

Ein richtig toller Anblick bei perfekter Beleuchtung. Ein schöner Abschluss unserer Angkor Tour!

Das geht:

  • Heute zum Glück zwei zuverlässige Fahrräder haben (sie hatten sogar Licht!)
  • Ein fairer Wasser-Deal (0,50 USD pro Flasche)
  • Gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang bei Angkor Wat sein

Das geht nicht:

  • Leute, die historische Monumente beschädigen (z.B. durch einritzen ihres Namens) - muss das wirklich sein?
  • Hier wird man leider wieder sehr intensiv von allen möglichen Händlern auf ihr Angebot aufmerksam gemacht, egal wie unpassend (z.B. “Do you need tuktuk?” während man auf dem Fahrrad fährt…)
  • Am Abend noch Treppen laufen - wir sind dann erstmal durch…
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