Angkor: Petit Circuit

von Achim

Heute war der Petit Circuit in Angkor dran. Wir sind wieder mit Fahrrädern losgezogen. Erster Halt war Angkor Wat. Ein beliebtes Spektakel ist wohl den Sonnenaufgang hier anzuschauen. Da wir aber nicht um 4:30 aufstehen wollten, haben wir lieber ausgeschlafen und auf ein schönes Abendlicht spekuliert (was unseres erachtens sowieso mehr Sinn macht, da man morgens Gegenlicht hat).

Aber auch gegen 10:00 waren jede Menge Leute für Fotoshootings unterwegs:

Der Tempel ist eine sehr imposante Erscheinung! Wir waren allerdings überrascht davon wie sehr der Sandstein schon ausgewaschen ist:

Viele Details sind bei näherem Hinsehen gar nicht mehr sichtbar. Allerdings wird hier gerade auch kräftig restauriert. Die Tempelanlage an sich ist sehr groß und man könnte vermutlich Stunden damit verbringen sich alles anzuschauen.

Wir wollten aber noch andere Tempel sehen und sind dann zum Ta Prohm Tempel weitergezogen. Hier wurden anscheinend ein paar Szenen für den Film Lara Croft: Tomb Raider (mit Angelina Jolie) gedreht. Schon ziemlich zerfallen, sieht aber trotzdem noch richtig cool aus:

Eigentlich gibt gerade der Zerfall und die langsame Rückeroberung der Natur dem Tempel seine besondere Note:

Aufgrund der vielen Bäume konnten wir hier hervorragend die heisse Mittagszeit verbringen.

Weiter ging’s Richtung Bayon. Bei der “Terrasse des Lepra-Königs” gibt es eine Wiese bei der viele Paare Hochzeitsfotos machen. Die Mauer der Terrasse selbst ist mit aufwändigen, detailverliebten Verzierungen versehen:

Einer der “Hauptattraktionen” ist der Bayon-Tempel:

Wie man am Gerüst sehen kann wird hier auch kräftig restauriert. Der Tempel selbst ist richtig abgefahren. Er ist super dicht bebaut und die Wände und Säulen mit unzähligen Details überzogen. Teilweise stehen die Wände und Säulen so dicht beieinander dass man fast nicht zwischen ihnen durchkommt. Immer wieder kann man aber Blicke nach aussen erhaschen, wo viele Gesichter eingearbeitet sind:

Es war schon spät und wir wollten nochmal zu Angkor Wat. Also ging’s weiter:

Bei Angkor Wat waren wir gerade rechtzeitig um noch die letzten Strahlen des tollen Abendlichts einzufangen:

Man muss erst ein ganzes Stück laufen bis der Haupttempel in Sichtweite kommt, aber es hat sich gelohnt:

Ein richtig toller Anblick bei perfekter Beleuchtung. Ein schöner Abschluss unserer Angkor Tour!

Das geht:

  • Heute zum Glück zwei zuverlässige Fahrräder haben (sie hatten sogar Licht!)
  • Ein fairer Wasser-Deal (0,50 USD pro Flasche)
  • Gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang bei Angkor Wat sein

Das geht nicht:

  • Leute, die historische Monumente beschädigen (z.B. durch einritzen ihres Namens) - muss das wirklich sein?
  • Hier wird man leider wieder sehr intensiv von allen möglichen Händlern auf ihr Angebot aufmerksam gemacht, egal wie unpassend (z.B. “Do you need tuktuk?” während man auf dem Fahrrad fährt…)
  • Am Abend noch Treppen laufen - wir sind dann erstmal durch…
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Angkor: Grand Circuit

von Achim

Ein paar Kilometer nördlich der Stadt Siem Reap befindet sich Angkor, einst das Zentrum des Khmer-Königreiches Kambuja. Das Areal mit den vielen alten Tempeln hat wohl die Größe von Los Angeles. Dort befindet sich auch die berühmte Tempelanlage Angkor Wat.

Da das Gebiet sehr groß ist, haben wir uns eine Drei-Tages-Karte geholt. Viele erkunden das Gebiet entweder mit Roller oder einer Tuktuk-Tour. Wir haben uns aber wieder für’s Fahrrad entschieden und sind mit dem “Grand Circuit” gestartet.

Es gibt sehr viele Tempel zu sehen, daher hier nur ein Ausschnitt. Ziemlich am Anfang unserer Tour kamen wir am östlichen Mebon vorbei:

Später dann beim Ta Som Tempel, der sehr schön von Bäumen umgeben war:

In Angkor gibt es mehrere große, rechteckig angelegte, Seen. In der Mitte eines dieser Seen, auf einer angelegten Insel, befindet sich Neak Pean:

Man muss erst über eine ca. 50m lange Brücke gehen um dorthin zu gelangen.

Eine ziemlich große Tempelanlage war Preah Khan. Wir hatten Glück dass gerade ein paar Mönche vorbeikamen:

Ist natürlich super für’s Foto.

Die Tempel sind alle sehr detailreich verziert:

Es gibt quasi keinen cm² auf dem keine Ornamente oder Figuren abgebildet sind. Der Aufwand der hier betrieben wurde ist unvorstellbar.

Viele der Tempel wurden nach der ersten Jahrtausendwende gebaut. Mittlerweile sind viele der Tempel ziemlich zerfallen, sehen aber immer noch sehr beeindruckend aus:

An den Haupt-Attraktionen Bayon und Angkor Wat sind wir dann einfach vorbeigefahren weil es schon spät war. Volle Tempel-Dröhnung!

Das geht:

  • Die abgefahrene Architektur der Tempel von Angkor
  • Tempel die mitten im Wald stehen
  • Das tolle Frühstücksbuffet unseres Hotels das uns den ganzen Tag satt gehalten hat

Das geht nicht:

  • Mit einem Fahrrad, bei dem man Angst hat dass jeden Moment was abfällt, 45km fahren - ich war sehr froh als wir wieder zurück waren
  • Dass einem manche der Ticketkontrolleure gleich noch eine Tuktuk-Tour andrehen wollen
  • Ich muss mich leider wiederholen: Affen füttern (die Folge: anscheinend wurden bei Angkor Wat immer mal wieder Leute von aggressiven Affen angegriffen)
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Mekong Flussdelfine

von Achim

Die Hauptattraktion in Kratie sind die Flussdelfine im Mekong. Die wollten wir natürlich auch sehen. Unser Gasthaus hat uns einen netten Tourenführer aus der Gegend vermittelt der mit uns losgepaddelt ist. Recht bald kamen wir an einer kleinen Insel vorbei auf der Wasserbüffel gegrast haben. Wir wurden misstrauisch beäugt:

Unsere Fahrt ging zum Glück nur stromabwärts denn der Mekong fließt ziemlich schnell. Mal abgesehen davon dass der Fluss wirklich riesig ist, hat er auch Studel und Stromschnellen die wohl auch immer wieder Leute kentern lassen. Aber da wir uns gut angestellt haben durften wir sogar die etwas schwerere Route fahren.

Die Natur in der Ecke ist wirklich super schön:

Wir haben an einer kleinen Insel angelegt, sodass wir in Ruhe das Fluss-Panorama bewundern konnten:

Als Snack hatte unser Führer eine lokale Spezialität mitgebracht - Klebereis mit Bohnen im Bambusstab:

Eine richtig geniale Sache: der Inhalt wird in den Bambusstab gefüllt und dann mit Kokosfasern verschlossen. Anschließend gart man die Stäbe über dem Feuer bis der Inhalt durch ist. Man kann sie dann einfach einpacken und mitnehmen. Zum essen schält man erst den Bambus ab und dann kann man reinbeissen:

Das “Bambuspapier” kann man einfach mitessen. Praktisch und umweltfreundlich.

Nach der Pause waren wir ziemlich schnell wieder aus dem schönen Gebiet raus und hatten dann die volle Breite des Mekong vor uns. Die Flussdelfine zu finden war trotzdem gar nicht so schwer. Wir mussten einfach nur schauen wo die anderen Boote waren:

Die Delfine haben sich aber natürlich ordentlich bewegt und so mussten wir immer ein bisschen schauen wo sie auftauchen und immer wider den Standort wechseln. Und am Ende gab’s die Delfine sogar noch mit schönem Sonnenuntergang:

Fehlen eigentlich nur noch die Regenbögen.

Das geht:

  • Netter Tourguide
  • Die tolle Mekong-Insellandschaft
  • Schummeln und am Ende das Kajak gegen ein Motorboot eintauschen

Das geht nicht:

  • Die Flussdelfin-Population ist seit Jahren leicht rückläufig - man kann nur hoffen dass sie sich wieder erholen und hier nicht auch aussterben, wie in Laos bei Don Det (dort gab es bis vor ein paar Jahren scheinbar auch noch welche)
  • Eine Mücke verscheuchen wollen und dabei seine Sonnenbrille im Mekong versenken - und Tschüss!
  • Moskitos die einen nachts wach halten
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Koh Trong

von Achim

Die Fahrt gestern nach Kambodscha war ein bisschen abenteuerlich. Nach dem Grenzübertritt von Laos nach Kambodscha haben wir Busse gewechselt. Da das Busunternehmen gerade wohl keinen normalen Bus in der Nähe hatte, sind wir die restlichen vier Stunden einfach mit einem Schlafbus nach Kratie gefahren:

Schönerweise war der aber deutlich geräumiger als der in Laos.

Unser Gasthaus in Kratie war ziemlich ausserhalb der Stadt. Unsere Straße war ungeteert und die Hütten gegenüber lagen direkt am Mekong. Es war interessant das Treiben auf der Straße und in den Häusern zu beobachten:

Die Roller und Mopeds sind hier das Zugpferd für wirklich alles.

Heute Morgen haben wir uns Fahrräder geliehen um Koh Trong, eine Mehkong-Insel, zu erkunden. Da es keine Brücke auf die Insel gibt, haben wir die Fähre genommen. Das Baby auf der Fähre hat direkt neben dem lauten Schiffsmotor geschlafen:

Der Schlaf der Gerechten.

Weil aufgrund der Trockenzeit der Wasserstand im Fluss gerade niedrig ist, ist Koh Trong von einer großen Sandbank umgeben:

Man kann auch hier entspannt über die Insel radeln und in das Dorfleben eintauchen:

An der Ostseite der Insel liegen schwimmende Häuser vor Anker:

Ein schöner und entspannter Tag.

Das geht:

  • Nette Kanadier treffen
  • Bus-Betten mit 175cm Länge - fast richtig gemütlich
  • Unser “Reiseführer” der, trotz ziemlichem Chaos, unerschütterlich gute Laune verbreitet hat

Das geht nicht:

  • Tagsüber mit einem Schlafbus fahren
  • Die fensterlosen Betten im “unteren” Abteil - blieben uns zum Glück erspart
  • Trinksportler am Grenzübergang in der eigenen Gruppe haben - wir waren froh dass das zu keinen größeren Verzögerungen geführt hat
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