Istanbul zu Wasser

von Achim

Nach dem strengen Fußmarsch gestern wollten wir es heute etwas gemütlicher angehen lassen und eine Bootsfahrt auf dem Bosporus machen. Auf dem Weg zum Anleger kamen wir am großen Basar vorbei. Natürlich wollte ich unbedingt auf einen türkischen Basar und so haben wir uns in’s Getümmel gestürtzt:

Ein bisschen wie in Dubai im Gold-Souk.

Am einen Ende des großen Basars, neben der Bayezid II Moschee, befindet sich der Bücherbasar. Dort gibt es viele religiöse Schriften, wie mir scheint. Was man ebenfalls dort findet sind lauter Katzen:

Diese Katzen-Mama hat sehr skeptisch geschaut und war ein bisschen von uns enttäuscht, weil wir kein Futter dabei hatten. In Istanbul gibt es sehr viele Katzen. Die Leute füttern sie und stellen ihnen Wasser hin. Das schont hoffentlich die Vogelpopulation. Wenn ihr also nach Istanbul kommt, bringt Futter mit!

Am Bootsanleger haben wir gleich eine Bosporus-Bootstour für einen fairen Preis gefunden. Also nichts wie rauf auf’s Boot und Leinen los! Erst sind wir an der europäischen Seite von Istanbul entlang gefahren. Dort steht unter anderem der Dolmabahçe-Palast:

Den Blick nach Osten, auf die anatolische Seite, gewandt konnten wir den Fernsehturm Küçük Çamlıca sehen:

Aus dieser Perspektive sieht man es nicht so gut, aber mit seiner gedrehten Architektur ist er ein echter Hingucker!

Ebenfalls auf der anatolischen Seite steht die Çamlıca-Moschee, ein riesiges Gebäude mit Platz für bis zu 63.000 Gläubige:

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ließ sie 2013 erbauen.

Auf der europäischen Seite, ganz nah bei der Bosporus-Brücke, steht die Ortaköy-Moschee:

Ein hübsches Gebäude mit einem etwas anderen Stil.

Fast schon gegen Ende der Tour gab es schöne Blicke auf den Leanderturm:

Abgeschlossen haben wir die Tour witzigerweise etwas weiter nördlich als beim Einstieg. Dafür hatten wir einen richtig tollen Ausblick auf die Neue Moschee:

Die Namensbezeichnung halte ich, aufgrund ihrer Halbwertszeit, für sehr unglücklich. Aber schön aussehen tut sie allemal. Wie könnte man einen solchen Tag besser beschließen als mit einem Iskender Döner und etwas Baklava? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Alles in allem können wir sagen: Istanbul ist eine tolle Stadt, wir kommen sicher wieder!

Ein schöner Abschluss für unsere große Südostasien-Reise. Bevor es dann wieder mit der Arbeit losgeht können wir aber erst noch ein bisschen Zeit in der Heimat mit Familie und Freunden verbringen. Wir freuen uns darauf!

Das geht:

  • Wenn es erst heisst “nur Cash” und man aber am Ende doch mit Karte zahlen kann - irgendwie hat der Händler bei einem befreundeten Imbissstand ein Kartenlesegerät hervorgezaubert
  • Delfine vom Boot aus sehen - heute sehr viel näher aber leider nicht ganz so viele wie am ersten Tag
  • Ursel erzählt mir gerade dass es auf dem Basar viele Fälschungen gibt als uns ein Ladenbesitzer ungefragt seine Waren herunterbetet (…, “Rolex”, …) - was für ein schönes Timing!

Das geht nicht:

  • Ständig von Laden- und Restaurantbesitzern angequatscht werden - scheint allerdings hauptsächlich ein Problem in den touristischen Teilen der Stadt zu sein
  • Als Muslim Gold tragen - wie man uns am ersten Tag in der Blauen Moschee erklärt hat dürfen muslimische Männer kein Gold tragen, deshalb haben die ganzen Goldläden so viel Frauenschmuck
  • Das Hahnenwasser in Istanbul trinken - ist wohl deutlich besser als in Südostasien aber für den Verzehr immer noch nicht empfohlen
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Istanbul zu Fuß

von Achim

Uns war nicht klar wie groß Istanbul eigentlich ist bis wir es, bei der Recherche zu unserem Jakarta-Artikel, in einer Liste der größten Städte der Welt gefunden haben. Mit fast 16 Millionen Einwohnern ist die Stadt echt riesig und beheimatet damit fast 18% der Gesamtbevölkerung der Türkei (zum Vergleich: bei Berlin sind es gute 4% der Deutschen)! Wenn man die Stadt zu Fuß erkunden will kann man sich also darauf einstellen einiges an Strecke zurückzulegen. Genau das haben wir heute gemacht.

Zuerst kamen wir an der Bayezid II Moschee und der Istanbuler Uni vorbei:

Nicht weit davon entfernt steht die Süleymaniye-Moschee:

Von ihrem Hof aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt mit goldenem Horn und Bosporus.

Am Minarett sind Papageien ein- und ausgeflogen:

Ein paar Leute hatten im Garten der Moschee eine Schildkröte gefunden, die sich offenbar verirrt hatte:

Bis zum Stadtteil Fener war es noch ein ganzes Stück, aber es hat sich gelohnt:

Die bunten Häuser sehen einfach toll aus.

Ein beliebtes Fotomotiv ganz in der Nähe ist eine bunte Treppe, wo wir den Simit-Mann getroffen haben:

Sehr beeindruckend wie er die beliebten Sesamkringel auf dem Kopf balanciert!

Der Stadtteil Fener hat gemütliche Gassen und Restaurants:

Nicht weit davon entfernt steht die Georgskathedrale des “Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel”. Dass es sowas gibt war mir völlig unbekannt. Es handelt sich wohl um eine christlich-orthodoxe Kirche. Der Innenraum der Kathedrale ist leider ziemlich dunkel, sieht aber sehr beeindruckend aus:

Schöne Sache. Nachdem wir die ganze Strecke wieder zurückgelaufen sind waren wir am Ende ziemlich fertig. Gute Nacht!

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Istanbul: Fast wieder Zuhause

von Achim

Heute Morgen sind wir, nach fast 12h Flug, kurz vor 5:00 in Istanbul gelandet. Praktischerweise gab’s vom Flughafen einen Direktbus nach Sultanahmed, wo sich unsere Unterkunft befindet. Der Stadtteil ist sehr hübsch und wir haben uns schon gleich fast wie Zuhause gefühlt:

Nachdem wir unser Gepäck in der Unterkunft gelassen haben, sind wir erstmal was frühstücken gegangen:

Ach wie schön - wie bei uns in Neukölln.

Und ich konnte sogar Salep probieren:

Sehr lecker!

Anschließend sind wir in die Stadt gegangen. Wir wohnen nicht weit von der blauen Moschee entfernt:

Ein beeindruckendes Gebäude mit toller Architektur!

Wir durften auch reingehen und uns die Moschee von innen anschauen:

Drinnen gibt es Leute die einem den Islam erklären und man kann kostenloses Infomaterial mitnehmen. Auch liegen verschiedene Koran-Übersetzungen aus, die man kostenlos mitnehmen darf. Sehr praktisch.

Gleich nebenan steht die Hagia Sophia, welche manche vielleicht aus dem Computerspiel “Civilization” kennen:

Wie man sieht war sie leider verschleiert.

In Istanbul ist es nirgends weit zum Wasser. In der Nähe der Hagia Sophia fließen das Goldene Horn und der Bosporus zusammen in’s Marmarameer. Plötzlich haben wir im Wasser Delfine entdeckt:

Es waren mehrere Gruppen - sehr aktiv und über eine große Fläche verteilt. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet!

Das geht:

  • Wieder in Europa sein
  • Wir konnten schon direkt bei Ankunft in unser Zimmer obwohl der Checkin erst drei Stunden später war - eine Dusche nach einem so langen Flug tut einfach sehr gut!
  • Schön wieder Brot, Käse und Oliven essen zu können

Das geht nicht:

  • Salep ist ein leckeres Getränk, allerdings bedroht dessen Herstellung gewisse Orchideenarten, weshalb es in Deutschland scheinbar verboten ist - man sollte es daher, wenn überhaupt, sehr sparsam und mit Bedacht genießen (oder auf unproblematische Ersatzprodukte umsteigen)
  • Die Müdigkeit durch Schlafmangel und Jetlag
  • Hui, ganz schön kalt hier!
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Jakarta

von Achim

Für mich als Softwareentwickler, der fast sein ganzes bisheriges Berufsleben im Java-Umfeld gearbeitet hat, war es klar dass wir auch einen Stopp auf Java machen müssen, wenn wir schon so nah dran sind. Und was liegt da näher als Jakarta, der Hauptstadt von Indonesien? Zumal die “neue” Java Enterprise Edition ja nun auch in Jakarta EE umbenannt wurde. Ausserdem kommt man so schonmal ein ganzes Stück nach Westen und unserer Zeitzone näher.

Beim Flug von Flores nach Java hatten wir einen schönen Sonnenuntergang:

Es kommt ein bisschen darauf an wie man zählt aber laut statistischem Bundesamt war Jakarta, mit fast 42 Millionen (!) Einwohnern, im Jahr 2025 die größte Stadt der Welt - also ziemlich genau halb so groß wie ganz Deutschland.

Das Ding mit Megastädten ist dass sie ja erstmal gar nicht so viel größer wirken, wenn man drin steckt:

Wie man sieht ist die Umgebung um unser Hotel schon teilweise ein bisschen abgerockt. Die Stimmung in Jakarta ist aber ziemlich entspannt und keiner macht Stress. Sogar die Verkehrsteilnehmer halten sich an die Regeln und halten bei Rot an (zumindest die meisten).

Das Nationalmonument befindet sich in einem riesigen Park:

Nicht weit davon entfernt steht eine weitere Sehenswürdigkeit, die Istiqlal-Moschee:

Das Essen war auch gut:

Und jetzt warten wir gerade am riesigen, aber schönen, Soekarno-Hatta Flugahfen auf unseren Flug nach Istanbul:

Da sind wir beide schon sehr gespannt darauf!

Das geht:

  • Nach Jakarta scheint es nicht viele Touris zu verschlagen, wir waren meist die einzigen “Westler” und sind dementsprechend herausgestochen - so sehr dass eine Familie mal wieder ein Foto mit uns machen wollte
  • Lecker Pfirsich-Törtchen
  • Ein letztes Mal Indonesien genießen

Das geht nicht:

  • Wenn der Taxifahrer meint dass, nur weil man deutsch ist, man eine Dauerbeschallung mit Helene Fischer und Peter Maffay schätzen würde
  • Wie übertrieben kalt die Klimaanlagen hier eingestellt sind - da braucht man für die Innenräume fast schon eine Jacke
  • Glatte Oberflächen nach Regen mit abgelatschten Flip-Flops betreten und dabei richtig übel ausrutschen - zum Glück konnte ich mich noch rechtzeitig fangen
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