Mekong Flussdelfine

von Achim

Die Hauptattraktion in Kratie sind die Flussdelfine im Mekong. Die wollten wir natürlich auch sehen. Unser Gasthaus hat uns einen netten Tourenführer aus der Gegend vermittelt der mit uns losgepaddelt ist. Recht bald kamen wir an einer kleinen Insel vorbei auf der Wasserbüffel gegrast haben. Wir wurden misstrauisch beäugt:

Unsere Fahrt ging zum Glück nur stromabwärts denn der Mekong fließt ziemlich schnell. Mal abgesehen davon dass der Fluss wirklich riesig ist, hat er auch Studel und Stromschnellen die wohl auch immer wieder Leute kentern lassen. Aber da wir uns gut angestellt haben durften wir sogar die etwas schwerere Route fahren.

Die Natur in der Ecke ist wirklich super schön:

Wir haben an einer kleinen Insel angelegt, sodass wir in Ruhe das Fluss-Panorama bewundern konnten:

Als Snack hatte unser Führer eine lokale Spezialität mitgebracht - Klebereis mit Bohnen im Bambusstab:

Eine richtig geniale Sache: der Inhalt wird in den Bambusstab gefüllt und dann mit Kokosfasern verschlossen. Anschließend gart man die Stäbe über dem Feuer bis der Inhalt durch ist. Man kann sie dann einfach einpacken und mitnehmen. Zum essen schält man erst den Bambus ab und dann kann man reinbeissen:

Das “Bambuspapier” kann man einfach mitessen. Praktisch und umweltfreundlich.

Nach der Pause waren wir ziemlich schnell wieder aus dem schönen Gebiet raus und hatten dann die volle Breite des Mekong vor uns. Die Flussdelfine zu finden war trotzdem gar nicht so schwer. Wir mussten einfach nur schauen wo die anderen Boote waren:

Die Delfine haben sich aber natürlich ordentlich bewegt und so mussten wir immer ein bisschen schauen wo sie auftauchen und immer wider den Standort wechseln. Und am Ende gab’s die Delfine sogar noch mit schönem Sonnenuntergang:

Fehlen eigentlich nur noch die Regenbögen.

Das geht:

  • Netter Tourguide
  • Die tolle Mekong-Insellandschaft
  • Schummeln und am Ende das Kajak gegen ein Motorboot eintauschen

Das geht nicht:

  • Die Flussdelfin-Population ist seit Jahren leicht rückläufig - man kann nur hoffen dass sie sich wieder erholen und hier nicht auch aussterben, wie in Laos bei Don Det (dort gab es bis vor ein paar Jahren scheinbar auch noch welche)
  • Eine Mücke verscheuchen wollen und dabei seine Sonnenbrille im Mekong versenken - und Tschüss!
  • Moskitos die einen nachts wach halten
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Koh Trong

von Achim

Die Fahrt gestern nach Kambodscha war ein bisschen abenteuerlich. Nach dem Grenzübertritt von Laos nach Kambodscha haben wir Busse gewechselt. Da das Busunternehmen gerade wohl keinen normalen Bus in der Nähe hatte, sind wir die restlichen vier Stunden einfach mit einem Schlafbus nach Kratie gefahren:

Schönerweise war der aber deutlich geräumiger als der in Laos.

Unser Gasthaus in Kratie war ziemlich ausserhalb der Stadt. Unsere Straße war ungeteert und die Hütten gegenüber lagen direkt am Mekong. Es war interessant das Treiben auf der Straße und in den Häusern zu beobachten:

Die Roller und Mopeds sind hier das Zugpferd für wirklich alles.

Heute Morgen haben wir uns Fahrräder geliehen um Koh Trong, eine Mehkong-Insel, zu erkunden. Da es keine Brücke auf die Insel gibt, haben wir die Fähre genommen. Das Baby auf der Fähre hat direkt neben dem lauten Schiffsmotor geschlafen:

Der Schlaf der Gerechten.

Weil aufgrund der Trockenzeit der Wasserstand im Fluss gerade niedrig ist, ist Koh Trong von einer großen Sandbank umgeben:

Man kann auch hier entspannt über die Insel radeln und in das Dorfleben eintauchen:

An der Ostseite der Insel liegen schwimmende Häuser vor Anker:

Ein schöner und entspannter Tag.

Das geht:

  • Nette Kanadier treffen
  • Bus-Betten mit 175cm Länge - fast richtig gemütlich
  • Unser “Reiseführer” der, trotz ziemlichem Chaos, unerschütterlich gute Laune verbreitet hat

Das geht nicht:

  • Tagsüber mit einem Schlafbus fahren
  • Die fensterlosen Betten im “unteren” Abteil - blieben uns zum Glück erspart
  • Trinksportler am Grenzübergang in der eigenen Gruppe haben - wir waren froh dass das zu keinen größeren Verzögerungen geführt hat
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Been there, Don Det

von Achim

Im Süden von Laos, nicht weit entfernt von der Grenze zu Kombodscha, befinden sich die “4000 Inseln” im Mekong. Ob es wirklich so viele sind weiss vermutlich keiner, aber man bekommt schonmal eine grobe Vorstellung davon. Eine dieser Inseln ist Don Det. Die Stimmung hier ist ziemlich entspannt und es gefällt uns gut. Als wir heute Morgen zum Frühstück gegangen sind, haben wir diese Bombenhülsen vor dem Restaurant entdeckt:

Da wird einem schon ein bisschen anders. Laos gilt abscheinend, an der Einwohnerzahl gemessen, als das meistbombardierteste Land der Welt. Vielleicht knacken die Russen in der Ukraine ja diesen traurigen Rekord der Amerikaner. Es ist schon heftig. Man sollte hier übrigens niemals vom Weg abgehen, denn die Gefahr durch Blindgänger ist wohl immer noch relativ hoch.

Zum Glück gibt es hier auf Don Det aber gute Wege und so konnten wir uns mit unseren Leihfahrrädern sorglos über die Insel bewegen:

Immer wieder haben wir Rinder gesehen, die sich gerne im Fluss abgekühlt haben:

Über eine Verbindungsbrücke, damals noch von den Franzosen gebaut, gelangt man auf die südliche Nachbarinsel Don Khon. Dort kann man die Khon Phapheng Wasserfälle besichtigen, die sich über eine ziemlich lange Breite erstecken:

Und das ist nur ein Teil des Flusses.

Weiter südlich gab es einen Sandstrand, bei dem man zum baden in’s Wasser konnte:

Ganz an der Südspitze von Don Khon, am alten französischen Hafen, werden die Ausmaße des Mekong sichtbar:

Er ist wirklich riesig, aber nicht sonderlich tief - zumindest während der Trockenzeit.

Auf der Ostseite von Don Khon gab es ebenfalls Wasserfälle zu besichtigen. Hier hatten die Einheimischen Konstruktionen für den Fischfang aufgebaut:

Teilweise hat man Reusen gesehen, bei vielem anderen haben wir uns aber gefragt wie genau sie das benutzen.

Am Abend haben wir dann den Tag mit einer Reisebekanntschaft ausklingen lassen. Man kann hier wirklich sehr schön mit Blick auf den Fluss sitzen und es sich gut gehen lassen:

Eine runde Sache. Schade dass wir schon wieder weiter ziehen.

Das geht:

  • Die entspannten Restaurants mit Flussblick
  • Immer mal wieder in nette Leute reinlaufen, die man vorher getroffen hat
  • Über die Inseln radeln
  • Wenn man beim Fahrrad ausleihen fragt ob man tatsächlich kein Schloss braucht und die entgeisterte Antwort lautet: “No, you don’t need. Same, same.” - ach so, na dann…

Das geht nicht:

  • Bomben - egal ob von Deutschen, Amis, Russen oder sonstwem
  • Mango Sticky Rice mit vieeeeel zu viel Zucker
  • Laut Empfehlung des auswärtigen Amtes soll man das Mekong Wasser nicht berühren, weil es darin Parasiten gibt, die in die Haut eindringen und sich dann zu den Organen vorarbeiten. Dort nisten sie sich ein und vermehren sich. Blöd ist dann halt nur wenn das Wasser aus den Hähnen hier alles Mekong-Wasser ist… (unser Gastgeber, ein Franzose, hat allerdings wohl noch nie von diesen Parasiten gehört)
  • Ausfall der Heizung unserer Wohnung in Berlin mangels Wasserdruck bei -9°C - zum Glück hatten wir ganz tolle Unterstützung von unserer Homebase um das mit den Handwerkern klarzumachen (tausend Dank, liebe Jojo!)
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Bolaven Plateau

von Achim

Pakse ist eine beliebte Basis für Ausflüge in’s Bolaven-Plateau, einer Hochebene im Süden von Laos. Wir haben uns für eine Gruppen-Tagestour zu drei Wasserfällen entschieden. Nach einem kurzen Stopp bei einer (fake?) Teeplantage ging’s zum “Tad Fane” Wasserfall:

Dieser sehr schöne Doppelwasserfall ist mit 120m Höhe schon ein echter Hingucker. Man kann dort auch Zipline-Touren buchen. Aber nicht nur das Standard-Zeug. Nein, die Laoten sind ja sehr kreativ. Deshalb gab es, zusätzlich zur “normalen” Zipline (40 USD) noch folgende Angebote:

  • Sip on The Line (60 USD): eine kurze Teezeit zu zweit am Drahtseil (inklusive Teetisch mit Gedeck in der Luft)
  • Hammock on The Line (60 USD): man darf sich für 5min über dem Wasserfall in die Hängematte legen
  • Sleep on The Line (210 USD): ab 17:00 darf man sich in eine Hängematte über dem Wasserfall legen und dort übernachten (vermutlich gibt es Pee on The Line gratis oben drauf)

Witzige Ideen um aus Instagrammern Kapital zu schlagen.

Der nächste Wasserfall war “Tad Gneuang”:

Sehr malerisch gelegen, mit dem ganzen Grün drumherum.

Am Fuße des Wasserfalls haben buddhistische Mönche die Landschaft genossen:

Nach Mittagessen und Kaffepause war der letzte Wasserfall auf der Liste “Tad Champee”:

Dort konnte man kurz in’s Wasser springen. Zu viel Zeit hatten wir allerdings nicht weil wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang bei Wat Phou Salao, der goldenen Buddha Statue am Mekong in Pakse, sein wollten.

Als wir am Fuße des Berges ankamen war das Licht schon richtig schön in Stimmung. Wir mussten nur noch die steilen Stufen zum Gipfel erklimmen:

Oben bei der Buddha-Statue hatten wir einen tollen Ausblick auf Pakse und den Mekong:

Was für ein riesiger Fluss!

Das geht:

  • Eine Gruppe mit richtig netten Leuten erwischen
  • Geld und CO2 sparen durch Gruppen- statt Individualtour
  • Der Mekong

Das geht nicht:

  • 107 USD für die Individualtour um drei Wasserfälle zu sehen - da schaut man sich doch gerne nach Alternativen um
  • Bei einer Teeplantage ohne Erklärung abgeladen werden
  • Sich zu 14. hinten auf einen Transporter quetschen der eigentlich für 10 Leute gedacht scheint
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