Nach Palawan

von Achim

Vorgestern sind wir von Bohol mit der Fähre nach Cebu gefahren. Vor der Abfahrt konnte Ursel noch eine schöne Straßenszene einfangen. Die Leute schlafen hier, wie in den anderen Ländern die wir bisher besucht hatten, an allen möglichen Orten - auch auf ihren Mopeds:

Auf der Fähre von Bohol nach Cebu wurde vor der Fahrt ein Reisegebets-Video (“Prayer for Safe Travels”) abgespielt:

Die Sicherheitsanweisung aus dem Ordner “Prayer & Safety Videos” wurde hingegen übersprungen. Man muss halt Prioritäten setzen. :)

Generell stellt man hier gerne seine Frömmigkeit zur Schau. Auf Fahrzeugen prangt häufig ein Bibelspruch. An einer Tankstelle haben wir dieses Schmuckstück gesehen:

Das Geschäft ist von ganz oben abgedeckt. Für alle Fälle gibt’s aber noch einen Alarm-Knopf.

Auf Cebu waren wir dann nur eine Nacht. Am nächsten Tag ging schon unser Flug nach Puerto Princesa auf Palawan. Da es dort wohl noch kein Grab (das asiatische Uber) gibt, mussten wir auf ein Tuktuk zurückgreifen. Das Gefährt war mit sehr liebevollen Details gestaltet:

Am besten gefallen hat mir das Karaoke-Mikrofon (orange, in der Bildmitte). Leider mussten wir auch die ganze Fahrt über ein Verkaufsgespräch über uns ergehen lassen. Nur mit Mühe konnten wir den Fahrer davon abhalten noch bei einer Reiseagentur zu halten um gleich eine Tour zu buchen. Wir wissen schon warum wir lieber mit Grab unterwegs sind, da bleibt einem sowas glücklicherweise erspart.

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Schnorcheltag auf Panglao

von Achim

An unseren letzten Tag auf Panglao sind wir nochmal ein bisschen abgetaucht. Ursel ist beim Alona Strand in’s Wasser gegangen. Diese Seesterne sieht man dort sehr häufig:

Solche hatten wir bisher noch nie.

Ein Höhepunkt war diese Schlange (eine Seekrait), die ihr über den Weg geschwommen ist:

Anscheinend ziemlich giftig.

Auch von diesen Seeigeln mit Leuchteffekt hat sie einige gesehen:

Sieht aus wie ich mir eine Seemine vorstelle.

Nachdem wir den Mittag im Schatten ausgesessen hatten sind wir am Nachmittag zu einem anderen Strand gefahren. Wie’s aussieht hatten wir Schwein:

Die Korallen im Wasser waren sehr schön anzuschauen:

Richtig cool war die Sichtung eines Fangschreckenkrebses (rechts):

Der ist ziemlich geschäftig über das Seebett gewandert wie ein Staubsauger. Dass da dann auch noch eine Schlange / Muräne vorbeikam war natürlich noch ein Sahnehäubchen oben drauf.

Dann war’s auch schon ziemlich spät und wir sind zum Abschluss des Tages noch zu den North Zen Villas gefahren, einem Resort mit einem schönen Bambussteg in’s Meer raus:

Schön so durch den Mangroventunnel zu laufen.

Der Sonnenuntergang vorne am Meer auf dem Bambussteg war auch sehr schön - und natürlich gut besucht. Auf dem Rückweg hatten wir dann richtig schönes Licht:

War dann doch wieder einiges auf dem Programm heute.

Das geht:

  • Wir hatten leider unser “Anti-Fog” zum schnorcheln vergessen, was für schlechte Sicht gesort hat obwohl das Wasser sehr klar war - netterweise haben die Leute uns beim Tauchladen ein bisschen von ihrem abgegeben
  • Die Hühner, die hier einfach überall frei herumlaufen - das nenne ich mal Freilandhaltung
  • Ein letztes Mal beim Deutschen essen - wir haben es sehr genossen und sind jetzt wieder bereit für die asiatische Küche :)

Das geht nicht:

  • In nassen Klamotten Roller fahren, besonders nach Sonnenuntergang - das wird doch schon ganz schön kalt…
  • Trump’s bekloppter Irankrieg im Alleingang sorgt auch hier für starke Preisanstiege - im Restaurant wurden 10% wegen momentan erhöhter Lebensmittelpreise draufgeschlagen
  • Wenn die Wäsche mit mehr Flecken zurückkommt als die vorher hatte - wenn sie dann auch noch nichtmal frisch riecht fragt man sich doch wirklich ob da überhaupt Waschmittel verwendet wurde…
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Bohol

von Achim

Nachdem gestern ein angenehmer Ruhetag war, sind wir heute wieder auf Tour gegangen. Heute stand unsere Nachbarinsel Bohol auf dem Programm. Wer rollert ist auch hier mal wieder klar im Vorteil und so ging’s auf zwei Rädern Richung unserer ersten Station, dem Philippine Tarsier Sanctuary. Dort kann man die, hier heimischen, Tarsier in ihrer natürlichen Umgebung besichtigen.

Die Tarsier wirken wie eine Mischung zwischen Frosch und Säugetier und können erstaunlich weit springen (bis zu fünf Metern). Sie sind nachtaktiv und schlafen den Tag über. Deshalb muss man komplett still sein, wenn man in das Schutzgebiet geht. Und man kann nur mit Führer rein. Ansonsten hätte man wohl auch kaum eine Chance die kleinen niedlichen “Gremlins” zu entdecken:

Auch wenn sie sehr verpennt aussehen, manch einer hatte doch die großen Augen offen:

Ihre Augen sind wohl größer als ihr Gehirn. Will uns das etwas sagen?

Unser Besuch im Schutzgebiet war äusserst kurz und so war unsere Führung nach ca. 10min auch schon wieder vorbei. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt diese ungewöhnlichen Kreaturen mal in freier Wildbahn zu sehen.

Ein weiteres Highlight auf Bohol sind die “Chocolate Hills”. Auf dem Weg dorthin haben wir den “Man Made Forest” passiert. Der Wald aus lauter Mahagoni-Bäumen wurde wohl vor Jahrzehnten zum aufforsten angelegt. Der Wald ist nicht nur für’s Auge sehr angenehm, er hat auch ein erfreulich frisches und kühles Klima:

Das glatte Gegenteil davon sind die Chocolate Hills. Auf Bohol gibt es über 1200 der halbkugelförmigen, grasbewachsenen Hügel:

Während man am Boden noch im Schatten der Bäume läuft, ist man im letzten Abschnitt zum “Gipfel” der brutalen Mittagssonne ausgesetzt. Die ganzen Grashügel haben mich irgendwie an Neuseeland erinnert.

Da es schon einigemaßen spät war, war es hier Zeit umzudrehen. Auf dem Rückweg haben wir einen Abstecher zu den Pangas Falls gemacht:

Sehr schöne Wasserfälle.

Eigentlich wollten wir dann noch zum “Rajah Sikatuna Protected Landscape”, aber die Straße dorthin war sehr schlecht und es war schon spät. Also haben wir es gelassen und sind stattdessen zur Doppelhängebrücke in Sevilla gefahren. Die beiden Hängebrücken über den Loboc sind aus Bambus:

Allerdings leider (oder vielleicht zum Glück?) nicht vollständig. Getragen wird die Konstruktion von Stahlseilen und Querbalken aus Holz. Ist aber trotzdem ein verrücktes Gefühl über die Bambusbrücke zu laufen.

Die riesigen Bäume am Ufer sehen, mit ihrem dichten Epiphytenbewuchs, einfach richtig schön aus:

Den langen, aber sehr schönen, Weg nach Hause haben wir nicht mehr vollständig bei Tageslicht geschafft. Ein sehr schöner Tag.

Das geht:

  • Mittagessen bei einem einheimischen “Mama-Imbiss”
  • Die Tarsier
  • Beim Sonnenuntergang am Meer entlangrollern

Das geht nicht:

  • Pizza komplett ohne Soße - hä?
  • Sonnenbrand an ungewöhnlichen Stellen
  • Kaffee ohne Milch (habe ich mir sagen lassen)
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Panglao

von Achim

Vor drei Tagen ging unser Flug von Hanoi nach Bohol (Philippinen). Untergebracht sind wir auf Panglao, einer per Brücken verbundenen Nachbarinsel von Bohol. Gestern haben wir den Tag genutzt um Panglao zu erkunden. Unsere Gastgeber sind ein Holländer und eine Filipina. Er hat uns tausend tolle Tips gegeben und ein paar davon sind wir heute mit dem Roller abgefahren.

Erste Station war das Napaling Riff, bei dem man wohl oft große Sardinenschwärme beobachen kann. Der Zugang zum Riff erfolgt über ein Resort und kostet Eintritt. Wir hatten zwar keine Sardinen aber eine nahezu perfekte Sicht und viele andere Fische:

Beim Riff hatten sie verschiedene künstliche Strukturen aufgestellt um Korallen daran zu züchten:

Man durfte nur mit Tauchführer in’s Wasser. Vermutlich damit keiner was kaputt macht (und die Leute ein Einkommen haben). Den Tauchführern war teilweise wohl ein bisschen langweilig und sie haben sich die Zeit mit Spass und Kunststücken vertrieben. Ein Trick war sich auf den Rücken zu legen und dann Luftringe in’s Wasser zu blasen (ähnlich den Ringen die manche Raucher in die Luft pusten können):

Das hat schon richtig cool ausgesehen wie die Ringe im Wasser aufgestiegen sind und dabei immer größer wurden.

Toll war auch dieser große Fischschwarm, der sich wie ein langes Band durch’s Wasser gezogen hat:

Laut unserem Tauchführer war das Jack Fish.

Nach ca. 45min mussten wir wieder aus dem Wasser.

Unsere nächste Station war die Hinagdanan Höhle. In dieser kleinen Höhle ist ein Süßwassersee in dem man schwimmen kann:

Schon witzig so im Wasser zu schwimmen und die Fledermäuse über sich zu hören. War vom Erlebnis ein bisschen ähnlich wie die Zenoten in Mexiko.

Weiter ging’s zu Zara’s Cafe. Das Cafe bietet schwedische Kuchen und Torten an. Von der Terasse hatten wir einen herrlichen Ausblick:

Letzte Station war Dumaluan Beach. Die Boote hier unterscheiden sich wieder völlig von denen in Thailand oder gar den runden “Schüsseln” in Vietnam:

Mit ihrem schmalen Rumpf und den Auslegern sehen sie ziemlich sportlich und fast schon futuristisch aus.

Es ist schön jetzt wieder am Meer zu sein:

Wir sind schon gespannt auf den Rest der Philippinen.

Das geht:

  • Hier gibt es tatsächlich ein deutsches Restaurant - wir nutzen die Gelegenheit und waren bisher jeden Abend dort (Elsässer Flammkuchen, Gulasch, Schnitzel, Spätzle, … lecker!)
  • Sechs Nächte am Stück in einer entspannten Unterkunft mit tollen Gastgebern - eine kleine Verschnaufpause können wir gerade gut gebrauchen
  • Den Filipinos fällt Englisch deutlich leichter als den Vietnamesen - schön dass wir uns wieder einfacher mit Leuten veständigen können

Das geht nicht:

  • Hier ist wieder Dauerschwitzen angesagt
  • Die Rückkehr der Sonnencreme - och nöh…
  • Vergessen Sonnencreme vor dem Schnorcheln über die Mittagszeit aufzutragen - zum Glück sind wir schon gut vorgebräunt…
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