Jakarta

von Achim

Für mich als Softwareentwickler, der fast sein ganzes bisheriges Berufsleben im Java-Umfeld gearbeitet hat, war es klar dass wir auch einen Stopp auf Java machen müssen, wenn wir schon so nah dran sind. Und was liegt da näher als Jakarta, der Hauptstadt von Indonesien? Zumal die “neue” Java Enterprise Edition ja nun auch in Jakarta EE umbenannt wurde. Ausserdem kommt man so schonmal ein ganzes Stück nach Westen und unserer Zeitzone näher.

Beim Flug von Flores nach Java hatten wir einen schönen Sonnenuntergang:

Es kommt ein bisschen darauf an wie man zählt aber laut statistischem Bundesamt war Jakarta, mit fast 42 Millionen (!) Einwohnern, im Jahr 2025 die größte Stadt der Welt - also ziemlich genau halb so groß wie ganz Deutschland.

Das Ding mit Megastädten ist dass sie ja erstmal gar nicht so viel größer wirken, wenn man drin steckt:

Wie man sieht ist die Umgebung um unser Hotel schon teilweise ein bisschen abgerockt. Die Stimmung in Jakarta ist aber ziemlich entspannt und keiner macht Stress. Sogar die Verkehrsteilnehmer halten sich an die Regeln und halten bei Rot an (zumindest die meisten).

Das Nationalmonument befindet sich in einem riesigen Park:

Nicht weit davon entfernt steht eine weitere Sehenswürdigkeit, die Istiqlal-Moschee:

Das Essen war auch gut:

Und jetzt warten wir gerade am riesigen, aber schönen, Soekarno-Hatta Flugahfen auf unseren Flug nach Istanbul:

Da sind wir beide schon sehr gespannt darauf!

Das geht:

  • Nach Jakarta scheint es nicht viele Touris zu verschlagen, wir waren meist die einzigen “Westler” und sind dementsprechend herausgestochen - so sehr dass eine Familie mal wieder ein Foto mit uns machen wollte
  • Lecker Pfirsich-Törtchen
  • Ein letztes Mal Indonesien genießen

Das geht nicht:

  • Wenn der Taxifahrer meint dass, nur weil man deutsch ist, man eine Dauerbeschallung mit Helene Fischer und Peter Maffay schätzen würde
  • Wie übertrieben kalt die Klimaanlagen hier eingestellt sind - da braucht man für die Innenräume fast schon eine Jacke
  • Glatte Oberflächen nach Regen mit abgelatschten Flip-Flops betreten und dabei richtig übel ausrutschen - zum Glück konnte ich mich noch rechtzeitig fangen
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Cunca Wasserfall

von Achim

Nachdem wir uns gestern schon vom Meer verabschiedet hatten, wollten wir heute nochmal ein bisschen was an Land machen. Wir haben beschlossen zum Cunca Wasserfall zu rollern. Die Straße, in erfreulich gutem Zustand, hat sich durch die schönen Wälder geschlängelt:

Die letzten paar Kilometer zum Wasserfall waren allerdings nochmal ziemlich heftig. Hier war die Straße nicht nur extrem eng, etwa eine knappe Autobreite, sondern auch super steil und teilweise in ziemlich schlechtem Zustand. Ein klarer Fall für den “Alda, isch des reudig!"-Aufkleber [sic].

Wir sind zum Glück wohlbehalten unten angekommen. Beim Wasserfall mussten wir dann happige 190.000 IDR (fast 10 EUR) Eintritt zahlen, haben dafür aber auch einen persönlichen Führer bekommen.

Der Weg zum Wasserfall ging durch sehr schönen Regenwald und über abenteuerliche Hängebrücken:

Nicht nur war das Holz teilweise extrem morsch, auch das “Geländer” aus Seil hatte sich mittlerweile aufgelöst:

Auch hier wieder: der Aufkleber!

Der Cunca Wasserfall selbst war auch sehr schön, allerdings etwas verdeckt von den Felsen:

Wenn man Lust hatte konnte man von den Felsen in’s Wasser springen. Es gab die drei und zehn Meter Option. Wo wir schonmal Eintritt gezahlt hatten, haben wir natürlich alles mitgenommen. Der Führer zeigt einem wo man ungefähr hinspringen muss um nicht gegen irgendwelche Felsen im Wasser zu knallen und dann muss man halt nur noch richtig springen. Ging aber ganz gut.

Flussabwärts schlängelt sich der Fluss erst kurz durch ein steinernes Bett und öffnet sich dann weiter unten bei der Hängebrücke:

Als wir mit planschen fertig waren ging es wieder zurück. Auf dem Heimweg haben wir bei einem traditionellen Dorf angehalten:

Naja, es war eher ein Verkaufsraum in einer traditionellen Hütte. Ein Einheimischer hat uns kurz etwas zur Kultur und der Kleidung erklärt und dann durften wir für 50.000 IDR (2,50 EUR) in eines der traditionellen Gewänder schlüpfen. Ursel sah darin aus wie eine richtige Königin:

Ein schöner Ausklang für unsere Südostasien-Reise, die nun fast vorbei ist. Morgen leiten wir dann den Heimflug mit Zwischenstopps ein. Hoffentlich klappt alles mit den Flügen. Man weiss ja nie was für einen Stuss sich Donald Trump als nächstes einfallen lässt.

Das geht:

  • Dass man hier wohl auch seinen Roller im Bus mitnehmen kann - wird dann hintendrauf geschnallt, so wie bei uns Fahrräder (zwei waren aussen an der Rückwand befestigt und einer stand drinnen im Gang)
  • Herausfinden warum es beim Geld abheben gehapert hat - nein, es war nichts ernstes
  • Den Sonnenuntergang mit Meerblick vom Pool aus genießen

Das geht nicht:

  • Die ganzen Mini-Ameisen im Zimmer - der Gecko wollte sie wohl nicht fressen
  • Die ganzen Hundertfüßler im Zimmer - man kommt fast nicht hinterher sie wieder rauszuwerfen
  • Dass unser kleiner Honda Scoopy Roller doch ein wenig klapprig war - ist der Entspannung auf extrem steilen Bergstraßen nicht unbedingt zuträglich, aber er hat sich wacker geschlagen
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Pirateninsel

von Achim

Nachdem wir es gestern nicht geschafft hatten eine Schnorcheltour zum Manta-Point zu organisieren, haben wir einfach ein anderes Angebot wahrgenommen: einen Ausflug zur Pirateninsel. Der Name ist eher ein Marketing-Gag für die kleine Insel, die eigentlich Sabolon heisst. Pirateninsel hört sich aber cooler an. Die Wasserfarbe war schonmal sehr krass:

Gleich vom Strand weg war ein riesiger Fischschwarm, der sich wie ein Band, über 20m oder länger, parallel zum Strand entlang gezogen hat:

Sehr cool wurde es dann später noch als ein Baby-Riffhai augetaucht ist, der immer wieder durch den Schwarm durchgeschwommen ist:

Es gab sehr viele kleine, leuchtend blaue, Fische. Aber auch jede Menge andere bunte Fischarten:

Viele der Korallen vor der Insel wurden stark beschädigt. Jetzt wird versucht durch Korallenzucht den Bestand wieder aufzubauen. Die Arbeit scheint Früchte zu tragen:

Es gibt aber auch sehr schöne, intakte Stellen. Ich persönlich finde den Bereich, wo es vom flachen in’s tiefere Wasser übergeht, am interessantesten:

Nicht unerwähnt soll die Gefleckte Wurmseegurke bleiben, die Ursel gestern bereits am Waecicu Strand entdeckt hatte:

Ein seltsames Geschöpf und wohl eine der längsten Seegurken der Welt. Da wird ja die Gurke im Glas verrückt!

Das geht:

  • Witzigerweise haben wir das nette holländische Pärchen von unserer Schiffstour heute schon wieder getroffen - sie hatten genau den gleichen Schnorchel-Trip gebucht
  • Die bunte Unterwasserwelt
  • Das Eis von Maison Belmont

Das geht nicht:

  • Wenn man Bargeld abheben will, das aber an mehreren Geldautomaten aufgrund eines undefinierbaren technischen Fehlers seitens der Bank nicht geht - es wird ja wohl nichts ernstes sein?
  • Die Einfahrt zu unserer Unterkunft - eine sehr steile, sehr kaputte “Straße”
  • Die Strömung vor der Pirateninsel - wie auf einem Förderband und quasi nicht dagegen anzukommen
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Rollern um Labuan Bajo

von Achim

Für heute haben wir uns einen Roller ausgeliehen um die Umgebung zu erkunden. Nordwestlich von uns gibt es eine Landzunge die wir uns anschauen wollten. Die Straßen sind sehr steil und unser Honda Scoopy nicht der stärkste - aber er schafft es.

An einem Punkt sehen wir einen Wanderweg zum Meer raus. Da fahren wir gleich mal links ran (Linksverkehr) und steigen in den Wanderweg ein. Die Sonne brennt mal wieder gnadenlos auf uns herab. Wir müssen uns auch irgendwie immer die Mittagszeit für Ausflüge aussuchen. Aber wir werden mit tollen Aussichten entschädigt:

Richtig toll wird es dann als wir ganz vorne auf der Landzunge eine Gruppe Delfine im Meer entdecken:

Ob sie wohl hinter dem Schwarm fliegender Fische hinterher waren?

Wir gehen zurück zu unserem Scoopy und rollern die Straße weiter entlang. Auf einem Sattelpunkt haben wir einen anderen Blickwinkel auf die Bucht, die wir auch von unserem Zimmer aus sehen:

Leider ist die Straße eine Sackgasse und so drehen wir wieder um. Auf dem Rückweg gibt’s dann noch den ein oder anderen Fotostopp:

In einem kleinen Laden erfahren wir dass man zum schnorcheln wohl zum Waecicu Beach geht. Als wir dort ankommen stellt sich der jedoch als Schiffsfriedhof heraus:

Ursel erinnert sich, davon im Reiseführer gelesen zu haben. Wir beschließen hier besser nicht zu schnorcheln und gehen zu einem andern Abschnitt des Waecicu Strandes mit weniger toten Schiffen. Während Ursels Schnorchelenthusiasmus mal wieder nicht zu bremsen ist setze ich mich in den Schatten und lese. Es ist offiziell: ich bin ein Schnorchelsnob geworden und der Strand sieht einfach nicht sehr vielversprechend aus.

Zurück bei unserer Unterkunft entdeckt Ursel diesen (vermutl.) Tokeh Gecko im Pool-Bereich:

Ein toller Fund!

Das geht:

  • Einfach so vom Land aus Delfine im Meer entdecken
  • Zufällig in das nette holländische Pärchen von unserer Schiffstour reinlaufen - sie wollten wohl auch zum Waecicu Strand
  • Einen Tokeh Gecko fotografieren - sie sind wohl sehr scheu und so hatten wir sie bisher zwar schon sehr oft gehört, aber noch nie gesehen
  • Einen Artikel zur Abwechslung einfach mal im Präsens schreiben

Das geht nicht:

  • Sobald man vom Roller absteigt um loszuwandern bemerken dass man das Wasser im Zimmer vergessen hat - und das bei der Hitze!
  • Die Preise für Wasserflaschen in Restaurants - nur ein Drittel drin, dafür aber dreimal so teuer
  • Versuchen eine Schnorcheltour zum Manta-Point zu finden - es scheint nur das volle Komodo-Paket zu geben, von dem wir das meiste aber ja schon gesehen haben
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