Coron - Tour B

von Achim

Die Leute auf Coron sind mit ihren Tourennamen etwas kreativer als die in El Nido. Statt Tour A bis D haben sie hier bei B gemerkt dass es albern wird und sich stattdessen ordentliche Namen ausgedacht - oder zumindest so getan. Nichtsdestotrotz haben wir uns heute für Tour B entschieden.

Erster Halt war Barracuda Lake, ein malerischer See mit einer Mischung aus Süss- und Salzwasser:

Wir hatten nicht das Glück einen Barracuda zu sehen, aber die steilen und bizarren Felswände im Wasser sind bei der fast glasklaren Sicht einfach unglaublich:

Der See muss sehr tief sein, wir haben an keiner Stelle den Boden gesehen.

Um zum See zu kommen mussten wir von unserer Ankerstelle vor Coron-Island ein kurzes Stück zum Einstieg schwimmen um dann nochmal 3min zum See zu laufen. Ich gebe zu dass es ein bisschen beängstigend war durch das Wirrwar von den Booten mit ihren fetten Auslegern zu schwimmen aber wir wurden nicht umgefahren - nur fast.

Bei unserer Ankerstelle gab es eine steile Riffkante, die man schon vom Boot aus gut sehen konnte:

Wie schon im See ging’s an der Kante senkrecht nach unten und man hat das Ende nicht gesehen:

Einer in der Gruppe konnte Apnoetauchen und kam recht tief runter (vermutlich um die 10m). Leider war das keiner von uns beiden.

Weiter ging’s zu unserem zweiten Stopp, der Twin-Lagoon:

Das sieht doch wieder richtig schick aus.

Mittagessen gab’s auf dem Schiff beim Skeleton Point. Hier wurde ein japanisches Kriegsschiff im zweiten Weltkrieg versenkt und man kann es immer noch besichtigen:

Um näher ranzukommen muss man runter tauchen. Wie gesagt kann ich leider nicht Freitauchen aber 4m oder so habe ich hinbekommen:

Das schwierigste ist, beim Auftauchen mit keinem zusammenzustoßen. Über dem Wrack hängen nämlich die ganzen Leute gemütlich in ihren Schwimmwesten ab und halten einen Plausch.

Letzter Stopp war der Korallengarten, nicht weit vom Kriegsschiff entfernt:

Die Sicht war heute durchweg grandios und zu sehen gab es auch jede Menge. Eine gelungene Tour.

Das geht:

  • Das, fast schon unwirklich, türkise Wasser in Kombi mit den zerklüfteten Felsen
  • Die glasklare Sicht
  • Das Mittagessen auf dem Boot - immer wieder gut

Das geht nicht:

  • Die Organisation der Tour - eigentlich hätten wir auch eine Stunde später aufstehen können…
  • Leute die auf Korallen rumstehen und es dann noch nichtmal einsehen wenn man sie darauf anspricht - es geht mir nicht in den Kopf wie man das, weswegen man gekommen ist, einfach kaputt machen kann (allerdings sehen wir das erschreckend oft in Südostasien)
  • Verpassen wann man wieder beim Boot sein soll und dann das Boot ohne einen losfahren sehen - das gibt ordentlich Adrenalin, haha
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Coron

von Achim

Vor zwei Tagen sind wir von El Nido mit der Fähre nach Coron gefahren:

Man kann das auch, anstatt die Fähre zu nehmen, als Inselhopping-Tour in drei Tagen machen. Freunde von uns hatten das kürzlich gemacht und es uns wärmstens empfohlen. Allerdings hatten wir unsere Unterkünfte schon vorgebucht und mussten daher mit der Aussicht von der Fähre vorlieb nehmen:

Ist doch auch schon ganz schön was.

In Coron angekommen haben wir uns dann erstmal ein bisschen von der Überfahrt erholt. Am nächsten Tag war für mich nochmal Erholungszeit angesagt und ich hab’s langsam angehen lassen. Am Abend sind wir zur Aussichtsplattform auf dem Tapyas gewandert. Aber nicht ohne dass sich Ursel vorher noch ein “Halo Halo” genehmigt hat:

Das ist ein relativ seltsames Getränk aus, je nach Zubereitung, Eisscheiben (“shaved ice”), Kondensmilch, Bohnenpampe, Gemüsestückchen, Wackelpudding und andere Merkwürdigkeiten. Ursel musste härter daran arbeiten das Getränk fertig zu trinken als am Aufstieg auf den Berg.

Als es aber dann geschafft war (das Getränk und der Aufstig), wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt:

In Richtung Inselmitte erhebt sich ein Berg:

Wir haben etwas abseites der Aussichtsplattform ein paar Affen in den Bäumen entdeckt:

Sie waren noch natürlich scheu und noch nicht durch (fütternde) Touristen “versaut” und aggressiv. Angenehm.

Täglich pilgert die Instagram Gemeinde zum Sonnenuntergang auf den Tapyas. Auf der Plattform reihen sich dann die Leute aneinander um zu sehen wie die rot-glühende Himmelsscheibe hinter den Bergen versinkt:

Ein tolles Naturschauspiel!

Das geht:

  • Die 15 EUR die wir mehr für die Fähre bezahlt haben - dafür hat das Schiff einen echt guten Eindruck gemacht und wir hatten überdachte Freiluftplätze!
  • Panoramaüberfahrt
  • Nur ein bisschen abseites der Hauptroute gehen und schon hat man seine Ruhe

Das geht nicht:

  • Dauerbellende Hunde mit eisernem Durchhaltevermögen auf der Fähre (zum Glück nur die letzte halbe Stunde)
  • Halo Halo - diese wilde Mischung sollen lieber andere Leute genießen
  • Überfüllte Touri-Restaurants mit der Kombi schlecht und teuer
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El Nido

von Achim

Wir sind schon vier Tage in El Nido, im Norden von Palawan. Hier ist es sehr schön, die Strände sind der Hammer:

Man kann beim Abendessen sitzen und die tollen Sonnenuntergänge genießen:

Unsere Unterkunft hier ist direkt auf dem Strand und wenn wir morgens den Vorhang aufziehen sehen wir das Meer und die Berge.

Leider bin ich immer noch nicht ganz fit. Ich habe fast die ganze Zeit damit verbracht mich auszuruhen. Ursel ist meist ohne mich losgezogen und hat einiges erlebt. Zuerst hat sie sich ein Kanu gemietet und hat die Buchten erkundet. Der Lapus Lapus Beach ist gleich um die Ecke:

Gestern sind wir zu zweit dorthin gepaddelt und ich habe ausprobiert ob das mit dem schnorcheln schon Sinn macht. Leider noch nicht ganz, aber schön war es trotzdem:

Ursel hat hier tolle Muscheln im Wasser gesehen:

Und an Schwämmen ist sie auch vorbeigeschnorchelt:

Für Ursel stand an unserem zweiten Tag die “Tour C” auf dem Programm. Organisatorisch war es wohl ein ziemliches Chaos. Landschaftlich aber trotzdem wirklich toll:

Es ging durch enge Spalten zu versteckten Lagunen:

Und zu schönen Stränden zum schwimmen und schnorcheln:

Heute hat sie dann “Tour A” gemacht. Geplant war eigentlich dass wir die zusammen machen, aber leider hält sich meine Erkältung erstaunlich hartnäckig. Also musste sie ohne mich losziehen. Wieder gab es super schöne Felsen in türkisem Wasser:

Wie schon bei Tour C, konnte man auch bei Tour A mit dem Kanu losziehen:

Es gab wohl öfter Stellen bei denen man durch irgendwelchen kleinen Öffnungen im Felsen zu versteckten Lagunen gelangen konnte. Einmal mussten sie sogar durch eine Öffnung unter Wasser tauchen. Schade dass ich diesen schönen Nervenkitzel verpasst habe.

Die Strände auch dieser Tour waren auch wieder wie im Katalog:

Und sie hat mir begeistert von diesen “Tannenbäumen” an Korallen erzählt:

Witzigerweise heissen die tatsächlich Weihnachtsbaumwürmer. An ihr ist wohl eine Biologin verloren gegangen.

Das geht:

  • Unser Nachbarrestaurant hat ein leckeres Müsli zum Frühstück - eine richtige Wohltat
  • Die Sonnenuntergänge
  • Der klare Sternenhimmel

Das geht nicht:

  • Nur eine Speisekarte zu zweit bekommen - kommt hier erstaunlich oft vor und zwar obwohl es noch mehr gäbe
  • Wenn einem ein Baby-Gecko fast in den Suppenteller reinspringt - ich habe ihn gerade noch davon abhalten können
  • Beim Handeln mit dem angepeilten Endpreis anfangen - Anfängerfehler
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Underground River

von Achim

Eines der absoluten Highlights in Puerto Princesa ist die Underground-River Tour. Die haben wir auch noch mitgenommen. Leider war ich seit gestern Abend erkältet und daher ziemlich unfit. Aber unsere Leistung bestand eigentlich nur darin uns in Autos und Booten herumfahren zu lassen.

Nach ca. 1,5h Anfahrt von Puerto Princesa waren wir am Sabang Beach:

Wow, echt schön hier! Der Berg im Hintergrund erinnert an einen schlafenden Riesen mit Bierbauch (ungefähr ab dem linken Drittel, Kopf links, Bauch rechts). Durch diesen Berg fließt auch der Fluss, der dann letztlich im Meer endet. Wir wurden mit einem Boot zu einer schönen Bucht nahe der Flussmündung gebracht:

Von dort aus ging’s ein kurzes Stück zu Fuss zur Austrittsstelle des Flusses:

Unglaublich wie das da aussieht!

Wir sind dann in ein anderes Boot gestiegen und wurden in und durch die Höhle gepaddelt. In der Höhle gab es sehr viele Fledermäuse:

Daneben gab es noch Felsformationen und erstaunlich große Kammern zu sehen. Der Fluss fließt wohl ganze 8km unter der Erde bevor er aus dem Felsen austritt:

Ein beeindruckendes Naturwunder.

Danach hatten wir noch Zeit für andere Aktivitäten. Wir haben uns für eine Mangroventour entschieden, die von der ansässigen Bevölkerung durchgeführt wurde. Auf dem Weg dorthin haben wir Affen gesehen:

Schönerweise waren diese hier nicht ganz so diebisch und verzogen wie die direkt beim Underground-River.

Bei unserer Mangroven-Tour mit “Lady-Mangrove” wurden wir durch den Mangroven Wald gepaddelt während sie uns allerhand über die Mangroven und das damit verbundene Ökosystem erzählt hat. Unter anderem haben wir dabei diese Schlange gesehen (giftig):

Das andere Highlight war ein Nest Killer Bienen. Die sollte man nicht stören sonst geben sie keine Ruhe bis sie einen umgebracht haben, hat uns Lady Mangrove versichert. Ok, also lieber ruhig verhalten.

Das geht:

  • Der gut gemachte Audio-Guide im Unterground-Fluss
  • Das selbstgemachte Mangroven-Lied, das Lady-Mangrove für uns gesungen hat
  • Dass hier auf Konservierung und Naturschutz Wert gelegt wird (das haben wir in manchen der anderen Länder teilweise vermisst)

Das geht nicht:

  • Wenn die Tour eine halbe Stunde später losgeht und die Tourguides meinen “Ach ja, wir haben noch kurz Frühstück geholt” - auf den Philippinen hat man es wohl nicht eilig (ausser wenn man Auto fährt, dann wird plötzlich jeder zum Rennfahrer)
  • Affen füttern - dann werden sie nämlich zu einer aggressiven Plage (hat eigentlich jemand mitgezählt wie oft ich das hier schon geschrieben habe? Deprimierend…)
  • Krank sein - was ist denn da schon wieder los?
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