Coron

von Achim

Vor zwei Tagen sind wir von El Nido mit der Fähre nach Coron gefahren:

Man kann das auch, anstatt die Fähre zu nehmen, als Inselhopping-Tour in drei Tagen machen. Freunde von uns hatten das kürzlich gemacht und es uns wärmstens empfohlen. Allerdings hatten wir unsere Unterkünfte schon vorgebucht und mussten daher mit der Aussicht von der Fähre vorlieb nehmen:

Ist doch auch schon ganz schön was.

In Coron angekommen haben wir uns dann erstmal ein bisschen von der Überfahrt erholt. Am nächsten Tag war für mich nochmal Erholungszeit angesagt und ich hab’s langsam angehen lassen. Am Abend sind wir zur Aussichtsplattform auf dem Tapyas gewandert. Aber nicht ohne dass sich Ursel vorher noch ein “Halo Halo” genehmigt hat:

Das ist ein relativ seltsames Getränk aus, je nach Zubereitung, Eisscheiben (“shaved ice”), Kondensmilch, Bohnenpampe, Gemüsestückchen, Wackelpudding und andere Merkwürdigkeiten. Ursel musste härter daran arbeiten das Getränk fertig zu trinken als am Aufstieg auf den Berg.

Als es aber dann geschafft war (das Getränk und der Aufstig), wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt:

In Richtung Inselmitte erhebt sich ein Berg:

Wir haben etwas abseites der Aussichtsplattform ein paar Affen in den Bäumen entdeckt:

Sie waren noch natürlich scheu und noch nicht durch (fütternde) Touristen “versaut” und aggressiv. Angenehm.

Täglich pilgert die Instagram Gemeinde zum Sonnenuntergang auf den Tapyas. Auf der Plattform reihen sich dann die Leute aneinander um zu sehen wie die rot-glühende Himmelsscheibe hinter den Bergen versinkt:

Ein tolles Naturschauspiel!

Das geht:

  • Die 15 EUR die wir mehr für die Fähre bezahlt haben - dafür hat das Schiff einen echt guten Eindruck gemacht und wir hatten überdachte Freiluftplätze!
  • Panoramaüberfahrt
  • Nur ein bisschen abseites der Hauptroute gehen und schon hat man seine Ruhe

Das geht nicht:

  • Dauerbellende Hunde mit eisernem Durchhaltevermögen auf der Fähre (zum Glück nur die letzte halbe Stunde)
  • Halo Halo - diese wilde Mischung sollen lieber andere Leute genießen
  • Überfüllte Touri-Restaurants mit der Kombi schlecht und teuer

Honda Bay

von Achim

Die Honda Bay Insel-Hopping Tour ist eine beliebte Aktivität in Puerto Princesa, auf der Insel Palawan. Und sie stand heute bei uns auf dem Programm. Der Tourenführer hat uns dabei versichert dass der Name nichts mit dem extrem populären Zweirad-Hersteller zu tun hat, sondern hier “Tiefes Wasser” heisst. Wir glauben dem einfach mal.

Bevor es auf’s Boot ging haben wir beim Schnorchelverleih gehalten. Das Waschbecken in der Toilette dort hat uns zum lachen gebracht:

Finde den Fehler…

Erster Stopp war eine schwimmende Platform im Meer. Die Platform wird wohl alle paar Monate verschoben um die darunterliegenden Korallen zu schonen. Von der Plattform kann man dann einfach losschnorcheln:

Diese Gold-Seescheide haben wir hier zum ersten Mal gesehen:

Nächster Halt war Luli-Island, eine Insel die bei Flut vollständig verschwindet. Dort gab’s schöne Strände:

Man konnte schnorcheln, entspannen oder Backflippen:

Letzter Station war schließlich Cowrie-Island:

Hier gab’s auch wieder wunderschöne Sandstrände. Und ein sehr leckeres Mittagessen:

Und das beste war: es gab sogar mehrere Bäume und somit ordentlich Schattenplätze. Den Inselbesuch haben wir mit einer Massage ausklingen lassen.

Best of Speisekarte

von Achim

Heute war unser letzter Tag in Vietnam und morgen geht’s dann weiter auf die Philippinen. Das war ein Abschnitt mit Höhen und Tiefen. Wir hatten uns beide sehr auf das Land gefreut und Ursel hat extra ein Jahr lang jeden Tag vietnamesisch gelernt um sich ein bisschen mit den Leuten verständigen zu können. Umso enttäuschender war es dann als wir feststellen mussten wie vermüllt das Land leider ist, besonders im Süden. Und dass die Leute noch nicht mal versucht haben Ursel’s Vietnamesisch zu verstehen war auch ziemlich schräg. Zumal viele auch kein Englisch konnten. Die einzige Ausnahme war, wie bereits geschrieben, Cao Bang. Dort war es sehr schön immerhin mal ein bisschen vom gelernten Gebrauch machen zu können.

Vom Süden Vietnams waren wir Anfangs so enttäuscht dass wir zwischenzeitlich sogar kurz überlegt haben ganz woanders hinzufliegen und den Rest einfach auszulassen. Zum Glück haben wir aber an unserem Plan festgehalten denn ab Hoi An wurde es dann noch richtig schön.

Was uns jedoch schon seit Thailand begleitet ist das, für uns, sehr abgefahrene Essen. In nicht sehr touristischen Gegenden war es teilweise eine echte Herausforderung etwas, für uns akzeptables, zu essen zu finden. Wir möchten hier ein paar Speisekarten-Goldstücke präsentieren.

In Vientiane (Laos) standen gegrilltes Schweineeuter, gegrillte Rindersehnen und gegrillte Schweineinnereien auf der Speisekarte:

Es war immer wieder witzig zu sehen dass in vegetarischen Gerichten plötzlich Fleischzutaten aufgetaucht sind. Wie hier die frittierten Hähnchenschenkel im Veggie Banh Mi im Old Quarter in Hanoi :

Eine regionale Spezialität in Cao Bang ist wohl Ap Chao Ba Hac: frittierte Reismehlbällchen mit Fleischfüllung. Hört sich tatsächlich deutlich besser an als es geschmeckt hat. Alternativ stand auch noch auf der Speisekarte “Entenmagen, Eingeweide, Leber und Blut” - da wird nichts weggeworfen:

Heute im Flughafenhotel gab es eine Karte für Touris und eine für Vietnamesen. Da auf der Speisekarte für die Vietnamesen viel mehr drauf war haben wir natürlich zuerst du der gegriffen. Unter anderem gab es:

  • Frosch Hotpot
  • Falsche Schweinehufe
  • Frittierter Schweineknorpel
  • Schweinsohrsalat
  • Frittierte Schweineinnereien mit Melone
  • Ente gekocht in Zibetkatzen-Imitat
  • Geschmorte Ente mit Krokodil
  • Frittierte Hühnermägen mit Bohnensprossen
  • Und das unübersetzbare “Grab The Pickle Fat”

Wir geben auf. Dann doch lieber die Karte für die Touris. Es war lecker.

Jetzt verabschieden wir uns von Vietnam und hoffen dass der Rest der Reise kulinarisch ein wenig langweiliger wird.

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Cao Bang

von Achim

Cao Bang ist eine kleine Stadt im Norden Vietnams. Von hier sind es nur noch knapp 60km zur Grenze nach China. Durch Cao Bang fließt der Song Bang Fluss, über den es u.a. diese schöne Hängebrücke gibt:

Auf der Halbinsel, scheinbar dem Zentrum der Stadt, befindet sich ein kleiner Park, in dem an unserem ersten Abend die Leute zusammen Sport machen waren oder einfach spazieren gingen:

Von der Atmosphäre ein bisschen wie das Tempelhofer Feld in Berlin, nur in winzig.

Wir hatten auch die Gelegenheit die örtliche Küche auszuprobieren. Der gehackte Entenhals war nicht ganz so mein Ding (wie Gummi). Aber die, in Clausena Indica Blätter, gehüllten Schweinsschulter-Häppchen waren sehr lecker:

Nach unserem Rollertrip gestern hatten wir heute einen Pausetag und sind ein bisschen auf der Halbinsel herumgelaufen. Vor einem Haus hingen lauter Orchideen:

Auf dem Gehweg ein Stück weiter saßen ein paar Männer und haben ein Spiel gespielt:

Als Ursel sie per Google Translate gefragt hat wie das Spiel heisst. Einer der Vier hat folgende Antwort darauf gegeben:

Zwei Freunde, die einander sehr schätzen, spielen zusammen Schach. Wer besser, klüger und schneller ist, gewinnt. Dann ohrfeigen sie sich gegenseitig und lachen zusammen!

Wir mussten sehr lachen. Sie haben definitiv Humor. Es war ihm dann noch wichtig zu gestikulieren dass sie sich nicht wirklich schlagen. Bei dem Spiel handelt es sich wohl um chinesisches Schach.

Nicht weit von unserer Unterkunft ist ein kleiner Markt. Der war schon fast wieder vorbei als wir kamen, aber die Hühnerabteilung hatte noch offen:

Offenbar kann man sich eins aussuchen und bekommt es dann gleich geschlachtet:

Die Federn wurden zum trocknen auf dem Boden ausgebreitet. Hier wird nichts weggeworfen.

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Cat Ba

von Achim

Cat Ba ist eine Insel südlich von Hanoi. Mit einer Fahrtzeit von ca. 5h (inkl. Fähre) ist sie von Ninh Binh gut erreichbar. Schon von weitem sieht man das Teleportationsportal auf der Insel:

Dort materialisieren sich dann an schönen Tagen vermutlich die Raumfrachter. Wie man sieht kann man aber auch, statt Fähre oder Teleportation, einfach eine Seilbahn auf die Insel nehmen.

Während der Busfahrt hatten wir nur ein kleines Mittagessen (Bao Bun). Der leckere Backduft aus dem Café neben unserem Hotel hat uns daher wie magisch angezogen. Sie hatten allerdings nicht nur Backwaren, sondern auch Panna Cotta:

Na, da fackel ich ja nicht lange herum sondern greife gleich zu!

Nach dieser leckeren Stärkung sind wir losgezogen um schonmal ein bisschen die Insel zu erkunden. Auf dem Hügel hinter unserem Hotel gab’s Klippen mit toller Aussicht:

Bei diesem Anblick zieht es uns ja direkt die Schlappen aus!

Das geht:

  • Relativ kurze Busfahrt und dann sogar mit kurzem Raststopp - mir kommen fast die Freudentränen!
  • Tolle Buchten und Felsen
  • Einfach ein bisschen herumlaufen und entdecken

Das geht nicht:

  • Die Bombenreste der Amis aus dem Vietnamkrieg, die bis heute - über 50 Jahre nach Kriegsende - anscheinend immer noch häufig für Verletzte und Tote sorgen. In allen drei Ländern durch die der Ho Chi Minh Pfad ging (Laos, Kambodscha, Vietnam) sollte man heute immer noch wegen der Bombenreste und Minen keinesfalls von den Wegen abweichen um nicht in die Luft zu fliegen (in Phong Nha durfte man z.B. nur mit Führer wandern). In Deutschland findet man ja auch immer mal wieder einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg aber hier scheint das echt nochmal deutlich drastischer zu sein.
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