Thailand auf zwei Rädern

von Ursel

Da Achim gerade eine Erkältung hat musste ich alleine losziehen. Bei uns in der Unterkunft kann man sich, wenn man möchte, umsonst Fahrräder ausleihen. Da es, laut unserer Gastgeberin, eine Fahrradstraße in das benachbarte Fischerdorf Ao Noi gibt, dachte ich, das mache ich. Sie sagte noch “very safe”, also alles super, los geht’s. Dass der Fahrradweg teilweise übelst unterspült ist (das war nicht die schlimmste Stelle) hat sie vergessen zu erwähnen.

Bis auf die unterspülten Stellen war der Weg aber ganz schön. Fast immer direkt am Meer entlang mit schönen Aussichten.

Im Fischerdorf angekommen bin ich zum Strand gefahren, der sich hier allerdings als ziemlich vermüllt entpuppt hat. Und die Wasserfarbe war alles andere als einladend. Schade, eigentlich wäre es super schön gewesen mit den Felsen und den bunten Booten.

Da es sich hier tatsächlich um ein Fischerdorf handelt konnte ich den Fisch am Strand in der Sonne trocknen sehen.

Auch interesant fand ich die Fischerkähne. Die wirkten für mich, als ob die Leute darauf wohnen. Es war auf jedenfall reger Betrieb.

Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch zusammen auf den Nachtmarkt hier in Prachuap Khiri Khan gegangen um uns durch das Essensangebot zu futtern. Einer meiner Lieblinge, Wachteleier am Spieß:

Das geht:

  • Fahrräder umsonst ausleihen können
  • Nachtmärkte und ihr abgefahrenes Essen
  • Die Massagestudios hier am Strand, in denen sich die Einheimischen mal kurz massieren lassen

Das geht nicht:

  • Kranker Achim
  • Fahrräder, die nicht wirklich passen (Aua, mein Po)
  • Den Artikel schreiben müssen weil der Schreiber nicht dabei war
Schlagworte: ,

Trang

von Achim

Da wir bisher nur in sehr touristischen Gegenden in Thailand unterwegs waren, wollten wir mal ein bisschen was anderes sehen. Also sind wir nach Trang gefahren, einer kleinen Stadt die touristisch wenig interessant ist. Also bestens geeignet um ein bisschen was vom “echten” Thailand zu sehen.

Nicht weit von unserem Hotel war dieses schicke Restaurant:

In Trang sollte man wohl unbedingt Schweinefleisch essen, da das hier eine Spezialität ist. Aber der Kuchen sah auch richtig gut aus:

Ein bedeutender Teil der Einwohner Trangs hat wohl chinesischen Hintergrund. Das hat man an der ein oder anderen Stelle in der Architektur gesehen:

Auf dem Markt gibt es alle möglichen Leckereien. Da wird ja die Made in der Pfanne verrückt:

Auch bot sich die Möglichkeit endlich mal Schweinefüße zu probieren:

Wir haben sie verstreichen lassen und dafür diese kuriose Wurst gegessen:

Da stecken irgendwie noch Nudeln drin und das Ganze wird, wie könnte es denn anders sein, noch ordentlich frittiert.

Man konnte sich die ganzen Häppchen kaufen und dann an den schönen Sitzgelegenheiten verspeisen:

Ein kulinarisches Erlebnis.

Das geht:

  • Wir haben zum ersten Mal den Appell mitbekommen. Den gibt es wohl morgens und Abends im Land (aber anscheinend nicht in den Touri-Gegenden). Da erheben sich alle, stehen still und es ertönt die Nationalhymne. Wenn die vorbei ist geht’s weiter.
  • Mal einen Tag Pause einlegen
  • Wegkommen von den Touri-Massen

Das geht nicht:

  • Wenn man was mit Schweinefleisch bestellt und dann ist das nicht ganz durchgekocht - keine Ahnung ob das aber vielleicht auch so gehört…
  • Sich auf eine Sahnecreme-Torte freuen und dann ist es Buttercreme
  • Entweder es ist zu heiss (ohne Klimaanlage) oder zu kalt (mit Klimaanlage)
Schlagworte: ,

Thai-Essen

von Achim

Fast alle, denen ich erzählt hatte dass wir auch nach Thailand gehen, haben gleich vom Essen dort geschwärmt. Bisher sind wir aber nur in sehr touristischen Gegenden von Thailand gewesen. Da wird das Essen oft auf den Geschmack der Gäste zugeschnitten. Sogar die ganzen Ami-Ketten wie McDonald’s, Burger King und KFC finden erstaunlicherweise Kunden.

Unser Gastgeber in Aonang hat eine Liste mit authentischen Thai-Restaurants erstellt. Da wir hier kein Frühstück mit drin haben, wollten wir mal ein richtiges Thai-Frühstück ausprobieren.

Also ging’s zu einer kleinen Straßenküche um die Ecke. Ursel hatte ein “Nasi Meyak” und einen Kaffee:

Reis mit Hühnchen, Gurken und rohen Bohnen. Dazu noch eine kleine Suppe.

Ich hatte “Nasi Lemak” und einen Thai-Tee:

Reis mit Hühnchen, Gurke, Ei, Erdnüssen, einer roten Soße und kleinen getrockneten Fischen. Und auch bei mir eine kleine Suppe.

Das witzige ist dass diese Gerichte glaub' eher aus Malaysia sind. Also vielleicht nicht ganz 100% Thai, aber wie überall mischt sich das hier ja auch alles fröhlich. Und dass es ein authentisches Lokal war haben wir an der Klientel (hauptsächl. Thais) und dem Preis (zwei Gerichte + Getränke weniger als sonst ein einziges Gericht) gesehen.

Das Essen in Thailand ist generell echt lecker. Meine bisherigen Lieblingsessen sind Panang Curry, Massaman Curry und das rote und grüne Curry. Alle super lecker aber teilweise auch tierisch scharf! Fast alle davon bekommt man auch in exzellenter Qualität in Berlin bei uns um die Ecke. Dem, wohl bei Touris sehr beliebten, Pad-Thai kann ich nur wenig abgewinnen.

Hier am Meer gibt es natürlich viel Fisch. Auf Koh Phi Phi hatten wir einen leckeren in der kleinen Markthalle:

Ähnlich wie in Malaysia gibt es hier aber auch den ein oder anderen kulinarischen Import aus Europa, wie z.B. Tiramisu:

Und, wie die Malaien, können das die Thais auch echt sehr gut! Lecker Nutella-Crêpe:

Wir wissen nicht ob man diese ganzen Euro-Sachen hier nur wegen der Touris bekommt aber das werden wir bei unseren nächsten Stationen vermutlich herausfinden.

Wo wir schon bei Desserts sind: sehr beliebt ist hier der Mango-Sticky-Rice (zumindest bei Touris wie uns):

Man kippt die weisse Soße über den Klebereis und verspeist das dann genüsslich mit der Mango. Ein Gaumenschmaus!

Schlagworte: ,

Auf der Durchreise

von Achim

Um die Fahrt von Kuala Lumpur auf die Insel Langkawi ein bisschen aufzubrechen, haben wir noch einen Zwischenstopp in Ipoh eingelegt. In dieser ehemaligen Minenstadt waren viele chinesische Gastarbeiter, die immer noch den kleinen historischen Kern des Städtchens prägen. Dort kann man durch die engen Gassen schlendern:

Es gibt allerlei netten Krimskrams:

Eine Besonderheit in Ipoh ist der “White Coffee":

Hm, sieht für mich gar nicht so weiss aus.

Es hat sich auch die Wandmalerei etabliert, sodass wir hier und da schöne Bilder gesehen haben:

Nach diesem kurzen Zwischenstopp ging es dann schon weiter mit dem Zug nach Alor Setar. Man muss allerdings wissen dass man hier etwas früher am Bahnhof sein sollte. Denn Anfangs darf man gar nicht auf’s Gleis:

Man setzt sich in die Wartehalle und wartet darauf dass die Ankunft des Zuges angesagt wird (so 15-20min vor Abfahrt). Dann wird das Ticket nochmal kontrolliert und man darf auf dem Bahnsteig. Allerdings wird der Zugang zum Bahnsteig 5min vor Abfahrt wieder geschlossen, man muss also pünktlich sein! Das Prozedere erinnert ein bisschen an den Flughafen, nur zum Glück ohne die ganzen Sicherheitskontrollen.

Der Effekt ist aber dass man ganz entspannt und mit viel Zeit ein- und aussteigen kann. Es gibt keinerlei Chaos oder Geschiebe. Der Zug selbst ist modern und angenehm:

Auf die Insel ging’s dann mit einer Fähre:

Nicht ganz so vertrauenserweckend wie der Zug, aber sie ist nicht untergegangen.

Das geht:

  • Tolle indisch-malaiische Fusionsküche
  • Zug fahren in Malaysia: er ist pünktlich, kein Stress beim Ein- und Aussteigen und jeder hat einen Sitzplatz
  • Ähnlich sieht’s mit dem Bus aus: top Sache!

Das geht nicht:

  • Versuchen in Ipoh um 19:00 was zu Essen zu finden und merken dass da schon alle Bordsteine hochgeklappt sind
  • Zwei Kaffee trinken müssen, weil Ursel plötzlich feststellt dass da ja Eiswürfel im Kaffee drin sind und sie ihren Magen schonen will (da denkt man einmal als Nicht-Kaffee-Trinker “ich probier' das jetzt mal” und muss sich dann gleich zwei Becher von der Brühe reinschütten…)
  • Schlafmangel - könnte das am Kaffee liegen?
Schlagworte: ,

Kuala Lumpur

von Achim

Kuala Lumpur ist mit 7,5 Millionen Einwohnern in der Metropolregion die größte Stadt Malaysias. Wir waren direkt neben der Markthalle (Pasar Seni) untergebracht. Eine super Location, besonders für alle die gerne essen. Viele der Sehenswürdigkeiten kann man von hier aus zu Fuß erreichen da der touristisch interessante Teil der Innenstadt erstaunlich klein ist. Für den Rest benutzt man einfach die moderne U-Bahn.

Direkt neben der Markthalle liegt Chinatown. Neben Straßen mit Essens- und Handelsständen gibt es dort auch Tempel zu sehen:

In der Stadt sind Anhänger vieler Religionen vertreten, hauptsächlich ist sie jedoch muslimisch geprägt. Und so gibt es auch jede Menge Moscheen, wie z.B. die beeindruckende Masjid Jamek:

Der maurische Baustil ist an vielen Orten der Stadt sichtbar:

Ebenso scheint aber auch der koloniale Einfluss der Engländer an vielen Stellen noch durch, hier verziert mit schönen Wandmalereien:

Die Lieblingsbeschäftigung der Bewohner von Kuala Lumpur ist anscheinend das Essen. Appetit sollte man auch als Besucher mitbringen, denn hier gibt es an jeder Ecke etwas leckeres. Auch in der Dessertabteilung ist hier richtig Musik drin:

Frankreich lässt grüßen.

Bekanntestes Wahrzeichen von Kuala Lumpur sind wohl die Petronas-Towers:

Sie sehen wirklich cool aus und sind mit über 450m Höhe derzeit angeblich immer noch die höchsten Zwillingstürme der Welt.

Sie sind umgeben von anderen Wolkenkratzern und der Ort an dem sie stehen sieht damit etwas surreal aus. Richtig futuristisch hat dieses Hochhaus hier mit seiner Fassadenbegrünung gewirkt:

Unter den Petronas Türmen befindet sich ein Einkaufszentrum und die U-Bahn Station.

Das höchste Gebäude der Stadt, und das momentan zweithöchste der Welt, ist mit über 670m jedoch das Merdeka 118. Von aussen wirkt es schon zum großteil fertig, aber drinnen wird noch gebaut. Die futuristische Innenarchitektur ist aber bereits jetzt beeindruckend und man kommt sich in dem Gebäude vor wie ein Zwerg:

Es steht etwas abseits des KLCC, wo sich die Petronas Türme befinden. Deshalb sieht man die Größenverhältnisse nicht wirklich:

Die spacigen Wolkenkratzer prägen das Stadtbild sehr und ich habe mich immer wieder an Dubai erinnert gefühlt. Rein von der Stimmung her hat es uns aber bei der lebendigen Markthalle am besten gefallen. Insgesamt eine beeindruckende Stadt, die definitiv einen Besuch Wert ist.

Das geht:

  • Das gute Essen an jeder Ecke
  • Das moderne, saubere und günstige U-Bahn System
  • Die entspannte Stimmung in der Stadt

Das geht nicht:

  • Wegen geplagtem Darm auf die ganzen Leckereien verzichten müssen - und das obwohl Ursel doch so gerne schlemmt
  • Teils nicht immer ganz fußgängerfreundlich (wenn man da irgendwo um etwas herum laufen muss dauert das immer eine Weile wegen der großen abgesperrten Areale)
  • Erst kurz vor knapp merken dass fast alle Züge nach Ipoh ausgebucht sind und dann den um 7:20 morgens nehmen müssen - schon wieder so früh aufstehen…
Schlagworte: ,