Can Tho

von Achim

Heute ging’s für uns gleich weiter in’s Mekong-Delta. Aber nicht ohne vorher nochmal ein paar leckere Banh Mochi zu verspeisen:

Wir haben ja schon von mehreren Leuten gehört dass das Reisen per Bus in Vietnam sehr komfortabel sein soll. Wir waren trotzdem überrascht dass wir die 3,5h Fahrt von Chau Doc nach Can Tho in einem Schlafbus gefahren sind. Es gab drei Reihen mit doppelstöckigen Einzelliegen von vorne nach hinten und dementsprechend zwei parallele Gänge:

Interessantes Design. Immerhin muss so niemand mit jemand fremdem schlafen.

In Can Tho sind wir dann auf Erkundungstour gegangen. Und wo wir gerade beim Schlafen sind: das nimmt hier einen sehr großen Stellenwert ein. Die Leute schlafen quasi überall und zu jeder Tageszeit. Und sie sind echt kreativ um sich Schlafgelegenheiten zu verschaffen:

Die Stadt liegt, wie schon Chau Doc, auch am Hau. Man kann hier schön an der Flusspromenade entlangspazieren um zumindest etwas dem unaufhörlichen Gedröhne der unzähligen Roller zu entkommen. Dabei sind wir an dieser Statue von Ho Chi Minh vorbeigekommen:

Die Stadt erwacht aber erst so richtig nach Einbruch der Dämmerung, wenn die Lichter angehen:

Dann ist die Flusspromenade bunt beleuchtet:

Die Skulpturen auf der “Liebesbrücke” lassen ihre Lichtanimationen aufspielen und auch die Schiffe auf dem Fluss machen mit intensiver Beleuchtung auf sich aufmerksam:

Auf dem, tagsüber noch toten, Marktplatz tummeln sich plötzlich lauter Essensstände und der Platz ist voller Leben:

Was für ein Unterschied zu nur ein paar Stunden früher!

Das geht:

  • Netter Austausch mit Österreichern - ich beneide sie ja ein bisschen dass sie in ein paar Tagen zurückfliegen und dann wieder Zugriff auf die leckere österreichische Küche haben…
  • Leckere Blasenwaffeln vom Markt
  • Hey, ein Supermarkt!

Das geht nicht:

  • Der Rollerlärm
  • Der Krach im allgemeinen - die Vietnamesen scheinen komplett lärmunempfindlich zu sein
  • Touri-Abzocke am Marktstand (nicht die Waffeln)
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Mekong Flussdelfine

von Achim

Die Hauptattraktion in Kratie sind die Flussdelfine im Mekong. Die wollten wir natürlich auch sehen. Unser Gasthaus hat uns einen netten Tourenführer aus der Gegend vermittelt der mit uns losgepaddelt ist. Recht bald kamen wir an einer kleinen Insel vorbei auf der Wasserbüffel gegrast haben. Wir wurden misstrauisch beäugt:

Unsere Fahrt ging zum Glück nur stromabwärts denn der Mekong fließt ziemlich schnell. Mal abgesehen davon dass der Fluss wirklich riesig ist, hat er auch Studel und Stromschnellen die wohl auch immer wieder Leute kentern lassen. Aber da wir uns gut angestellt haben durften wir sogar die etwas schwerere Route fahren.

Die Natur in der Ecke ist wirklich super schön:

Wir haben an einer kleinen Insel angelegt, sodass wir in Ruhe das Fluss-Panorama bewundern konnten:

Als Snack hatte unser Führer eine lokale Spezialität mitgebracht - Klebereis mit Bohnen im Bambusstab:

Eine richtig geniale Sache: der Inhalt wird in den Bambusstab gefüllt und dann mit Kokosfasern verschlossen. Anschließend gart man die Stäbe über dem Feuer bis der Inhalt durch ist. Man kann sie dann einfach einpacken und mitnehmen. Zum essen schält man erst den Bambus ab und dann kann man reinbeissen:

Das “Bambuspapier” kann man einfach mitessen. Praktisch und umweltfreundlich.

Nach der Pause waren wir ziemlich schnell wieder aus dem schönen Gebiet raus und hatten dann die volle Breite des Mekong vor uns. Die Flussdelfine zu finden war trotzdem gar nicht so schwer. Wir mussten einfach nur schauen wo die anderen Boote waren:

Die Delfine haben sich aber natürlich ordentlich bewegt und so mussten wir immer ein bisschen schauen wo sie auftauchen und immer wider den Standort wechseln. Und am Ende gab’s die Delfine sogar noch mit schönem Sonnenuntergang:

Fehlen eigentlich nur noch die Regenbögen.

Das geht:

  • Netter Tourguide
  • Die tolle Mekong-Insellandschaft
  • Schummeln und am Ende das Kajak gegen ein Motorboot eintauschen

Das geht nicht:

  • Die Flussdelfin-Population ist seit Jahren leicht rückläufig - man kann nur hoffen dass sie sich wieder erholen und hier nicht auch aussterben, wie in Laos bei Don Det (dort gab es bis vor ein paar Jahren scheinbar auch noch welche)
  • Eine Mücke verscheuchen wollen und dabei seine Sonnenbrille im Mekong versenken - und Tschüss!
  • Moskitos die einen nachts wach halten
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Vientiane

von Achim

Gestern Abend sind wir mit dem Special Express No. 25 losgefahren. Er fährt von Bangkok bis nach Nong Khai, direkt an der Grenze zu Laos. Im Gegensatz zum Nachtzug der von Bangkok nach Vientiane durchfährt, kann man hier Schlafkabinen der ersten Klasse buchen. Wären wir früher dran gewesen hätten wir eine abschließbare private Zweierkabine buchen können. So waren aber nur noch genau zwei Plätze, leider in unterschiedlichen Kabinen, frei. Und so sehen die Schlafwägen aus:

Sehr schöne Sache. Der Zug ist um 20:25 in Bangkok losgefahren und gegen 6:15 waren wir in Nong Khai, an der Grenze. Vom Bahnhof läuft man ca. 15min zum Grenzübergang:

Nachdem wir aus Thailand ausgereist waren, mussten wir einen Shuttle-Bus (35 Baht p.P.) über die Friendship-Bridge nehmen, die die beiden Länder über den Mekong verbindet. In Laos zahlt man dann für ein Visa-on-Arrival 40 USD p.P. - nur einwandfreie, komplett knitterfreie Scheine werden akzeptiert!

Weiter ging’s mit dem Bus #14 direkt von der Grenze in die Innenstadt von Vientiane (30 Baht p.P.). In Laos wird der Kommunismus noch zelebriert und man sieht überall in Vientiane dessen Fahnen:

Im Hotel hat man uns erstmal ein kostenloses Frühstück serviert, obwohl wir mehrere Stunden zu früh da waren:

Sehr nett.

Dann sind wir in die Stadt losgezogen. Vientiane, die Hauptstadt von Laos, ist mit ca. 350.000 Einwohnern relativ klein und nicht zu vergleichen mit Bangkok oder Kuala Lumpur.

Was sie aber mit Bangkok gemeinsam hat sind die Tempel:

Allerdings ist der Stil hier schon ziemlich anders:

Wir haben sogar einen Pagoden-Tempel gesehen:

Beim dem ganzen Tempel-Hopping muss man aber schauen wo man hintritt. Im Gehweg sind manchmal ziemliche Löcher:

Eine weitere Sehenswürdigkeit von Vientiane ist der Triumphbogen:

Wir haben ihn bestiegen, um den Ausblick auf die Stadt zu genießen (30.000 Kip p.P., ca. 1,20 EUR).

Ganz in der Nähe befindet sich der “World Peace Gong”, den Laos von Indonesien bekommen hat:

Leider ohne Schlägel.

Ganz schön langer Tag heute. Schlafen bitte.

Das geht:

  • Der thailändische Nachtzug - Top Sache!
  • Nach einer langen Reise vom Hotel ein Frühstück geschenkt bekommen
  • Wenn Geld abheben einfach funktionert

Das geht nicht:

  • Schön dass man die Visa-Gebühren bei der Einreise nach Laos auch in Thai-Baht zahlen kann, aber ein Aufschlag von über 35% kommt mir schon leicht übertrieben vor
  • Für manche Gerichte sind wir nicht bereit: gegrilltes Kuheuter, gegrillte Rindersehnen, gegrilltes Schweinegedärm, Haifischflossensuppe oder auch der detulich harmloser klingende Papayasalat - so scharf dass Ursel Tränen in den Augen hatte (sie hatte die “not spicy”-Variante bestellt)
  • Sehen wie hier geputzt wird - Ursel hat das heute (leider?) beobachtet: der Bodenwischmop wurde auch zum Kloschüssel putzen verwendet…
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Thailand auf zwei Rädern

von Ursel

Da Achim gerade eine Erkältung hat musste ich alleine losziehen. Bei uns in der Unterkunft kann man sich, wenn man möchte, umsonst Fahrräder ausleihen. Da es, laut unserer Gastgeberin, eine Fahrradstraße in das benachbarte Fischerdorf Ao Noi gibt, dachte ich, das mache ich. Sie sagte noch “very safe”, also alles super, los geht’s. Dass der Fahrradweg teilweise übelst unterspült ist (das war nicht die schlimmste Stelle) hat sie vergessen zu erwähnen.

Bis auf die unterspülten Stellen war der Weg aber ganz schön. Fast immer direkt am Meer entlang mit schönen Aussichten.

Im Fischerdorf angekommen bin ich zum Strand gefahren, der sich hier allerdings als ziemlich vermüllt entpuppt hat. Und die Wasserfarbe war alles andere als einladend. Schade, eigentlich wäre es super schön gewesen mit den Felsen und den bunten Booten.

Da es sich hier tatsächlich um ein Fischerdorf handelt konnte ich den Fisch am Strand in der Sonne trocknen sehen.

Auch interesant fand ich die Fischerkähne. Die wirkten für mich, als ob die Leute darauf wohnen. Es war auf jedenfall reger Betrieb.

Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch zusammen auf den Nachtmarkt hier in Prachuap Khiri Khan gegangen um uns durch das Essensangebot zu futtern. Einer meiner Lieblinge, Wachteleier am Spieß:

Das geht:

  • Fahrräder umsonst ausleihen können
  • Nachtmärkte und ihr abgefahrenes Essen
  • Die Massagestudios hier am Strand, in denen sich die Einheimischen mal kurz massieren lassen

Das geht nicht:

  • Kranker Achim
  • Fahrräder, die nicht wirklich passen (Aua, mein Po)
  • Den Artikel schreiben müssen weil der Schreiber nicht dabei war
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Trang

von Achim

Da wir bisher nur in sehr touristischen Gegenden in Thailand unterwegs waren, wollten wir mal ein bisschen was anderes sehen. Also sind wir nach Trang gefahren, einer kleinen Stadt die touristisch wenig interessant ist. Also bestens geeignet um ein bisschen was vom “echten” Thailand zu sehen.

Nicht weit von unserem Hotel war dieses schicke Restaurant:

In Trang sollte man wohl unbedingt Schweinefleisch essen, da das hier eine Spezialität ist. Aber der Kuchen sah auch richtig gut aus:

Ein bedeutender Teil der Einwohner Trangs hat wohl chinesischen Hintergrund. Das hat man an der ein oder anderen Stelle in der Architektur gesehen:

Auf dem Markt gibt es alle möglichen Leckereien. Da wird ja die Made in der Pfanne verrückt:

Auch bot sich die Möglichkeit endlich mal Schweinefüße zu probieren:

Wir haben sie verstreichen lassen und dafür diese kuriose Wurst gegessen:

Da stecken irgendwie noch Nudeln drin und das Ganze wird, wie könnte es denn anders sein, noch ordentlich frittiert.

Man konnte sich die ganzen Häppchen kaufen und dann an den schönen Sitzgelegenheiten verspeisen:

Ein kulinarisches Erlebnis.

Das geht:

  • Wir haben zum ersten Mal den Appell mitbekommen. Den gibt es wohl morgens und Abends im Land (aber anscheinend nicht in den Touri-Gegenden). Da erheben sich alle, stehen still und es ertönt die Nationalhymne. Wenn die vorbei ist geht’s weiter.
  • Mal einen Tag Pause einlegen
  • Wegkommen von den Touri-Massen

Das geht nicht:

  • Wenn man was mit Schweinefleisch bestellt und dann ist das nicht ganz durchgekocht - keine Ahnung ob das aber vielleicht auch so gehört…
  • Sich auf eine Sahnecreme-Torte freuen und dann ist es Buttercreme
  • Entweder es ist zu heiss (ohne Klimaanlage) oder zu kalt (mit Klimaanlage)
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