Im Süden von Laos, nicht weit entfernt von der Grenze zu Kombodscha, befinden sich die “4000 Inseln” im Mekong. Ob es wirklich so viele sind weiss vermutlich keiner, aber man bekommt schonmal eine grobe Vorstellung davon. Eine dieser Inseln ist Don Det. Die Stimmung hier ist ziemlich entspannt und es gefällt uns gut. Als wir heute Morgen zum Frühstück gegangen sind, haben wir diese Bombenhülsen vor dem Restaurant entdeckt:

Da wird einem schon ein bisschen anders. Laos gilt abscheinend, an der Einwohnerzahl gemessen, als das meistbombardierteste Land der Welt. Vielleicht knacken die Russen in der Ukraine ja diesen traurigen Rekord der Amerikaner. Es ist schon heftig. Man sollte hier übrigens niemals vom Weg abgehen, denn die Gefahr durch Blindgänger ist wohl immer noch relativ hoch.
Zum Glück gibt es hier auf Don Det aber gute Wege und so konnten wir uns mit unseren Leihfahrrädern sorglos über die Insel bewegen:

Immer wieder haben wir Rinder gesehen, die sich gerne im Fluss abgekühlt haben:

Über eine Verbindungsbrücke, damals noch von den Franzosen gebaut, gelangt man auf die südliche Nachbarinsel Don Khon. Dort kann man die Khon Phapheng Wasserfälle besichtigen, die sich über eine ziemlich lange Breite erstecken:

Und das ist nur ein Teil des Flusses.
Weiter südlich gab es einen Sandstrand, bei dem man zum baden in’s Wasser konnte:

Ganz an der Südspitze von Don Khon, am alten französischen Hafen, werden die Ausmaße des Mekong sichtbar:

Er ist wirklich riesig, aber nicht sonderlich tief - zumindest während der Trockenzeit.
Auf der Ostseite von Don Khon gab es ebenfalls Wasserfälle zu besichtigen. Hier hatten die Einheimischen Konstruktionen für den Fischfang aufgebaut:

Teilweise hat man Reusen gesehen, bei vielem anderen haben wir uns aber gefragt wie genau sie das benutzen.
Am Abend haben wir dann den Tag mit einer Reisebekanntschaft ausklingen lassen. Man kann hier wirklich sehr schön mit Blick auf den Fluss sitzen und es sich gut gehen lassen:

Eine runde Sache. Schade dass wir schon wieder weiter ziehen.
Das geht:
- Die entspannten Restaurants mit Flussblick
- Immer mal wieder in nette Leute reinlaufen, die man vorher getroffen hat
- Über die Inseln radeln
Das geht nicht:
- Bomben - egal ob von Deutschen, Amis, Russen oder sonstwem
- Mango Sticky Rice mit vieeeeel zu viel Zucker
- Laut Empfehlung des auswärtigen Amtes soll man das Mekong Wasser nicht berühren, weil es darin Parasiten gibt, die in die Haut eindringen und sich dann zu den Organen vorarbeiten. Dort nisten sie sich ein und vermehren sich. Blöd ist dann halt nur wenn das Wasser aus den Hähnen hier alles Mekong-Wasser ist… (unser Gastgeber, ein Franzose, hat allerdings wohl noch nie von diesen Parasiten gehört)

