In Vang Vieng wurden früher wilde Parties gefeiert - bis es irgendwann zu viele Tote gab (Drogen und baden ist eine schlechte Kombi) und die Regierung dem Treiben ein Ende gesetzt hat. Mittlerweile setzt man auf Ökotourismus. Und das kann man auch. Die Gegend ist mit einer sehr schönen Landschaft gesegnet.
Ursel hatte die geniale Idee Fahrräder zu mieten. Erste Station damit war der Big Pha Ngern Viewpoint. Es ging mal wieder sehr steil bergauf:

In der Hälfte zum Gipfel befindet sich eine kleine Hütte, bei der man Getränke kaufen kann. Die Aussicht von dort ist grandios:

Die Felsformationen im Berg sind bizarr und extrem ausgewaschen:

Teilweise waren die Kanten der Felsen so scharf dass wir aufpassen mussten uns beim festhalten nicht zu schneiden.
Beim Gipfel gibt es nochmal eine kleine Hütte und einen schönen Ausblick in’s Tal:

Der zweite Aussichtspunkt ganz oben ist etwas versteckt und der Weg dorthin ist nicht sehr vertrauenserweckend. Wir mussten echt aufpassen wo wir hintreten und waren uns nie ganz sicher wie stabil die porösen Felsen unter unseren Füßen sind. Mit den ganzen Löchern und steilen Kanten nicht ganz angenehm.
Um Vang Vieng gibt es mehrere Lagunen. Da wir nach dem Abstieg ziemlich fertig waren, wollten wir einfach zur nächstgelegenen: der Blauen Lagune 1. Auf dem Weg dorthin haben wir Rinder gesehen die sich im Schlamm abgekühlt haben:

Die Blaue Lagune 1 hat ihren Namen verdient. Jemand hatte schönerweise einen Sprungturm an einen Baum drangebaut, von dem man in’s angenehm kühle Wasser springen konnte:

Vor dem Baden wollten wir aber erst noch zur Tham Phu Kham Höhle, direkt neben der Lagune. Allerdings mussten wir auch hier erst wieder ziemlich steil den Berg hochkraxeln - diesmal jedoch freundlicherweise mit Geländer und deutlich kürzer.
Der Aufstieg hat sich gelohnt - die Höhle ist riesig! Ich vermute dass das Licht durch einen der Eingänge zu einer bestimmten Tageszeit direkt auf den Buddha-Schrein fällt:

Den Zeitpunkt haben wir knapp verpasst. Allerdings konnte man selbstständig weiter in die Höhle reingehen. In weiser Vorraussicht hatten wir Stirnlampen mitgebracht. Die haben wir auch gebraucht. Irgendwann waren wir von völliger Dunkelheit umgeben. Da eine der Lampen allerdings fast keine Batterie mehr hatte und dann auch tiefe Löcher im Höhlenboden aufgetaucht sind, sind wir relativ bald wieder umgedreht. Schön kühl war es aber da drin - herrlich!
Nach einer kurzen Abkühlung in der Lagune mussten wir langsam den Heimweg antreten. Ab 16:00 starten die Heissluftballons und Paramotor-Flieger:

Ein gelungener Tag! Wir haben uns sehr über unsere Fahrräder und die damit verbundene Mobilität gefreut:

Einfach schön, mal wieder im Sattel zu sitzen.
Das geht:
- Echte italienische Pizza - eine willkommene Abwechslung nach zwei Monaten Reisgerichten
- Fahrrad fahren
- Autos mit Goldlack, die aussehen wie ein Goldnugget - ich kann kaum fassen dass das noch nicht in Neukölln angekommen ist
Das geht nicht:
- Unser Wasserbedarf
- Vergessen, neue Batterien für die Stirnlampen mitzunehmen
- Sein Zimmer direkt neben einer Karaoke-Bar haben

