Zum Meer

von Achim

Vor zwei Tagen haben wir die Reise von El Bolsón in den Bergen nach Puerto Madryn am Meer angetreten. Nach einem überbewerteten Sandwich bei Jauja und zwei Stunden Verspätung ging es um 16:30 in El Bolsón los. Ich denke das kann man auf einer Strecke von fast 2000km gut verzeihen - der Bus kam aus Bueons Aires. Die Landschaft auf der Fahrt sah erstaunlich flach aus, als würden wir uns auf einer trockenen Hochebene bewegen:

Gegen 19:00 sind wir dann in dem Örtchen Esquel angekommen, welches dem Auge neue Eindrücke bot:

In unseren gut zwei Stunden Aufenthalt konnten wir kurz was Essen und es war sogar noch genug Luft für einen Besuch beim Barbier:

Dank des sympathischen jungen Herrens wäre das Unkraut im Gesicht dann auch mal wieder gejätet.

Anschließend ging’s mit dem Nachtbus nach Puerto Madryn. Erwartungsgemäß haben wir sehr schlecht geschlafen, weil wir ziemlich angespannt waren. Wir wollten nicht nochmal einen Rucksack verlieren. Nach einer sehr anstrengend Nacht mit wenig Schlaf und viel Gebet sind wir morgens dann an einem großen Brontosaurier vorbeigefahren:

Nicht schlecht.

Wir haben uns dann noch kurz vor einlaufen in den Zielbahnhof mit einem anderen Passagier aus den Vereinigten Staaten unterhalten. Ihm wurde auf einer Nachtfahrt mit dem Bus in Chile das Handgepäck gestohlen. Er hatte es zwischen seinen Beinen deponiert. Übel.

So sind wir als völlige Zombies mit blanken Nerven in Puerto Madryn angekommen. Als die Gepäckklappe des Busses aufging und beide Rucksäcke noch da waren, fiel uns ein Stein vom Herzen. Jetzt waren wir völlig glückliche Zombies.

Dann noch schnell Kaffee getrunken, Hostel gesucht und gleich für mehrere Tage gebucht. Jetzt ist erstmal runterkommen angesagt.

Das geht:

  • Wenn alle Sachen noch da sind
  • Ein super nettes Hostel, das einen drei Stunden früher einchecken lässt und dann auch noch ein Frühstück schenkt
  • Superzartes Rindfleisch aus örtlicher Haltung in der Pfanne

Das geht nicht:

  • Nachts über raue Pisten zu rattern - kennt jemand die Eissorte “Rocky Road”?
  • Die Luft im Nachtbus am Morgen danach
  • Straßenhunde, die total begeistert von der Idee sind, mit ihnen zu spielen: “Halt, Stop, ich will das nicht!”
Schlagworte:




Dies ist eine Antwort auf den Kommentar von . Antwort abbrechen [X]
Name:
Name:
Text: