Kirschen pflücken in Potsdam

von Achim

Wir haben zu Weihnachten einen Hofladenführer für Brandenburg bekommen in dem jede Menge interessanter Höfe rund um Berlin vorgestellt werden. Da Ursel ein großer Kirschenfreund ist, wollten wir letztes Wochenende mal zu Neumanns Erntegarten in Bornim, einem kleinen Vorort von Potsdam, fahren. Zuerst ging es mit der S-Bahn nach Potsdam Hbf und von dort mit dem Fahrrad, durch teils völlig sandige Waldwege, nach Bornim:

Es ist teilweise fast wie wenn man mit dem Fahrrad am Strand fahren würde. Relativ anstrengend und herausfordernd.

Beim Hof angekommen trauten wir unseren Augen kaum. Auf dem Parkplatz war ein riesen Trubel und vor dem Eingang eine lange Schlange:

Aber es ging dann relativ schnell und nach ca. 15min konnten wir uns unter die, interessan­terweise hauptsächlich türkischen, Mitpflücker mischen:

Der Hain war schon relativ abgegrast und glich eher einem großen Familienfest als einem Kirschacker. Aber wir haben noch genug Kirschen gefunden, auch wenn wir ein wenig die Idylle vermisst haben.

Auf dem Rückweg nach Potsdam sind wir an einem großen Mohnfeld vorbeigekommen, das leuchtend rot in der Nachmittagssonne stand:

Der Weg führte uns weiter durch den weitläufigen Park Sanssouci, in dem wir das hübsche Chinesische Haus entdeckt haben:

Im Park befindet sich natürlich auch das Schloss Sanssouci (“ohne Sorge”) selbst:

Hier hat König Friedrich II. (der “Alte Fritz”) sorglos Weinbergterrassen vor dem Schloss anlegen lassen, in welchen sich Weinstöcke mit Feigenbäumen in einer Wintergartenkonstruktion abwechseln:

Ziemlich clever, der alte Fritz.

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Rund um Berlin

von Achim

Mai 2020: Die Welt befindet sich noch immer fest im Würgegriff des Coronavirus. In Berlin herrscht seit letzter Woche nicht mehr nur im ÖPNV Maskenpflicht, sondern auch in Geschäften. Das Vermummungsverbot ist ausgehebelt und man kann nun endlich Menschen auf der Straße unerkannt mit Ananas bewerfen:

Aber es gibt noch allerhand andere Dinge in Berlin zu tun. Mit dem Fahrrad hat man einen großen Radius und kann die Gegend rund um Berlin bestens erkunden. So haben wir am Sonntag vor zwei Wochen auf dem Weg zu den Tiefwerder Wiesen (auch lohnenswert) die NSG Sandgrube im Jagen 86 des Grunewaldes entdeckt:

Diese ehemalige Sandgrube mitten im Wald ist ein echter Hingucker.

Der Rest des Grunewaldes ist auch echt schön, wie die meisten Wälder in und um Berlin:

Letzten Sonntag waren wir mit Freunden im Britzer Garten. Dort gibt es ein paar Tiergehege. Neben Schafen, Ziegen und Rindern haben wir auch zottelige Esel gesehen:

Im See des Britzer Garten haben wir ziemlich große Fische entdeckt, vermutlich Karpfen:

Der Höhepunkt des Besuchs war am Abend jedoch ein wilder Raubvogel (Mäusebussard?), der sich auf einem Baum niedergelassen hat:

Leider hatten wir nur das iPhone dabei und nicht die gute Kamera.

Am Freitag war hier in Berlin ein Feiertag (Tag der Befreiung). Wir haben die Gelegenheit genutzt um einen Ausflug zur Biesdorfer Höhe zu machen - mit 82m eine respektable Erhebung in Berlin. Ganz in der Nähe befindet sich das Wuhletal, in dem man schön spazieren gehen kann. Dort haben wir diesen kleinen Teich entdeckt, der von mächtigen Eichen gesäumt wurde:

Heute stand dann ein Ausflug zum Müggelsee auf dem Programm. Der Müggelsee ist relativ groß und befindet sich östlich von Köpenick. Er wird indirekt von der Spree gespeist und ist dadurch relativ kalt. Aber das Wasser war sehr klar und man konnte gut darin baden:

Sogar ein großer Schwarm Fische ist an uns vorbei geschwommen. Mit 60km (hin und zurück) war das eine schöne Radtour, die wir sicher nicht zum letzten Mal gemacht haben.

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Ganz Deutschland hat Durchfall

von Achim

Gerade geht das Coronavirus SARS-CoV-2 um die Welt, welches die Lungenkrankheit COVID-19 hervorruft. Das ganze hat letztes Jahr in China angefangen und ist seit ungefähr März auch bei uns ein Thema. Am Anfang dachten wir noch man könnte das eindämmen indem man ein paar China-Urlauber isoliert. Das war aber leider nichts und so bleibt jetzt ganz Deutschland seit ca. Mitte März Zuhause. Das erstaunliche dabei ist: obwohl COVID-19 eine Lungenkrankheit ist, scheint sie sich auch sehr nachteilig auf die Verdauung auszuwirken. Seit Anfang März ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit an Klopapier zu kommen. Die Läden sind (immer noch) leergekauft:

Und das Verrückte dabei ist, das scheint nicht nur in Deutschland so zu sein, sondern in den meisten betroffenen Ländern (ich weiss persönlich von Australien, Kanada und USA). Immerhin haben sich einige der Apokalyptiker wieder abgeregt und man bekommt wieder Nudeln und Tomatensoße. Aber das Klopapier scheint diese Menschen immer noch nachts wach zu halten.

Naja, wir sind sehr gut versorgt und es fehlt an (fast) nichts. Das Gebot der Bundesregierung heisst nun “Isolation” und “Abstand halten”. Wir waren gestern im OBI und da gab es eine lange Warteschlange. Es sollte nur eine begrenzte Anzahl Menschen in den Laden um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten:

Ungefähr ähnlich sah es heute bei der Eisdiele aus. Immerhin gab es eine Eisdiele die offen war. Da man sich mit keinen Leuten mehr treffen kann und es auch keinerlei kulturelles Angebot mehr gibt, haben wir beschlossen heute eine Fahrradtour nach Köpenick zu machen. Unterwegs kommt man beim Jacobs Kaffee Werk vorbei:

Vielleicht riecht es deswegen bei uns ständig nach Kaffee.

Ebenfalls auf dem Weg liegt die Königsheide, ein großer Park mit einem netten Mischwald:

Unterwegs haben wir noch dieses imposante Schulgebäude gesehen:

Vermutlich steht auch das momentan leer, weil alle Kinder Zuhause bleiben müssen.

Unser Ziel war dann das Schloss Köpenick, welches auf einer kleinen Insel direkt neben der Köpenicker Altstadt liegt:

Die kleine Schlossinsel wird von der Dahme umspült, die etwas weiter flussabwärts in die Spree mündet.

Vor zwei Wochen waren wir schonmal an der Dahme. Dann allerdings etwas weiter südlich, in Grünau bei der Bammelecke:

Obwohl das relativ weit draussen ist, fährt dorthin immer noch eine Straßenbahn:

Es tut gut mit dem Rad unterwegs zu sein. Die Sonne, die frische Luft und etwas Bewegung. Und man vergisst dabei fasst dass gerade die halbe Welt in irgendeiner Form unter Quarantäne steht. Hoffentlich normalisiert sich die Lage bald wieder.

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Britzer Garten

von Achim

Der Sonntag hat heute Morgen seinem Namen alle Ehren gemacht. Deshalb haben wir beschlossen uns mal den Britzer Garten anzuschauen. Für diese weitläufige Parkanlage zahlt man 3 EUR Eintritt. Dafür liegt aber dann auch wirklich kein Müll rum. Allein das ist es ja fast schon Wert.

Aber der echte Höhepunkt sind natürlich die Pflanzen. Einige Blumen haben bereits ihre schönen Blüten gezeigt:

Auch die Krokusse waren schon in großer Zahl am Start und haben fleissig um die prächtigsten Farben gewetteifert:

Echt schwer zu sagen wer da gewinnt.

Einen Vogel den man in Berlin recht häufig sehen kann ist der Buntspecht. Auch im Britzer Garten haben wir ihn entdeckt:

Interessanterweise sieht man den in Berlin recht häufig.

Auch das ein oder andere Eichhörnchen war bei dem schönen Wetter unterwegs:

Der Britzer Garten sieht fast aus als hätte man hier einen floristischen Anschlag verübt. Überall gibt’s schöne Blüten zu bewundern. Auch die Iris-Blume war zu sehen:

Im Park gibt es mehrere Cafés. Dort werden warme Getränke und Speisen serviert. Besonders hervorgestochen ist das an der Nordseite des Hauptsees. Liegt architektonisch irgendwo zwischen Sydney Opera House und Steampunk. Ein echtes Schmuckstück:

Hinter dem Café haben die Gärtner den Versuch unternommen Weintrauben anzupflanzen. Ich bin ja nicht direkt ein Winzer aber ich würde mal sagen bei dem Wetter hier scheint mir das Unterfangen ziemlich hoffnungslos:

Das hilft glaub’ auch der ganze Vulkanstein nicht viel. Mal schauen ob da im Herbst was dranhängt.

Unter’m Strich ist der Britzer Garten wirklich sehr zu empfehlen. Schade dass man Eintritt zahlen muss, aber es ist nicht viel und dafür bekommt man einen großen, sauberen Park mit Blumenmeer, Seen und auch einigen Kleintieren.

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Schokolade selbst gemacht

von Achim

Aus Panama haben wir ein kleines Paket gepressten Kakao mitgebracht. Wir haben das Paket von einer Kooperative auf der Feria Internacional de David erstanden. Der Inhalt ist ein ziemlich harter Block bestehend quasi aus gemahlenen Kakao-Nibs:

Ursel dachte sich dass wir das mal verarbeiten sollten bevor der Kakao seinen ersten Geburtstag feiert. Nachdem der erste Teil zu heisser Schokolade verarbeitet wurde, hat sie sich mit dem zweiten Teil ans Schokolade machen herangewagt.

Zuerst wurde der Kakao vom Block gelöst und dann im Mörser zerstampft:

So wird das Öl herausgepresst und verteilt sich besser. Diese Arbeit ist sehr anstrengend und zeitintensiv. Zurück bleibt eine Kakaomasse.

Im nächsten Schritt hat sie Milch und Sahne im Topf erwärmt und das Wasser herausgekocht. Bei cremiger Konsistenz wurde der Topf vom Herd genommen und das Kakaopulver untergemischt. Anschließend hat sie Vanillezucker zum süßen beigemengt. Die Hälfte der Masse wurde zusätzlich mit Kaffee aus Costa Rica verfeinert und alles zum Schluss noch auf Backpapier in Form gebracht:

Das Endprodukt war also eine richtig selbstgemachte mittelamerikanische Schokolade (links mit Kaffee, rechts ohne). Relativ grob aber lecker. Überraschenderweise war mein Favorit die mit dem Kaffee.

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